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Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasserstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Theorie. Grundsätzliche Anschauungen
  • Zweiter Abschnitt. Die Tatbestände: Die Primitiven
  • Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
  • Vierter Abschnitt. Altgriechenland und das Römerreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Oströmische Reich und der Islam
  • Sechster Abschnitt. Das frühe Mittelalter im Westen. Die Völkerwanderung. Merowinger und Karolinger
  • Siebenter Abschnitt. Das hohe Mittelalter (10.-12. Jahrhundert)
  • Achter Abschnitt. Das spätere Mittelalter (13.-15. Jahrhundert)
  • Neunter Abschnitt. Die Neuzeit
  • Zehnter Abschnitt. Die politischen Auswirkungen: Lehenswesen und Kapitalismus
  • Elfter Abschnitt. Rückfälle aus der Geldwirtschaft in die Naturalwirtschaft
  • Zwölfter Abschnitt. Theoretische Schlußfolgerungen
  • Index

Full text

227 
der soll das Lehen aufgeben und seine Eigengüter (allein) inne- 
haben“). Im Jahre 789 hat Karl der Große neuerlich eine analoge 
Verordnung erlassen). 
Es war also nicht so, daß Grund und Boden statt des 
mangelnden Geldes in Zahlung gegeben wurde und die Vasallen 
dadurch erst instand gesetzt wurden, ihren Unterhalt zu ge- 
winnen. 
Außerdem entnehmen wir gerade diesen Kapitularienstellen 
noch die wichtige Tatsache, daß der König Lehen auch zu dem 
Zwecke erteilte, damit das verliehene Königsgut ordentlich 
bewirtschaftet und instand gehalten werde. Wir besitzen noch 
eine Reihe anderer Kapitularien aus dem 8. und 9. Jahrhundert, 
die dasselbe besagen”). Wir können somit hier wieder einen 
ökonomischen Zweck der Lehenserteilung beobachten, wie dies 
auch im Altertum bei verschiedenen Völkern ebenso zutage trat”) 
und gleichzeitig ebenso bei den Arabern vorkommt“). Die 
Kolonisation, d. h. der Ausbau des Landes, sowie die Amelioration 
des Königsgutes war ebenso ein Zweck der Verleihung. 
Schon früher, sicher im 8. Jahrhundert bereits, scheinen nun 
manche Lehensinhaber vorteilhafte Geschäfte mit dem Lehensgute 
gemacht zu haben. Sie ließen das Lehensgut unbebaut und be- 
nützten es, um ihr Eigengut damit auszustatten‘). Manche Grafen 
und Vasallen kauften sich mit Hilfe des Lehensgutes auch Eigen- 
güter und zwangen die königlichen Leute des Lehensgutes dann, 
auf ihren Eigengütern zu dienen, so daß die königlichen Höfe 
verödeten®*). 
»%) Quicumque nostrum beneficium habet, bene ibi labored et condirgat; et 
qui hoc facere non vult, dimittat ipsum beneficium et teneant (!) suas res 
proprias. MG. Capitul. ı, 43 ©. 5. 
5) Ebda. S.65 c. 6. 
57) Vgl. die Zusammenstellung in meinem Buche „Die Wirtschafts- 
entwicklung der Karolingerzeit“ 1’, 129. 
5) Siehe oben S. 222. 
59) Siehe unten S. 232. 
50) Vgl. das Capitul. Karls d. Gr. v. J. 8oz: ut benefßcium d. impera- 
toris desertare nemoO audeat, propriam suam exinde construere, a. a. O. 1, 93 C. 6. 
61) Capitul. v. J. 806 a.a.O. 1, 131 c. 6: auditum habemus, qualiter et 
comites et alii homines qui nostra beneficia habere videntur, conparant sibi 
proprietates de ipso nostro beneficio et faciant servire ad ipsas proprietates 
servientes nostros de eorum beneficio, et curtes nostrae remanent desertae, 
yr*
	        

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Citation recommendation

Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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