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Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasserstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
  • Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeiner Teil. §§ 241 - 432 erläutert von Dr. Ludwig Kuhlenbeck
  • Besonderer Teil. §§ 433 - 661, 705 - 758, 779 - 811 erläutert von Dr. Karl Kober; §§ 662 - 704, 759 - 778, 812 - 852 erläutert von Dr. Theodor Engelmann

Full text

I. Abjnitt: Inhalt der Schuldverhältniffe. 
Släubiger nach dem Holaufe der von ihm felbft gefebten En die 
Annnahme der Geldentichädigung unter Berufung darauf, daß die Frift 
feine angemeljene war und deshalb al8 nicht gejebßt zu gelten Habe, 
ıblehnen dürfen. Dies kann unmöglich die Woficht des Gejfekes jein; 
e5 wäre eine unbillige Sn gegen den Erjagpflichtigen, welcher, 
darauf bauend, daß der Gläubiger fih an feine Erklärung gebunden 
zrachte, vielleicht eine ihm während des LaufeS der Frijt ungeachtet 
‘Orer Sürze gebotene günitige Gelegenheit zur Gerftellung hat voritber- 
gehen lajten, weil er gewillt war, mit dem Ablaufe der Hrilt die 
Seldentichädigung zu leiften, 
I. €, it mit Dertmann Bem. 3, Cofjack 8 105 Anm. 18, Dernhurg II 
$33 Yr. 4, Kipp-Windfcheid II S. 88, Baech, SE S. 157, 
Bescatore, Wahlidhuldverhältnifje S. 230, Romeick S. 27 ff, D. Iur.3. 
S. 495, Sänger, DS beim Kauf 1902 S. 14, Sylolny-Caro zu 
8 283 Nr. 26, Tibße, Unmöglichfeit S. 147 Anm. 51, Wendt, Archiv 
|. 5. 3ivilijt. Praxis Bd. 92 S, 194 anzunehmen, daß auch durch 
Segung einer unangemeifenen Frijt die wirklich (objektiv) angemeflene, 
ie im Streitfalle nachträglidh das Gericht jetiaulehen dab in Be 
wegung gefeßt wird. Val. auch ROSE. Bd. 56 S. 234: Seuff. Arch. 
Bd. 59 Hr. 150 S. 266, Nr. 74 S. 137. 
Noch in verfchiedenen anderen Fällen räumt das BGB. einem 
Bertragsteile das YKecht ein, dem anderen Teil eine angemefjjene Frift 
zur Bewirkung einer SE, oder zur Yogabe einer Erklärung zu 
beftimmen mit der Solge des Eintreten8 eines Nechtsnachteils für den 
Sall der Berfäumung der Zrift, fo 3. B. in SS 264 Ubi. 2, 283, 326, 
344, 345. In allen diefen Füllen ijt das Erfordernis 
ber Angemejjenheit der Krilkt in gleidem Sinne au8s- 
zulegen. 
Wenn der Gläubiger eine Längere Zrift beftiunmt hat, al8 erforderlich 
mar, fo behält jelbftverftändlich der Schuldner das Recht, die Derfieffung 
6iS zum AWolaufe der Zrift zu bewirken; DE ijt die Herftellung 
immer, menn jie innerhalb der vom Gläubiger be timmten Zrift erfolgt. 
Dadurch wird die Erftredung der HKechtzeitung im Falle einer zu hırzen 
Bemeffung auf einen objektiv angemeffenen Beitraum nicht ausge chloffen. 
6. Wenn die Herftellung in Natur für den Gläubiger kein Intereffe 
mehr hat Gur „Entfchädigung nicht genügend ft“), bedarf e8 der e nicht. 
Bol. 8 251. Cbhenfo bedarf eS keiner FrijtfeBung, wenn der Gegner bereit erklärt hat, 
nicht in natura leiften zu wollen. WBgl. Crome I! 8151 1, c. 
7. Beweislajt, Der Olänbiger hat zu beweifen, daß er die Frijft mit der 
Ablehnungserkflärung gefeßt hat und daß die Frift eine angemejfene war. Der 
Schuldner muß beweijen, daß er innerhalb der gefeßten Srift Dder, wenn die Frift zu 
iurz bemeffen mar, ohne Verzug innerhalb einer von der Friltbeltimmung an laufenden 
angemefjenen Frijt die Herftellung bewirkt hat. 
8. Prozefiutale Behandlung des $ 250: Allerdings ijt der Anfpruch auf Natural- 
ceftitution gejeblich der primäre (Tejolutiv Gedingt), während derjenige auf Selderjaß 
[uSjpenfiv (BeleBlich) bebingt ijt. Dies Ihließt aber nicht die Möglichteit aus, beide Un- 
iprüche mit der Klage zu verbinden, fo daß prinzipaliter auf Sa binnen an- 
gemefjener Frijt, eventualiter auf Gelderfaß geklagt wird. Val. S 255 ZPO. Alsdann 
It auf Gelderfaß zu erkennen, wenn die angemefjene Frijt zur Zeit der Urteilsverkündung 
gereit3 als N erachtet werden kann. Auch kann Kläger beantragen, daß die Frift, 
bei deren fruchtlofem Abhlaufe der Eriaß in Geld zu feiften GE im Urteile Jelbit beftimmt 
werde. Val. Pland Bem. 4, Dertmann Bem. 6 zu 8 250, Sellner, Zur Behandlung fog. 
Sventnalanträge A Seuffert8 Bl. f. RY. 1904. S. 496. AM. M. Lanabheineken, Anivruch 
1111 PLIYeDe . 62. 
e) 
8 251.*) 
Soweit die Herftellung nidht möglich oder zur Entjhädigung des Gläubigers 
nicht aenligend it, hat der Eriaßpflichtiae den Gläubiger in Geld zu entichädbdiaen. 
*) Literatur: Zu Abf. 1: Mataja, Arch. f. büirgerl. Recht IS. 275 f.; Degen- 
C01b, Archiv f. d. zivilift. Lraziz Bd. 76 S. 63 ff.; zu Ab]. 2: Fifjher, Der Schaden 
S. 210 f.; vv. Thur, Ihering8 Nahrb. Bd. 46 S. 46 ffi.; Kilch in Krit, Viertelilchr. 
Bo. 44 ©. 509 ff.
	        

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