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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

655 
Holzschiffbau: Außenhautbeplankung. 
Plankengänge ans diese Weise eine tiefere Dichtungsnaht und vergrößert dementsprechend 
die Reibungsfläche in den Plankennähten zur Übertragung der Schubspannung. Auch 
bieten die starken Berghölzer eine größere Sicherheit bei lokalen Beanspruchungen von 
außen durch Eisschollen, Wrackstücke und dergl. Ferner werden die Schergangsplanken, 
welche die Außenhaut am Oberdeck abschließen, stärker gewählt, um den dort auftreten 
den Zugspannungen zu begegnen; dieselben müssen daher auch vollkommen astfrei sein. 
Die Zahl der Plankengänge richtet sich nach dem Umfang des Hauptspantes und 
der Plankenbreite, welche 360 min selten überschreitet. Da die Spantumfänge nach den 
Schiffsenden kleiner werden, so läßt man nicht alle Plankengänge bis zu den Steven 
durchlaufen, da sie sonst zu schmal ausfallen würden. Einzelne Gänge hören daher vorher 
auf, sie heißen verlorene Gänge, und die beiden benachbarten Gänge werden entsprechend 
verbreitert. Besondere Sorgfalt ist auf ein gutes Verschießen der Stöße zu legen, und 
dieselben sind stets auf einem Spant anzuordnen, damit die Plankenenden solide befestigt 
werden können; die Plankennähte öffnen sich durch die meist konvexe Spantkurve nach 
außen, so daß das Einbringen der Dichtung bequem erfolgen kann. Enge Nähte müssen 
mit Hilfe des Klameieisens, eines stählernen Keils mit Stiel, aufgetrieben werden. Die 
Dichtung oder Kalfaterung der Nähte zum wasserdichten Abschluß der Außenhaut erfolgt 
durch Werg und Pech. Das Werg wird aus geteertem Tauwerk durch Aufdrehen der 
einzelnen Garnfäden gepflückt und vom Kalfaterer in einen „Draht" gedreht. Je nach 
der Dicke der Außenhautplanken werden zwei bis vier Drähte in die Nähte mittels des 
Dichteisens mit dem Kalfat- oder Dichthammer nacheinander eingetrieben, und hierbei ist 
darauf zu achten, daß alle Planken gleichmäßige Pressungen erhalten. Der letzte ein 
geschlagene Draht wird mittels eines Teerqnastes mit heißem Teerpech bestrichen, so daß 
er die Rille der Naht ausfüllt. Die Dauer einer guten Kalfaterung beträgt höchstens fünf 
Jahre, in der Regel kalfatert man das Schiff aller drei bis vier Jahre, wobei das ver 
faulte Werg aus den Nähten zunächst entfernt werden muß. 
Die Wegerungsplanken werden nicht durch Werg und Pech abgedichtet; sie schließen 
den Schiffsraum zur Aufnahme der Ladung u. s. w. gegen die Spanthölzer ab und dienen 
zugleich als Längsverband. Im Raum tragen sie ferner zur Verstärkung der Stöße 
zwischen den Bodenwrangen und Aufsitzern — Stoßweger — sowie zur Versteifung der 
Kimm — Kimmweger — bei. In Höhe der Decks werden sie besonders stark gehalten zur 
Auflagerung der Balken und Verbindung derselben mit den Spanthölzern — Balkweger. — 
Die Befestigung der Wegerungsplanken erfolgt teilweise auf den Spanten allein mittels 
Stumpfbolzen, teilweise mit den Spanten und den Außenhautplanken zusammen durch 
Durchbolzen, welche von außen geschlagen und innen verklinkt werden. 
Der Querverband des Schiffes wird durch die Decksbalken hergestellt, welche zugleich 
den Zweck haben, die einzelnen Decks mit Hilfe der Decksplanken zu bilden zur Lagerung 
von Gütern, Geschützen u. s. w. und zur Aufnahme der Wohnräume für Passagiere und 
Mannschaften. Die Stärke und die Zahl der Decksbalken hängt daher ab von der voraus 
sichtlichen Belastung des Decks und der Breite des Schiffes. Die oberen Decks erhalten 
zum besseren Wasserabfluß querschiffs nach oben eine leichte Krümmung — Decks- oder 
Balkenbucht — die Raumbalkeu sind meist gerade; längsschiffs sind die Balken auf den 
Balkwegern nach dem Deckssprung gelagert. Die Balken haben rechteckigen Querschnitt 
und ruhen an den Enden auf den Balkwegern auf, mit denen sie durch Cylinderzapfeu 
und Bolzen verbunden werden. Mit der Wegerung und den Spanten werden sie mit 
Hilfe hölzerner oder eiserner Kniee derart verbolzt, daß ein Verziehen des Spantes qner- 
schiffs durch den Zug der Wanten des Mastes oder das Arbeiten des Schiffes in See 
möglichst verhindert wird. Bisweilen führt man die hängenden Arme der eisernen Kniee 
im Winkel von 45° geneigt auf die Kimmwegerung herunter und bildet sie auf diese 
Weise als Diagonalbänder ans. Auf den Enden der Decksbalken werden zur Verstrebung 
derselben untereinander, sowie zum Abschluß gegen die Spanthölzer die Leibhölzer und 
die Wassergangsplanken aufgelegt und mit denselben verbolzt. Auf dem Leibholz setzt 
sich dann der Setzweger auf und bildet den Übergang zur Seitenwegernng. Wo Öffnungen 
(Luken) im Deck angeordnet werden, werden längsschiffs laufende Balkenschlingen ein-
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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