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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

682 
Schiffbau. 
Decks, so nennt man sie Zwei- bezw. Dreideckschiffe. Wird das Oberdeck mit einem leichten 
Aufbau über die ganze Schiffslänge versehen, so entsteht das Hurricane- oder Awningdeck- 
schiff sowie das Spardeckschiff. Das Quarterdeck verdankt seine Entstehung dem Um 
stande, daß durch die Wohnräume sowie den Wellentunnel der Hintere Laderaum im Ver 
hältnis zum vorderen zu klein wurde. Man fügte daher zur Unterbringung der Besatzung 
mittschiffs ein Brückendeck und vorn eine Back hinzu, und so entstand für Dampfer 
mittlerer Größe ein sehr brauchbarer Typ mit Bezug auf die Ladefähigkeit des Schiffes. 
Mit Bezug auf die Verbandstärke zeigten diese Schiffe jedoch erhebliche Mängel, ebenso 
erwies sich die zwischen Back und Brückendeck befindliche Einsenkung bei Übernahme von 
Seen als sehr gefährlich. Wird das Hinterschiff um eine volle Deckshöhe höher gebaut, 
wie das Oberdeck, so nennt man diesen Aufbau Poop oder Kampagne. 
Ist der Schiffsrumpf mit seinen bisher besprochenen Verbandteilen auf der Helling 
zusammengebaut und vernietet und sind alle auf Wasserdichtigkeit gearbeiteten Bauteile 
sorgfältig verstemmt, so kann das Schiff seinem Element übergeben werden, d. h. es 
kann der Ablauf vorbereitet 
werden. Während der Stapel 
lauf der Holzschiffe bei dem 
verhältnismäßig geringen Ge 
wicht des Schiffskörpers mit 
ziemlich primitiven Mitteln er 
folgen konnte, hat sich das 
Ablaufsgewicht für die stäh 
lernen Schiffe, im besonde 
ren für die transatlantischen 
Schnelldampfer und Panzer 
schiffe im Laufe der Zeit der 
art gesteigert — die „Oceanic" 
besaß ein Ablaufsgewicht von 
10 700 Tonnen ■— daß kost 
spielige und wohldurchdachte 
Einrichtungen getroffen wer- 
Der Stapellanf größerer 
Schiffe erfolgt meist auf zwei 
Ablaufsbahnen, welche parallel zum Kiel des Schiffes in einer Entfernung von 3—4 m 
von demselben auf der Helling verlegt werden. Auf diesen Bahnen, welche am Tage 
vor dem Ablauf mit Seife und Talg geschmiert werden, wird je ein ans starken Balken 
zusammengebauter Läufer gelagert, welcher der Höhe nach aus zwei Teilen besteht. Die 
obere Hälfte wird am Morgen des Ablaufs durch Keile gleichmäßig derart unter dem 
Boden des Schiffes aufgctrieben, daß das Schiff sich von den Kielstapeln abhebt und 
allein auf den beiden Läufern zu ruhen kommt. Die Läufer sind miteinander durch 
Taue, Ketten oder Bandeisen stark verbunden und bilden zusammen den sogenannten 
Ablaufsschlitten, welcher durch Taue oder Stahltrossen derart mit dem Schiffsrumpf ver 
bunden ist, daß er sich mit demselben ins Wasser bewegen muß. Da nun nach dem 
Aufkeilen des Schlittens die Gefahr besteht, daß das Schiff mit dem Schlitten frühzeitig 
ins Wasser gleitet, so müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, um den Schlitten 
auf der geneigten Bahn festzuhalten und ihn im gegebenen Zeitpunkt, d. h. nach Voll 
ziehung der Taufe, freizugeben. Früher verwendete man hierzu sogenannte Wippen, 
hölzerne Streben, welche die Läufer gegen den Boden der Helling abstützten und im 
gegebenen Moment weggeschlagen wurden. Neuerdings kuppelt man die Läufer an 
eine am Kopf der Helling quer gelagerte Daumenwelle, welche durch Festhalten eines 
auf derselben aufgekeilten Armes gegen Drehung gesichert ist. Wird der Arm frei ge-
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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