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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

604 Schiffbau. 
wurde der Bau des Dampfers begonnen. Das Schiff, nach dem Wohnort Livingstons 
„Clermont" genannt, besaß eine Länge von 42,km, eine Breite von 14,6m, eine Raum 
tiefe von 2,25 m und einen Tiefgang von 0,s m. Die 20 pferdige Maschine hatte einen 
Cylinderdurchinesser von 0,Ki m und einen Hnb von 1,22 m. Die beiden an den Seiten 
angebrachten Schaufelräder hatten 4,6 m Durchmesser und machten 20 Umdrehungen pro 
Minute (Abb. 602). Am 17. August 1807 unternahm Fulton die erste größere Probe 
fahrt, und der „Clermont" blieb dann auf dem Hudson als Passagierboot dauernd in Be 
trieb. Fulton gebührt daher das Verdienst, das erste brauchbare und betriebfähige 
Dampfschiff gebaut zu haben, wenngleich er sich hierzu die Vorarbeiten von Watt, Miller 
und Symington zu nutze machte. Nach diesem Erfolg fanden die Dampfschiffe so rasche 
Verbreitung, daß in wenigen Jahren auf dem Mississippi, dem Ohio, dem Lorenzstrom 
und ihren Nebenflüssen Dampf 
schiffe fuhren und Handels 
beziehungen nach Gegenden 
brachten, wo bisher nur einzelne 
Ansiedler saßen. Fulton beschloß 
seine Laufbahn mit dem Bau 
einer schwimmenden Batterie, 
„Demologos", welche der Kon 
greß zum Schutze des Hafens 
von New Jork in Auftrag gab 
und welcher als erster Kriegs 
dampfer in der Geschichte der 
Dampfschiffahrt berühmt ge 
worden ist. Der „Demologos" 
war ein Doppelschiff mit einem 
zwischen beiden Schiffsgefäßen 
eingebauten Schaufelrad. Die 
Dampfmaschine war durch starke 
hölzerne Umwallungen geschützt, 
und das Schiff trug 30 Geschütze. 
Fulton starb vor Fertigstellung 
dieses Baues am 24. Febr. 1815. 
Schon im Jahre 1818 wurde 
alsdann die „Savannah" vom 
Stapel gelassen, welche als erstes 
Dampfschiff später den Ozean 
durchkreuzte. Es besaß bei einer 
Länge von 30,5 m, einer Breite 
von 7,s m und einem Tiefgang 
von 4,3 m eine Tragfähigkeit von 300 Tonnen. Die Seitenräder hatten einen Durch 
messer von 4,9 m. Die „Savannah" vollendete ihre erste Fahrt von Savannah nach 
Liverpool in 26 Tagen, wovon 18 Tage lang gedampft und die übrige Zeit ausschließlich 
gesegelt wurde. 
Gegenüber den amerikanischen Erfolgen konnte man in Europa und vor allem in 
England nicht gleichgültig bleiben. Im Jahre 1811 erbaute der schottische Mechaniker 
Henry Bell in Helensbnrg mit Unterstützung von John Robertson in Glasgow und John 
Thomson den „Komet", das erste Dampfboot der Alten Welt, welches im Jahre 1812 
seine ersten Fahrten auf der Clyde zwischen Glasgow und Greenock machte. Als Treib 
kraft dienten je zwei Schaufelräder auf jeder Schiffsseite hintereinander gelagert. Als 
der „Komet" bald durch schnellere Dampfbovte verdrängt wurde, dehnte er seine Fahrten 
bis nach den schottischen Hochlanden aus und scheiterte im Jahre 1821 an der schottischen 
Küste. In England war man mit Bezug auf die Einführung der Dampfschiffahrt etwas 
zurückhaltender, so daß es im Jahre 1820 erst 43 kleine Schlepp- und Personendampfer
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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