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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

609. Erikssons Schaufelrad. Nach Rühlmami. 
Schiffe geliefert hatte, so kam Brunel schon im Jahre 1851 auf den Gedanken, bei den 
stetig zunehmenden Handelsbeziehungen Englands mit Ostindien, durch Erbauung eines 
eisernen Riesenschiffes eine Verbindung zwischen diesen Ländern herstellen. Das Schiff 
sollte dementsprechend so groß werden, daß es imstande war, seinen ganzen Kohlenvorrat 
für diese Reise und zurück aufzunehmen. Ferner hielt man es für praktisch, die Schiffs 
länge ebenso groß zu wählen wie die Länge der größten Ozeanwelle, um die Stampf 
bewegungen des Schiffes nach Möglichkeit aufzuheben. Hiernach wählte Brunel folgende 
Hauptabmessungen. Länge zwischen den Perpendikeln 207,Din, größte Breite 25,15 m, 
Raumtiefe 17,7 m, Tiefgang 9,14 m, Deplacement 27 400 t (Abb. 615). Nachdem Brunel 
durch seine begeisterten Vorträge das Geld zum Bau des Riesenschiffes zusammengebracht 
hatte, wurde der Bau des „Great Eastern", eines der kühnsten Bauwerke des neunzehnten 
Jahrhunderts, ein gewaltiger Merkstein in der Entwickelung des Schiffbaues und der Dampf 
schiffahrt, im Jahre 1852 auf der Werft von Scott Ruffel in Millwall bei London be 
gonnen. Für die Konstruktion des Schiffsrnmpfes, tvelcher vollkommen aus Eisen gebaut 
wurde, nahm Brunel sich die im Jahre 1850 vollendete Britanniabrücke über die Menai- 
straße zum Vorbild, und nicht allein der Schiffsboden, sondern auch die Schiffsseiten bis 
zum Zwischendeck, sowie das Oberdeck auf die ganze Länge des Schiffes wurden nach 
dem Zellensystem ausgeführt (Abb. 616 u. 617). Das Zellensystem bestand aus 
der äußeren Schiffshaut und einem inneren Boden von je 19 mm dicken Platten, welche 
rund 900 mm voneinander entfernt waren und durch aus Platten und Winkeln gebildete 
Trägerkonstruktionen, die sogenannten Längsspanten, miteinander verstrebt und wasser- 
608 Eiserne Schiffe. 
bestand anfänglich aus vier unter 45° geneigt liegenden Cylindern, von denen je zwei auf 
eine Kurbel wirkten. Von der Kurbelwelle wurde die Bewegung auf die Schranbenwelle 
mit einer Übersetzung von 1:3 durch Ketten übertragen. Die Geschwindigkeit betrug im 
Mittel 9% Seemeilen pro Stunde. Das Schiff begann im Herbst 1844 seine Fahrten, 
und schon bei seiner vierten Reise strandete es an der Küste von Irland und brachte 
infolgedessen die „Great Western Steamship Compagny" zur Auflösung. Obwohl das 
Schiff elf Monate den Wellen preisgegeben war, erwies sich sein eiserner Schiffsrumpf 
nach dem Abbringen des Schiffes noch so brauchbar, daß der „Great Britain" nach 
gründlicher Ausbesserung und Ausstattung mit einer Pennschen oscillierenden Maschine 
(Abb. 613), wobei die Kettentransmission durch kräftige Stirnräder ersetzt wurde und neue 
Kofferkessel mit einer Atmosphäre Arbeitsdruck eingebaut wurden, von einer Liverpooler 
Rhederei für Reisen nach Australien in Fahrt gestellt wurde. Abb. 614 zeigt den „Great 
Britain" auf seiner ersten Ausreise nach Australien. Im Jahre 1873 wurde das Schiff 
in ein Segelschiff umgewandelt und strandete dann zum zweitenmal im Jahre 1886 an 
den Falklandsinseln. Nach dem Abbringen wurde der Schiffsrumpf als Hulk aufgebraucht. 
Da der „Great Britain" durch die erste Strandung einen glänzenden Beweis von 
der großen Widerstandsfähigkeit und Brauchbarkeit des Eisens als Baumaterial der
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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