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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasserstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

546 Seehäfen. Schiffahrtszeichen. 
durch einen mächtigen Leuchtturm kenntlich gemacht ist, der aus einer die Freiheit dar 
stellenden Figur von 46 in Höhe besteht, jährlich über 30 000 Schiffe ein. Ein gewaltiges 
Leben herrscht auf den Flüssen, an deren Ufern New Jork liegt, dem Hudson und dem 
East River, über welchen sich die mächtige Brücke spannt, unter der die größten 
Schiffe mit ihren Masten frei und stolz passieren, und dessen beide Ufer durch Hunderte 
Fährboote miteinander in Verbindung gebracht sind. New Dork ist der größte Stapel- 
und Handelsplatz Amerikas und der drittgrößte Hafen der Welt getvorden. So groß 
artig der Verkehr auf den beiden Strömen ist, so wenig scheint, wenn der Ankommende 
einen Blick auf die Ufer wirft, für die Erleichterung der Löschung der Tausende Schiffs 
fahrzeuge an den Ufern Fürsorge getroffen zu sein. Nicht wie an anderen Seehäfen, 
zeigt der Uferrand Kaianlangen mit mächtigen Kränen und hohen Warenhäusern, sondern 
dem Auge bieten sich nur Bretterschuppen dar, die aus Pfählen errichtet sind und einige 
hundert Fuß in den Strom hineinragen. Diese Piers dienen zum Anlegen, Ent- und 
Beladen der Schiffe. Der enorme Getreideverkehr hat dazu geführt, daß zahlreiche 
plumpe Holzbauten in Basilikenfvrm von 50 und noch mehr Meter Höhe errichtet 
worden sind, in und aus welchen mittels Elevatoren die Getreidemengen geladen 
werden. 
Seit Eröffnung des Suezkanals ist Bombay, an der Westküste des Dekhan der 
bedeutendste und für die Europäer wichtigste Hafenort Indiens geworden. 
Um die Schiffe zu allen Jahreszeiten, auch während der Zeit des Südwestmonsuns 
gegen die Einwirkungen der See zu sichern, sind Bassins zur Erbauung gekommen. Ein 
Teil dieser Docks ist im Besitze der Regierung, andere, so das Sassoon-Dock und die 
Bassins der Peninsular- und Orient-Dampfer-Linie-Gesellschaft sind Privateigentum. 
Das in der Ausdehnung fortschreitende indische Eisenbahnnetz trägt naturgemäß bedeutend 
zu der Hebung des Handels und der Schiffahrt Bombays bei. 
Die gewaltige Ausdehnung der Hafenanlagen in allen Welthäfen während der 
letzten Jahrzehnte gibt ein anschauliches Bild davon, in welcher enormen Weise in 
unserem Zeitalter des Verkehrs sich der Handel und mit ihm die Schiffahrt weiter ent 
wickeln. 
Am Schluffe der Vorführung der Wasserstraßen dürfte es angemessen sein, einige 
Zahlen über den Verkehr auf dem Wasser überhaupt, soweit hierbei Deutschland in 
Betracht kommt, zu geben. 
Nach dem „Statistischen Jahrbuch für das Deutsche Reich", 19. Jahrgang, beträgt 
die Länge der Binnenwasserstraßen rund 14 000 Inn. Auf denselben verkehren 
23 000 Fahrzeuge mit 2 s / 4 Millionen Tonnen Tragfähigkeit. Der Bestand der 
deutschen Seeschiffe betrug im Jahre 1897 = 3678. Hiervon entfielen s / 4 auf die 
Nordsee und ‘/ 4 auf die Ostsee. Der Brutto-Raumgehalt überstieg 2 Millionen Register 
tonnen. Der Seeverkehr in den deutschen Häfen ist von 1892 — 96 von 56 263 Schiffen 
mit 13 Millionen Registertonnen auf 62 631 Schiffe mit 14 */2 Millionen Register 
tonnen gestiegen. Im Jahre 1898 verkehrten in. den deutschen Häfen 174251 Schiffe mit 
35,» Mill. Registertonnen, hierunter befanden sich 90 787 Dampfschiffe mit 30,2 Mill. 
Registertonnen. Gegenwärtig umfaßt der Seehandel bereits 70 Prozent des ganzen 
Handels, und derselbe stellte sich im Jahre 1899 auf mindestens 7 Milliarden Mark. Der 
Gesamt-Spezialhandel, welcher 1889 in Ein- und Ausfuhr rund 45 Millionen Tonnen 
im Werte von 7,2 Milliarden Mark betrug, wies 1897 — 68 Millionen Tonnen 
im Werte von 8,6 Milliarden auf.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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