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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

634 
Grundlagen des Schiffbaues. 
daß Schiffe mit größerer Leckstelle infolge Kollisionen u. s. w. vor dem Sinken erst kentern, 
erscheint hiernach vollkommen erklärlich. Um dieser Gefahr vorzubeugen, ist es daher 
nur nötig, das Überschießen von Wasser bezw. der Ladung querschiffs zu verhindern. 
Auf Handelsschiffen baut man zu diesem Zweck für Getreide und ähnliche bewegliche 
Ladungen hölzerne Längsschotte ein, wodurch die Verschiebung der Ladung erheblich ver 
ringert wird; bei flüssiger Ladung, wie bei den Petroleumtaukdampfern, werden wasser 
dichte stählerne Längsschotte vorgesehen. Bei Kriegsschiffen, bei denen die Gefahr der 
Überflutung infolge des Rammstoßes oder durch die Wirkung des Torpedos leicht zu er 
warten steht, ist man bestrebt, die Einteilung des Schiffes in wasserdichte Abteilungen 
und Zellen durch entsprechende Quer- und Längsschotte derart zu vermehren, daß durch 
die freie Bewegung des Flutwassers die Stabilität des Schiffes nicht übermäßig ge 
fährdet wird. 
Ter Verlust an Stabilität tritt jedoch nicht allein durch Leckagen unterhalb der 
Wasserlinie und entsprechendes Überfluten des Schiffsinneren ein, er kann auch ein erheb 
liches Maß erreichen, wenn beim Zerstören der Bordwand in der Wasserlinie durch 
Kollisionen oder bei Kriegsschiffen durch die feindlichen Geschosse ein Teil des Schiffs 
inneren überflutet wird, so daß die Schwimmebene in ihrer ganzen Ausdehnung nicht 
mehr intakt bleibt. Es kann also dann nur derjenige Teil der Schwimmebene für die 
Stabilität in Frage kommen, welcher nicht überflutet ist, 
und das Trägheitsmoment der intakten Schwimmebene und 
hiermit auch der Wert von 6 N wird sich entsprechend 
verkleinern. Anderseits wird durch die Überflutung und 
die Tiefertauchung des Schiffes das Deplacement ver 
größert, und auch hierdurch wird sich der Wert von 0 M 
verringern. Als ein Beispiel möge das englische Panzer 
schiff „Inflexible" angeführt werden, dessen Panzergürtel 
in der Wasserlinie sich nur auf etwa 1 / s der Schiffslänge 
mittschiffs erstreckt, während die Schiffsenden in der Wasser 
linie ungeschützt sind und nur unterhalb der Wasserlinie 
zum Schutz der unteren Räume des Schiffes ein starkes 
Panzerdeck tragen. Für den Fall, daß die Seitenwände 
648. der ungeschützten Schiffsenden durchschossen sind, so daß 
die letzteren bis zu den Panzerdecks überflutet werden, wird 
sich die metazentrische Höhe MG- von 2,5 m auf 0,6 m verringern, ein Beweis, wie 
wichtig der Schutz der Wasserlinie durch einen Panzergürtel für die Sicherung der 
Stabilität ist. Man ist daher bestrebt, die Wasserlinie möglichst auf die ganze Länge 
des Schiffes zu panzern und die ungeschützten Teile, in den meisten Fällen das Achter 
schiff, neben einem Unterwasserpanzerdeck an der Bordwand mit einem Kork- oder Cellu 
losedamm zu umgeben, welcher einerseits das Eindringen von Wasser durch das Schuß 
loch infolge des Quellens des Korkes bezw. der Cellulose möglichst einschränkt, ander 
seits jedoch bei eingetretenem Überfluten der Räume über dem Panzerdeck gewisser 
maßen als Schwimmgürtel dient und dahin wirken soll, das Trägheitsmoment der 
Schwimmebene durch die Erhaltung des Korkgürtels in dem überfluteten Teil nicht 
ganz zu beseitigen. 
Ein weiterer Fall der Verminderung der Stabilität tritt ein, wenn das Schiff mit 
seinem Kiel auf Grund gerät. Während bei einem schwimmenden Schiff dem Meta 
zentrum gleichsam die Rolle eines Aufhängepunktes zufällt, so daß stabiles Gleichgewicht 
vorhanden ist, wenn der Schtverpunkt des Schiffes unter dem Metazentrum liegt, wird bei 
einem ganz auf dem Kiel ruhenden Schiffe, also wenn es im Dock trocken gestellt ist, dieser 
Aufhänge- bezw. Unterstützungspunkt an die Ünterkante des Kiels verlegt. Es muß daher 
ein labiles Gleichgewicht eintreten, da alsdann der in seiner Lage verbleibende Schiffs 
schwerpunkt erheblich über dem Ünterstützungspunkt liegt. Ist das Schiff auf Grund 
geraten, so kommt als Druck auf den Kiel nicht das ganze Schiffsgewicht, sondern die 
Differenz zwischen diesem und dem verbleibenden Auftrieb in Frage und kann derselbe
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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