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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

662 
Schiffbau. 
sind sie nach den Raaen, welche sie bewegen, benannt, z. B. Großmarsbrasse. Zum seit 
lichen Feststellen der Gaffeln dienen die Geerden, Taue, die an der Piek der Gaffel be 
festigt sind. Die Gaffeln werden durch sogenannte Fallen an ihrer Stelle gehalten, die 
Klaue durch das Klaufall, welches nach der Hinterkante des Marses und von dort an 
Deck geleitet ist, die Piek durch das Piekfall; es reicht von der Piek über einen oder 
mehrere Blöcke am Top des Mastes an Deck. Zum Heißen oder Fieren der Raaen dient 
eine Kette oder ein Tau in Verbindung mit einer Talje, das sogenannte Drehreep, 
während die Stengen entsprechend durch das Stengewindreep geheißt und gefiert werden. 
Drehreep und Windrecp laufen meist über einen am Mast bezw. der Stenge aufgehängten 
Block und durch eine in der Stenge in einem Scheibgatt gelagerte Scheibe. 
Der größte Teil der Segel wird an zwei Rundhölzern, an zwei Raaen oder an 
der Gaffel und dem Baum ausgespannt, und zwar ist das Oberliek der Segel stets an der 
oberen Raa bezw. der Gaffel angereiht. Das Unterliek wird durch die Schote und den 
Hals ausgespannt. Die Schote, ein Tau oder eine Talje, sitzt bei Schratsegeln an dem 
hinteren, unteren, bei Raasegeln an demjenigen Schothorn, welches bei angebraßter Raa 
nach hinten weist. Der Hals ist bei Schratsegeln an dem vorderen, unteren Halslegel, 
bei den Raasegeln an dem unteren, vorderen Brillenlegel bei angebraßter Raa befestigt. 
Die Bulienen nebst Spruten dienen dazu, das Luvliek eines Untersegels beim Amwinde 
segeln nach vorn zu spannen. Die Geitaue oder Dempgordings dienen zum Aufholen der 
Gaffelsegel an den Mast, die Bauch- oder Nockgordings zum Aufholen des Fußlieks bezw. 
des stehenden oder Seitenlieks von Raasegeln an die obere Raa, so daß die Segel 
gardinenartig herunterhängen. Die Refftalje erleichtert das Reffen, d. h. das Verkleinern 
der Segel und wird mittels derselben der Refftakellegel nach der Raanock gespannt. Zum 
Beschlagen der gerefften Segel dienen dünne Taue, die Beschlag- oder Reffzeisinge. Sind 
die Gaffelsegel an der Gaffel nicht fest angereiht, so wird das Piekohr des Segels durch 
den Einholer bezw. Ausholer längs der Gaffel an den Mast gezogen bezw. nach der 
Gaffelnock ausgeholt. Die Stagsegel haben zum Auf- und Niederziehen ein Fall bezw. 
einen Niederholer. Die übrigen Teile des laufenden Guts bestehen aus Tauen — 
Läufern — welche in Verbindung mit Blöcken als Flaschenzüge — Taljen, Giens, 
Take! — zu den verschiedensten Arbeitsleistungen verwendet werden. Die Blöcke bestehen 
aus einem hölzernen bezw. eisernen flachen Gehäuse, in welchem in einer oder mehreren 
Öffnungen — Scheibgatten — Rollen mit Hohlkehlung aus Pockholz, Eisen oder Bronze 
mittels Bolzen gelagert sind. Zum Befestigen des Blockgehäuses enthält es einen Stropp 
oder einen eisernen Beschlag. Nach der Zahl der Scheiben unterscheidet man ein- bis 
vierscheibige Blöcke, nach der Form der Gehäuse, Klump-, Leit-, Puppen-, Violin-, 
Schulter- und Kinnbackblöcke. Erfolgt die Befestigung des Blocks mittels Haken, so nennt 
man ihn einen Hakenblock, wird derselbe mit einem kurzen Steert angeschlagen, so heißt 
er Steert- oder Schwanzblock. Hakenblöcke mit Wirbelhaken nennt man Wirbelblöcke. 
Das durch Blöcke geschorene Tauende heißt allgemein Läufer. Die Taljen, Takel und 
Giens werden zum Einsetzen und Herausnehmen der Masten, Mastgien, zum Heben von 
Lasten, wie Geschütze, Boote, Anker, Ladung, sowie zum Bedienen der Takelage, Stag-, 
Nock-, Ladetakel u. s. w. in verschiedenster Weise verwendet. 
Sind die Masten sowie das Bugspriet eingesetzt, die Stengen, Raaen und Gaffeln 
aufgebracht, der Klüverbaum ausgeschoben, ist das stehende Gut aufgelegt und angesetzt, 
das laufende Gut eingeschoren, so ist das Schiff auf- oder zugetakelt. Es sind dann nur 
noch die Segel anzuschlagen — unterzubinden, um das Schiff nach Beendigung der Aus 
rüstung mit Proviant, Ladung u. s. w. seefertig zu machen. Sind die Segel abgeschlagen, 
laufendes Gut ausgeschoren, Klüverbaum eingeholt, Raaen an Deck gelegt und die Stengen 
gestrichen oder heruntergenommen, stehendes Gut abgenommen, so ist das Schiff abgetakelt. 
Die Ausrüstung des Schiffes besteht nun in dem gesamten Inventar, wie Anker 
nebst Ketten, Tauwerk, Boote, nautische Instrumente und Flaggen, Segel, Persenninge 
sowie die Utensilien für Wohn- und Mannschaftsräume, ferner die Lebensmittel an Brot, 
Fleisch und Trockenproviant sowie Trinkwasser und für Dampfschiffe Kohlen und Schmier 
materialien u. s. w.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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