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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

53 
Der Stadtverkehr. 
Straßen von Paris und verdankte dem Bankier Lafitte sein Dasein. In London begann 
der Omnibusverkehr im Jahre 1829. 
Die Idee, das Eisenbahngeleis auch dem städtischen Verkehre dienstbar zu machen, 
war eine sehr glückliche und erfolgreiche, denn die Straßeneisenbahnen haben sich für 
die Entwickelung der Städte als von sehr großer Bedeutung erwiesen. Die erste Straßen 
eisenbahn in Deutschland kam in Berlin im Jahre 1865 am 22. Juni in Betrieb. Nur 
unter Aufwendung ganz außergewöhnlicher Mühe und nur durch eine große Beharrlichkeit 
war es dem dänischen Ingenieur Möller möglich gewesen, seinen Plan durchzusetzen. 
Nach Berlin erhielt Hamburg eine Pferdebahn (16. Aug. 1866), dann Stuttgart (29. Juli 
1868). Im Jahre 1872 folgten Dresden, Frankfurt a. M., Hannover und Leipzig. 
Die Ersetzung der Pferdebahnen durch solche mit mechanischem Antrieb (Dampf, 
Gas und neuerdings in immer zunehmenderem Umfange Elektrizität) bezeichnen weitere 
Etappen auf dem bedeutungsvollen Gebiete des städtischen Verkehrs, zu dessen Abwicke 
lung es in vielen Städten bereits erforderlich geworden ist, besondere Stadtbahnen 
anzulegen, deren mannigfache Formen in dem Abschnitte Eisenbahnen zur Vorführung 
gelangen. Die Ersetzung der Fuhrwerke durch Motorwagen befindet sich zwar an vielen 
Orten erst im Entwickelungsstadium, dürfte aber eines Tages eine ziemlich vollständige 
werden. Die zunehmende Bedeutung dieses Transportmittels läßt es gerechtfertigt 
erscheinen, auf dasselbe weiterhin zurückzukommen. 
Um die Bedeutung des städtischen Schuellverkehrs recht klar hervortreten zu lassen, 
mögen nachstehend einige besonders bemerkenswerte Zahlen gegeben werden. Während für 
New Pork diese Verkehrsziffer im Jahre 1871 rund 130 Millionen betrug, war sie im 
Jahre 1895 auf 469 Millionen gestiegen, so daß hier täglich durchschnittlich Istz Millionen 
Menschen befördert wurden. Das mächtige Anwachsen Berlins seit 1870 spiegelt sich 
auch in seinem Berkehrsleben wieder, und es ist von Interesse, einzelne Ziffern aus 
diesem anzuführen. 
Der Omnibusverkehr betrug: 
1877: 13000000, 1881: 97 000000, 1894: 36000000 Passagiere. 
Der Verkehr der Straßeneisenbahnen: 
1877: 27000000, 1881: 90000000 Passagiere. 
Im Jahre 1897 wurden mit den Pferdebahnen befördert: 
189 429 439 Passagiere. 
Im Jahre 1882 fand die Inbetriebnahme der Stadtbahn statt, deren Züge mit 
Lokomotiven betrieben werden. Die Verkehrsziffer betrug: 
1882: 9 347 850, 1890: 33 891 912, 1897: 87 746 914 Personen. 
Durch sämtliche Transportanlagen wurden 1897 bei einer Bevölkerung von 
1 753 834 Einwohnern 330 697 459 Passagiere befördert. 
In den orientalischen Städten beginnt die Straßeneisenbahn gleichfalls immer mehr 
einzudringen, wie es denn auch nur eine Frage der Zeit ist, daß selbst die chinesischen 
Städte von Geleisen durchzogen sein werden. Heute spielt in den letzteren Städten neben 
den sogenannten Männerkraftwagen, den Jinrickshaws, noch die einräderige Schub 
karre für den Personentransport eine Rolle. Der Männerkraftwagen besitzt zwei Räder 
und trägt seinen Namen davon, daß diese leichten Gefährte von einem Manne gezogen 
werden. Auf dem einräderigen Schubkarren nehmen die Fahrgäste, in Shanghai bei 
spielsweise vielfach chinesische Arbeiterinnen, beiderseits des Rades auf hier befindlichen 
Bänken Platz. 
-l- * 
* 
An dieser Stelle darf nicht vergessen werden, auch auf die große Bedeutung hin 
zuweisen, welche in verkehrlicher Beziehung die Post, der Telegraph und das 
Telephon besitzen, wie auch nicht verkannt werden kann, daß sich das Fahrrad zu 
einem Verkehrsmittel entwickelt hat, das bei einer Aufzählung der Transportmittel 
nicht übergangen werden darf.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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