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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasserstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

511 
Kaiser Wilhelm-Kanal. 
Aus der Tabelle geht hervor, daß der Kanal für alle diejenigen Häfen am meisten 
Vorteil bietet, welche südlich vom Kanal liegen, und daß für Hamburg die Abkürzung 
und damit der Zeitgewinn für die Fahrt nach der Ostsee am größten ist. Hamburg hat 
seine günstige Lage rechtzeitig erkannt, eine ganze Anzahl direkter Linien nach den Ostsee 
häfen eingerichtet und dadurch seinem gesamten Seeverkehr mit den Ostseehäfen einen ge 
waltigen Aufschwung verschafft. 
Die Zeitersparnis der Segelschiffe ist natürlich von der Witterung abhängig und 
kann sich auf Wochen belaufen. 
Die Ersparnisse, welche der Schiffahrt bei der Fahrt durch den Kanal erwachsen, setzen 
sich zusammen aus der Ersparnis an Frachtkosten für die kürzere Fahrtdauer, aus der Ver 
minderung der Versicherungsgebühr wegen des weniger gefahrvollen Weges und ans dem 
Fortfall der Gelder, welche namentlich im Winter durch das häufig notwendig werdende 
Anlaufen eines Nothafens im Kattegat und Skagerrak zu entrichteu waren. 
Die Tageskosten für Dampf- und Segelschiffe in Fahrt werden wie in nachstehender 
Tabelle zusammengestellt, angegeben: 
Tageskosten 
Größe der Schiffe 
Registertonnen 
für Dari 
für das Schiff 
M. 
apffchiffe 
für die 
Registertonne 
Pf. 
für Sex 
für das Schiff 
M. 
elfchiffe 
für die 
Registertonne 
Pf. 
200—300 
30-35 
13 
300—400 
— 
— 
35—42 
11 
400—500 
— 
— 
42—48 
10 
500—600 
225 
41 
48—54 
9 
600—700 
240 
37 
54—60 
9,6 
700—800 
295 
39 
60—68 
9 
800—900 
320 
38 
68—80 
9 
900—1000 
350 
37 
80—90 
9 
Welche Gefahren den Schiffen auf der Fahrt um das Kap Skagen trotz verbesserter 
Seekarten, Betonnung und Beleuchtung drohen, mag daraus hervorgehen, darnach 
neueren zuverlässigen Aufstellungen an Kap Skagen jährlich 500 Menschenleben, 100 Schiffe 
und Werte im Betrage von 10 000 000 Mark verloren gehen. 
Ganz ohne Gefahren hat sich die Fahrt durch den Kaiser Wilhelm-Kanal bis jetzt 
allerdings auch nicht erwiesen; innerhalb l s / 4 Jahre haben 224 leichte und 18 schwere 
Unfälle stattgefunden. Die Hebung des bei einem Zusammenstoß gesunkenen dänischen 
Dampfers „Johann Siem" hat allein 68 000 Mark gekostet. Die Versicherungsgesell 
schaften sind deshalb auch in der ersten Zeit nach der Eröffnung des Kanals mit den 
Prämien nicht herabgegangen. 
Der Ertragsberechnung wurde eine jährliche Zahl von 18000 den Kanal passieren 
den Schiffen mit etwa 5 500 000 Registertonnen zu Grunde gelegt und daraus bei 
einer durchschnittlichen Kanalabgabe von 75 Pfennig für die Registertonne eine Ein 
nahme von 4125 000 Mark berechnet, wodurch sich nach Abzug der jährlichen Unter 
haltungskosten im Betrage von 1000 000 Mark eine Verzinsung zu 4 °/ 0 für die 
55 Millionen Mark ergeben, welche von den Gesamtbaukosten von 156 000000 Mark 
übrig bleiben, wenn man die Aufwendungen im Interesse der Kriegsstottc im Betrag von 
51000000 Mark und den von Preußen bezahlten besonderen Beitrag von 50000000 Mark 
in Abzug bringt. Diese Erwartungen haben sich bei weitem nicht erfüllt, obgleich die 
Abgaben nicht zu 75 Pfennig für die Registertonne, sondern für die ersten 600 Register 
tonnen netto zu 60 Pfennig, für die überschießenden zu 40 Pfennig festgesetzt wurden. 
Während des Winterhalbjahrs, 1. Oktober bis 31. März, trat eine Erhöhung um 25% 
obiger Sätze ein. Der Verkehr im ersten Betriebsjahre nach der Eröffnung, I.Juli 1895. 
bis 30. Juni 1896, war 
7531 Dampfschiffe mit zusammen 1140 578 Registertonnen 
9303 Segelschiffe „ „ 365 405 
zus. 16834 Schiffe 
1505 983 Registertonnen.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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