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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

708 
Schiffbau. 
Marine-Artillerie. 
Die Verwendung von Geschützen an Bord der Kriegsschiffe reicht bis in den Anfang 
des 14. Jahrhunderts zurück. Man verwendete glatte Geschützrohre, welche teilweise ans 
Bronze, teilweise aus Gußeisen gefertigt waren und welche Steiukngeln oder gußeiserne 
Vollkugeln schleuderten. Anfänglich zeigte sich das Bestreben, das Kaliber der Rohre 
groß zu wählen, um möglichst schwere Kugeln schleudern zu können, und man steigerte 
die Vollkugeln bis zu einem Getvicht von 800 Pfund. Später ging man zu kleineren 
Kalibern über und suchte die Handhabung des Geschützes zu erleichtern und die Genauigkeit 
des Zielens sowie die Schußweite zu vergrößern, und so kam man gegen Ende des 
18. Jahrhunderts zu Geschützen, welche Kugeln von je 18, 24, 32 und 42 Pfund Gewicht 
auf etwa 2000 Schritt schossen. Die „Victory", das berühmte englische Linienschiff und 
Flaggschiff Nelsons, führte eine Geschützarmierung von dreißig 42-Pfündern und 
32-Pfündern, dreißig 24-Pfündern, vierzig 12-Pfündern sowie zwei 68-Pfündigen Karro- 
naden. Diese große 
Anzahl von Geschützen 
fand ans den Linien 
schiffen auf den ein 
zelnen Decks in der 
Breitseite Aufstellung. 
Die Rohre waren auf 
hölzernen Lafetten 
oder Raperten ge 
lagert, welche aus 
zwei starken eichenen 
Bohlen bestanden, die 
vorn und hinten durch 
entsprechende Quer 
hölzer verbunden 
waren. Die Lafette 
wurde auf hölzernen, 
niedrigen Blockrädern 
729. Batterie eines iitteren Kriegsschiffes. bewegt. Das Rohr 
lagerte mit seinen 
Schildzapfen in entsprechenden Auskehlungen der Lafettenwände. Die Höhenrichtung der 
Geschütze erfolgte mittels Handspaken, mit welchen oas Bodenstück des Rohres, das stets 
mit Hintergewicht gelagert war, gehoben wurde, um hölzerne Richtkeile unterschieben 
zu können. Mit denselben Handspaken sowie unter Benutzung von Seitentaljen wurde 
die geringe Seitenrichtung des Geschützes, d. h. das Schtvenken der Lafette bewirkt. Der 
Rücklauf der Lafette beim Schuß wurde teilweise durch die Decksbucht, teilweise durch die 
Reibung der sehr starken Achsen der Blockräder gehemmt. Später trat das Brovktau 
hinzu, welches die Radlasette mit der Schiffswand verband und dessen Elastizität den 
Rückstoß milderte. Die Länge desselben wurde so bemessen, daß nach dem Rücklauf des 
Geschützes seine Mündung etwa 2 Fuß von der Bordwand abstand, um das Rohr von 
neuem laden zu können. Hierbei wurde die Lafette durch die Einholtalje festgehalten. 
Nach dem Laden mußte die Lafette durch die Ausrenntaljen dicht an die Bordwand ge 
zogen werden, um die Geschützmündung zur Geschützpsorte hinauszubringen. 
Die Bedienung dieser primitiven Lafetten, welche für die damaligen glatten Rohre 
mit geringer Ladung und mangelhafter Schußgenauigkeit auf tveitere Entfernungen 
genügten, erforderte jedoch eine zahlreiche Bedienungsmannschaft, welche sich z. B. für die 
82-Pfünder auf 14 Mann pro Geschütz belief. Da in der Regel in jedem Deck ans 
jeder Schiffsseite mindestens 15 Geschütze aufgestellt tvaren, so ergab sich für eine Bord 
seite eine Bedienungsmannschaft von 210 Mann für jedes Deck. Mußten die Geschütze
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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