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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasserstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Taucherausrüstung. 573 
Glas geschlossen. Das vordere Glas sitzt in einem runden, mit Gewinde versehenen Ring 
und wird erst kurz, bevor sich der Taucher in die Tiefe begibt, in den Helm eingeschraubt. 
Die Pumpe muß in diesem Moment schon in Thätigkeit gesetzt werden. 
Um Len Auftrieb des mit Luft gefüllten Taucheranzuges zu überwinden, genügt 
nicht das Gewicht des Tauchers, vielmehr muß dieser noch eine künstliche Belastung er 
halten. Dieselbe besteht in den bleiernen Schuhsohlen von zusammen 20 kg Gewicht und 
in zwei Bleiplatten von 7 oder 10 kg Gewicht, die dem Taucher auf Brust und Rücken 
gehängt werden. Diese Gewichtsbelastung und ihre Anordnung hat jedoch noch einen 
anderen sehr triftigen Grund. Wenn irgend wer, so kann der Taucher es erfahren, daß 
das Gehen nur in einem abwechselnden Stützen und Fallen besteht. Legt er das Brust 
gewicht ab, so ist es ihm absolut unmöglich, vorwärts zu gehen. Das Rückengewicht bringt 
eine Neigung nach hinten hervor; beim Heben eines Fußes fällt der Körper zurück, und 
der Taucher ist gezwungen, zur Stützung den aufgehobenen Fuß nach hinten zu setzen: er 
hat einen Schritt rückwärts gemacht. Auch fühlt er sehr bald, daß zum Gehen eine ge 
wisse Schwere nötig ist. Würde der Mensch nicht der 
Schwerkraft unterliegen, so würde ihm das Gehen un 
möglich sein. Läßt daher der Taucher, um dem Übel 
stand des Rückwärtsgehens zu entrinnen, auch das 
Rückengewicht fort, so daß nur die schweren Bleisohlen 
ihn am Grund festhalten, so kann er wiederum nicht 
gehen, denn wenn er auch einen Fuß hebt, er mag sich 
abmühen, wie er will, er gewinnt keinen Schritt, da 
sein Körper nicht nach vorn, aber auch nicht nach 
hinten fällt. Sein ganzes Arbeiten ist ein abwechselndes 
Heben und Senken der Beine, ohne von der Stelle 
zu kommen. 
Die ganze Belastung des Tauchers wiegt etwa 
40 kg, zieht ihn also rasch an den Grund. An seinem 
Anzuge ist eine Leine befestigt, die ein Gehilfe in den 
Händen behält und so weit anspannt, daß der Taucher 
sowohl eine Führung hat, als auch durch einen oder 
mehrere Rucke Signale geben kann. Die Leine dient 
schließlich zum Wiederemporziehen des Tauchers; sie ist, 
nach Art der Lotleine, von je 2 zu 2 na mit verschieden 
artigen Marken versehen, um leicht die Tiefe ablesen zu 
können. Die zur Zeit gültigen Signale sind: ein Zug 
Luft, drei Züge: zu viel Luft, vier Züge: holt mich herauf, fünf Züge: ich will mit dem 
Sprachrohr sprechen. Für die Bedienung dieses erst in späterer Zeit eingeführten Hilfs 
mittels ist ein Gehilfe angestellt, der gleichzeitig den Luftschlauch in Ordnung hält und 
ihn leitet, wenn der Taucher seinen Ort verändert, auch für richtigen Druck unter Be 
obachtung des am Luftschlauch befindlichen Manometers (Druckmessers) sorgt, so daß mit 
den zwei an der Pumpe arbeitenden Leuten drei Mann zur Bedienung eines modernen 
Tancherapparates erforderlich sind. Ter Ort des Tauchers wird stets deutlich erkannt durch 
eine Menge aufsteigender Luftbläschen. Der luftbringende Schlauch hat seinen Ansatz am 
Hinterteile des Helms; durch ihn tritt ein beständiger Luftstrom ein. Für den Wieder 
austritt muß gleichfalls gesorgt werden, hierfür findet sich an der Vorderseite ein Ventil, 
das der Taucher weiter und enger stellen kann. Die ausgeatmete Luft passiert eine Menge 
feiner Löcher; sowohl hierdurch als durch den Druck, den die Luft selbst nach außen übt, 
wird dem Eindringen von Wasser vorgebeugt. 
_ Derartige Taucher arbeiten gewöhnlich paarweise und abwechselnd, eine einzelne 
Tauchung dauert durchschnittlich eine halbe Stunde, auf sie folgt eine längere Ruhepause, 
so daß ein Taucher bei schönem Wetter etwa 7 bis 8 Fahrten in einem Tage macht. 
Außer diesem gewöhnlichen Apparat sind noch allerlei verwickeltere erdacht worden, 
durch welche der Taucher von der Oberwelt noch unabhängiger gemacht wird und gleich. 
559. Amerikanische Taucher 
ausrüstung. 
alles wohl, zwei Züge: mehr
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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