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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

684 Eisen- und Stahlschiffban: Hilfsmaschinen. 
neben dem Dampfbetrieb auch auf elektrischen und hydraulischen Antrieb der Hilfs 
maschinen übergegangen. 
Von besonderer Bedeutung ist derDampfsteuerapparat geworden zur Bethätigung 
des Ruders. Abgesehen davon, daß durch das schnellere Legen des Ruders die Manövrier 
fähigkeit des Schiffes erheblich gesteigert wird, indem der Drehkreis ein kleinerer wird und 
die Zeit zum Durchlaufen desselben sich verkürzt, so ermöglicht der Dampfsteuerapparat 
es, daß selbst bei den größten Schiffen ein Mann allein im stände ist, das Ruder bei 
voller Fahrt des Schiffes, d. h. also bei den großen Schnelldampfern und Kriegsschiffen 
bei 18 bis 20 Knoten Geschwindigkeit, von hart Bord nach hart Bord in etwa 20 bis 
30 Sekunden zu legen. Für den Handbetrieb sind hierzu etwa 12 bis 16 Mann er 
forderlich, welche das Ruder nur mit äußerster Kraftanstrengung denselben Weg in etwa 
2 bis 3 Minuten bewegen können. Die Dampfsteuermaschine wird meist im Hinterschiff 
in der Nähe der Ruderpinne oder des Ruderjochs, bei Kriegsschiffen möglichst geschützt 
hinter Panzerschutz, aufgestellt, und dieselbe wirkt mittels Ketten, Schrauben- oder Räder 
getriebe ans die Ruderspindel bezw. die Pinne ein. Das Konstrnktionsprinzip der Dampf 
steuerapparate besteht darin, daß die Handhabung derselben mittels Steuerrades in der 
selben Weise wie beim Stenern mittels Handkraft erfolgt. Die Steuerung des Dampf 
steuerapparates ist dementsprechend so eingerichtet, daß sie der Maschine nur so lange 
Dampf zuführt, als das Handrad gedreht wird, und daß die Maschine verschieden um 
läuft, je nachdem das Handrad rechts oder links herumgedreht wird. Um dem Steuer 
mann Aufschluß über die jeweilige Ruderlage zu geben, ist mit dem Handrad stets ein 
Axiometer verbunden. Außerdem ist eine Hemmvorrichtung vorhanden, welche die Dampf 
maschine zum Stillstand bringt, sobald das Ruder die Hartbordlage erreicht hat. Das Hand 
rad steht meist auf der Kommandobrücke oder in einem besonderen Steuerhaus auf derselben, 
und von hier geht zum Dampfsteuerapparat eine besondere Wellenleitung zur Bethätigung 
des Schiebers der Maschine. Bei sehr großen Übertragungsentfernungen wird es meist er 
forderlich, um die Kraft zum Drehen des Handrades und der mit demselben verbundenen 
Wellenleitung gering zu erhalten, eine besondere Zwischenmaschine einzuschalten, welche 
vom Handrad in Betrieb gesetzt wird und welche alsdann die Wellenleitung zur Bewegung 
des Schiebers des Dampfsteuerapparats dreht. Auch hat sich die Bethätigung des Schiebers 
des Dampfsteuerapparates durch hydraulische Kraftübertragung — Telemotor von Brown — 
gut bewährt. Bei kleineren Dampfern wird der Cteuerapparat an der Kvmmandostelle 
aufgestellt und die Bewegung zur Ruderpinne durch Ketten und Stangen übermittelt. 
Auch zum Lichten der Anker, deren Gewicht ohne Kette bis zu 6000 bis 7000 kg 
sich steigert, verwendet man allgemein Dampfmaschinen mit Schneckenradgetriebe, da der 
Handbetrieb eine zu große Mannschaft und zu viel Zeit erfordert.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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