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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

731 
Schiffspanzer. Torpcdowesen. 
sind, den Kampf mit den schwer armierten Panzerschiffen bei Verteidigung der Hafen 
einfahrten und Rheden aufzunehmen. Neben der Steigerung der Kaliber der Küsten 
geschütze trat auch die Notwendigkeit eines Panzerschutzes für dieselben in den Vordergrund. 
In einer Zeit, wo die Fabrikation der Panzerplatten »och wenig entwickelt und vorzugsweise 
auf England beschränkt war, trat in Deutschland Gruson mit seinem Hartgnßpanzer 
auf den Plan und errang mit demselben alsbald eine solche Bedeutung, daß neben 
Deutschland auch Belgien, Holland, Österreich und Italien Hartgußpanzerungen bei 
Gruson in Bestellung gaben, nachdem dieselben den härtesten Proben lviderstanden hatten. 
Bei den Schießversnchen in Spezzia im Jahre 1886 wurde eine Grusonsche Hartguß 
panzerplatte bon 88 000 kg Gewicht mit dem 1000 kg schweren Stahlgeschoß aus der 
Armstrongschen 43 oin-Kanvne auf 50 in Entfernung beschossen und hatte demnach eine 
lebendige Kraft des Geschosses von 14 700 Metertvnnen aufzunehmen. Die Platte hielt 
diese Gewaltprobe ans und lieferte damit den Beweis, daß der Hartgußpanzer für Küsten 
befestigungen den weitestgehenden Ansprüchen gewachsen war. Infolge dieser günstigen 
Resultate bestellte die italienische Regierung bei Gruson Panzerkuppeln für die Forts 
um Spezzia, tvelche mit je zwei 120 t Hinterladern von Krupp armiert wurden und für 
welche Armstrong die Lafetten und Unterbauten der Türme solvie die hydraulischen 
Betriebseinrichtungen zum Drehen des Turmes und zur Bedienung des Geschützes lieferte. 
Und so vereinigten sich drei der größten Fabriken von Kriegsmaterial, zwei deutsche und 
eine englische, zu diesem hervorragenden Bau. Der Querschnitt der Grnsonschen Hartgnß- 
panzerkuppeln ist von elliptischer Form, so daß die feindlichen Geschosse die Panzerfläche 
nur unter einem spitzen Winkel treffen könne». Die einzelnen Hartgnßplatten sind durch 
Falze, die mit Weißmetall ausgegossen sind, miteinander verbunden ohne Verwendung 
von Bolzen, und die Kuppel bildet demnach eine kompakte Masse, welche als Ganzes die 
lebendige Kraft des anftreffenden Geschosses aufnimmt und unwirksam macht. Da die 
Platten nach dem Guß an der Oberfläche nicht bearbeitet werden, so bildet die harte 
Kruste einen vorzüglichen Schutz gegen die anstreffenden Geschosse. 
Neben den Panzertürmen und Panzerbatterien der Küstenbefestigungen findet man 
neuerdings im besonderen die Schnellfeuerkanonen auch ans Verschwindelafetten montiert, 
welche hinter Erd- und Manerwällen aufgestellt sind. 
In neuerer Zeit finden zur Küstenverteidignng auch Mörser mit verbesserter 
Lafettenkonstrnktion Verwendung, und man verspricht sich bei der gesteigerten Treffwahr 
scheinlichkeit von dieser Waffe eine verheerende Wirkung für die schwach gepanzerten Teile 
des Schiffes wie Decks und Aufbauten. Derartige Mörser werden meist zu Batterien 
zu 4 und 5 Stück vereinigt und bilden für Hafeneinfahrten und engere Fahrwasserrinnen 
ein vorzügliches Verteidigungsinittel vor allem, wenn sie ans Anhöhen aufgestellt sind, so 
daß sie von den feindlichen Geschossen der Schiffe nicht erreicht werden können. 
Torpedo wesen. 
Während der Kampf zlvischen Geschütz und Panzer seit dem Krimkriege die Grund 
lage bildete für die Entwickelung der Kriegsmarinen und den Ausbau der neueren 
Schlachtschiffe, traten seit dem nordamerikanischen Bürgerkriege auch die Unterwasser 
waffen, wie Seeminen und Torpedos, mit in die Schranken und verursachten eine 
weitere Vervollkommnung des Kriegsschiffbaues und eine Umgestaltung der Seetaktik, zu 
mal auch die Seeschlacht von Lissa durch die verderbenbringende Wirkung des Ramm 
sporns die Folgen klar gelegt hatte, welche die Zerstörung der Außenhaut eines Schiffes 
unterhalb der Wasserlinie nach sich zieht. 
Der Gedanke, durch Explosionen von Sprengstoffen unter Wasser Löcher in den 
Schiffsrnmpf zu reißen und hierdurch feindliche Schiffe zum Sinken zu bringen, hatte 
schon im Mittelalter zu mannigfachen Erfindungen geführt. Den ersten schwimmenden 
Minen begegnen wir bei der Belagerung von Antwerpen (1585) und bei dem 1627 er 
folgten Angriff ans La Rochelle. Schon 1773 zeigte dann der Amerikaner Bushnel, 
welche Wirkungen sich durch die Sprengung von Petarden, welche unter Wasser mit
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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