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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasserstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

568 Schiffahrtszeichen. 
Hörsignale. Ein noch gefährlicherer Feind für die Schiffahrt als die Nacht ist 
der Nebels da dieser nicht nur bei Nacht die stärksten Feuer so verdunkelt, daß sie selbst 
auf geringe Entfernung unsichtbar werden, sondern auch bei Tage die Küste und andere 
Schiffe mit einem undurchsichtigen Schleier umhüllt. Da sich das Licht im Kampf gegen 
diesen Feind als unwirksam erwiesen hak, so hat man schon frühzeitig zum Bruder des 
Lichtes, zum Ton seine Zuflucht genommen, dieser hat sich insofern als besonders geeignet 
erwiesen, als der Nebel, der meist bei ruhigem Wetter eintritt, den Schall vortrefflich 
leitet, weil auf große Ausdehnung eine gleichmäßige Luftbeschaffenheit herrscht, die keine 
Brechung der Schallwellen durch ungleichartige Luftströmungen veranlaßt. Die ein 
fachsten Instrumente, aber auch nur auf geringe Entfernung hörbar, sind die von Men 
schen geblasenen Hörner und die Gongs; weiter hörbar (bis auf 3 lern Entfernung) sind 
die Glocken, noch kräftiger als diese wirken Geschütze. Die Schüsse können aber nicht 
rasch genug aufeinander abgegeben werden, da die Bedienungsmannschaft in der Regel 
nur aus einem Mann besteht; anderenfalls erfordern die Warnungszeichen durch Kanonen 
schüsse viele Bedienungsmannschaften und viel Schießbedarf und sind dadurch teuer und 
dabei doch noch von unsicherer Wirkung, weil der Ton kurz ist und durch einen 
einzelnen Windstoß erdrückt und bei Sturm und Toben der See überhört werden 
kann. Kanonenschüsse würden deshalb auch nicht mehr in Gebrauch sein, wenn sie 
nicht die günstige Eigenschaft hätten, daß durch die Explosion die Nebelwolken 
plötzlich zerrissen werden und der Lichtblitz dadurch dem Seemann die Lage der 
Station anzeigt, auch wenn der Schuß nicht gehört wird. Als Knallzeichen ist 
gegenwärtig hauptsächlich die Schießbaumwolle im Gebrauch in Form von Patronen 
von 100 § Gewicht, die durch Zündschnur und Zündhütchen von Knallquecksilber 
zur Explosion gebracht werden. Am meisten werden gegenwärtig zur Ausführung 
von hörbaren Warnungszeichen die Nebelhörner, Dampfpfeifen und Sirenen benutzt. 
Das Nebelhorn, Anfang der 50er Jahre von dem Amerikaner Datoll erfunden 
und von Holmes verbessert, besteht aus einem 2 — 3 in langen, geraden kupfernen 
Rohr, das nach oben nach einem Viertelkreis wagerecht gebogen ist und ein klarinetten 
artiges Mundstück besitzt. Es wird mit gepreßter Luft von 1 bis 2 Atmosphären 
Spannung zum Tönen gebracht. Die Dampfpseifen, ähnlich angeordnet wie die 
Pfeifen der Lokomotiven und der Dampfschiffe, werden durch Dampf von etwa 
4 Atmosphären Spannung betrieben und sind bis auf nahezu 5 km hörbar; sie sind 
namentlich in Amerika verbreitet.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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