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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

706 Schiffbau: Schiffsmaschinen. 
See für Postdampfer auf kurze Strecken verwendet, da die Räder an Wirksamkeit verlieren, 
wenn sie in bewegter See verschieden eintauchen und bei längeren Reisen die Eintauchung 
der Schaufeln nach Verbrauch der Kohlen geringer wird. Man unterscheidet Räder 
mit festen und solche mit beweglichen Schaufeln. Erstere verwendet man vorzugsweise 
für Schlepper. Ihr Nutzeffekt ist wegen der flachen Ein- und Austauchnng der Schaufeln 
und der hierdurch auftretenden Erschütterungen gering. Für Paffagierdampfer bevorzugt 
man daher Räder mit beweglichen Schaufeln, welche an den Radarmen drehbar gelagert 
sind und durch Lenkstangen, welche an einer zur Radwelle exzentrisch gelagerten Scheibe 
befestigt sind, derart gestellt werden, daß sie während des Durchziehens durch das Wasser 
eine steilere Lage annehmen. Je nach der Richtung der Schaufeln beim Wasserein- und 
-anstritt entstanden die Räder von Buchanan, Oldham und Morgan. 
Die Schiffsschraube ist zur Zeit der wirksamste Propeller zum Treiben der 
Schiffe, da der von derselben nach hinten geworfene Wafferstrom den größten Quer 
schnitt besitzt und die Umdrehungsgeschwindigkeit der Schraube leicht gesteigert werden 
kann. Während die Umdrehungszahl der Schaufelräder nicht über 50 gesteigert werden 
kann, sind Umdrehungen der Schraube von 
100 bis 300 nicht selten. Die Schiffs 
schraube ist gewissermaßen eine Druckschraube, 
welche durch den Druck, den die Hintere 
oder Druckfläche gegen das umgebende Wasser 
ausübt, das Schiff nach vorn treibt. An 
fänglich bestand die Schraube aus einem 
Blatt, welches die Länge eines Schrauben 
ganges von großer Steigung hatte. Da 
jedoch der Raum im Hinterschiff zur Unter 
bringung der Schraube beschränkt ist, so 
mußte man, um die nötige Druckfläche zu 
, vfr/r ,'->¡1// | erhalten, den Schraubengang mehrgängig 
machen, um sich mit einem Bruchteil des 
^ Ganges begnügen zu können. Es entstanden 
so die zwei- und mehrflügeligen Schrauben, 
t, Man ging mit der Zahl der Flügel bis zu 
727. Schrauürnproprllrr. sechs, doch ist man zur Zeit bei drei und 
a Seitenansicht, b Hinteransicht. vier Flügeln geblieben, da mehrflügelige 
Schrauben größere Reibungs- und Verdrängungsarbeit beanspruchen. Die Wirksamkeit 
der Schraube ist von den verschiedensten Umständen, der Schiffsform, der Maschinen 
leistung und der Schraubenform abhängig, und daher lassen sich bestimmte Regeln zur 
Bestimmung der Schraubenelemente nicht feststellen. Die Zahl der Schraubenformen 
ist eine sehr große, doch haben sich nur wenige in der Praxis eingebürgert. Sie unter 
scheiden sich in der Hauptsache nach der Gestalt der Erzeugungslinie, d. h. derjenigen 
Seite der Querschnittsfigur des Schranbenganges, welche die Druckfläche erzeugt. Die 
gebräuchlichsten Schranbenformen zeigen die gewöhnliche Schraube, die Griffithschraube, 
die Thornycroftschraube und die Hirschschraube. 
Die Schrauben werden aus Gußeisen, Bronze oder geschmiedetem Stahl gefertigt. 
Die kleinen Schrauben werden aus einem Stück gegossen, die größeren bestehen aus 
der Schraubennabe, auf welcher die einzelnen Schraubenflügel mittels Schrauben 
und Keile befestigt werden. Für Kreuzer der Kriegsmarine, welche längere Strecken 
unter Segel zurücklegen sollen, pflegt man eine zweiflügelige Schraube in einem Hebe 
rahmen zu lagern, um sie beim Segeln in den Schraubenbrunnen zu heben und so 
dem störenden Einfluß des Wassers zu entziehen. Man verwendet auch in diesem 
Falle die Bevisschraube, deren Schraubenflügel mittels einer in der hohlen Schaftwelle 
gelagerten Stange derart gedreht werden können, daß die beiden Schraubenflügel fast 
parallel zur Längsschiffsebene stehen und dementsprechend einen geringen Wasserwider 
stand verursachen.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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