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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

673 
Eisen- und Stahlschiffbau: Kiel und Spanten. 
unterscheidet man die Bauweise nach dem Längsspanten- oder Querspantensystem. 
Das letztere lehnt sich am meisten an den Holzschiffbau an und ist die ältere Bauweise. Sie 
findet noch heute für den Bau von Handelsschiffen die weiteste Verbreitung, während das 
Längsspantensystem, welches zuerst beim „Great Eastern" in weitestgehendem Maße zur 
Verwendung gekommen ist, vorzugsweise im Kriegsschiffbau Eingang gefunden hat. 
Bei dem Querspantensysteme bilden die Querspanten den Hauptverbandteil. Sie 
bestehen aus dem äußeren Spantwinkel, welcher zur Befestigung der Außenhaut dient, 
sowie dem inneren Spantwinkel oder Gekehrtspant, welche im oberen Teile direkt, im 
Boden durch Zwischenschaltung eines Trägerbleches, der sogenannten Bodenwrange, mit 
einander vernietet werden. An Stelle der aus Außen- und Jnnenspantwinkeln zusammen 
gebauten Querspanten verwendet man auch gewalzte Profilstahle von ~l_ oder IZ Quer 
schnitt, und werden dieselben am unteren Ende zur Zwischenschaltung der Bodenwrange 
aufgeschnitten und auseinander gebogen. Die Querspanten werden aus möglichst langen 
Winkelstangen zusammengebaut: die Außen- 
spauten reichen meist in einer Länge vom 
Kiel bis zum Oberdeck, während die Jnnen- 
spanten über den Kiel ununterbrochen durch 
laufen und abwechselnd in der Kimm oder 
oberhalb derselben gestoßen werden. Die 
Bodenwrangenbleche werden bei kleineren 
Schiffen aus einem Blech geschnitten, bei 
größeren stoßen sie an der Mittelkielplatte 
ab, oder sie erhalten abwechselnd zur Seite 
desselben einen Stoß. 
Den Abschluß des Spantrahmens nach 
oben bildet nun der Decksbalken, welcher 
überdies den Querverband vervollständigt. 
Derselbe wird aus Winkeleisen oder Bulb 
stahl J bezw. I- oder Stahl nach der 
Decksbucht kalt gebogen und mit den Quer 
spanten durch angeschweißte Kniee oder drei 
eckige Stützbleche vernietet. Je nach der 
Höhe des Schiffsrumpfes verteilen sich die 
Balkenlagen auf verschiedene Decks, und 
dieselben werden meist mit Holz- oder Eisen 
belag zum Stauen von Ladungen u. s. w. 
versehen. Bei den Handelsschiffen, bei wel 
chen die Querspanten verhältnismäßig in enger Entfernung voneinander aufgestellt 
tverden, 500 bis 700 mm, wird im allgemeinen nur jedes zweite Querspant mit einem 
Balken versehen. Bei den mit vollkommener eiserner Beplattung versehenen Decks erhält 
jedoch jedes Spant einen Balken von entsprechend schwächerem Profil. 
Die einzelnen Teile der Querspanten wie Außen- und Jnnenspanten, Bodenwrangen 
und eventuell Decksbalken werden meist zu ebener Erde zusammengelegt und mit der Hand 
oder hydraulisch vernietet. Das Nieten erfolgt meist am Kopfe der Helling, und dann 
werden die einzelnen Spantrahmen, vom Hintersteven beginnend, ähnlich dem Holzschiffbau, 
in der vorgeschriebenen Entfernung voneinander auf dem Balkenkiel bezw. der horizontalen 
Kielplatte aufgerichtet. Diese Arbeitsweise ist zuerst in Schottland an der Clyde und im 
Norden Englands an der Tyne eingeführt worden. Sind die so gerichteten Spanten durch 
Stützen und Sentlatten festgesetzt, so kann auf der ganzen Schiffslänge mit dem Einbau 
der Längsträger innen, der Außenhautbeplattnng außen vorgegangen werden. 
Die Längsträger bestehen in der Hauptsache aus der Kielverbindung und den Seiten- 
und Kimmkielschweinen, sowie aus den Decksstringern der einzelnen Decks. Als Kiel 
verbindung verwendet man entweder den massiven oder einen aus der vertikalen Mittel 
kielplatte und zwei seitlichen Flacheisen zusammengenieteten Balkenkiel, an welchem die 
IX 85
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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