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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

734 
Schiffbau. 
Ein freieres Spiel gewähren die sogenannten Bevbachtungsminen, deren Ent 
zündung vom Lande aus durch den elektrischen Strom erfolgt. Die Beobachtungsminen 
liegen meist so tief unter dem Wasserspiegel, daß sie die Bewegung der Schiffe nicht be 
hindern; sie erhalten dementsprechend eine stärkere Ladung — 250 Kg Schießbaumwolle 
gegenüber 40 kg bei den Kontaktminen. Die Zündstation am Lande muß derart auf 
einer Anhöhe erbaut sein, daß sie einen freien Überblick über den Hafen gewährt. Sie 
wird meist durch Erdwälle oder Panzer geschützt und ist mit sinnreichen Apparaten aus 
gerüstet, welche den Eintritt der feindlichen Schiffe in das Minenfeld anzeigen. Bei der 
Hafenverteidigung von Triest bestand die Zündstation aus einer Camera obscura; sie 
hatte völlig geschwärzte Wände und eine einzige Lichtöffnung, in welcher eine große 
Sammellinse angebracht war. Letztere warf das Bild des Hafens auf ein Prisma und 
wurde von diesem auf eine matte Glasscheibe heruntergespiegelt, auf welcher durch 
schwarze Punkte mit mathematischer Genauigkeit die Stellen bezeichnet waren, wo ent 
sprechend dem Bilde des Hafens die Minen verankert waren. Born an dem Tisch war 
ferner eine Klaviatur angebracht, mit deren Hilfe der Strom für die einzelnen Minen 
geschlossen werden konnte. Verfolgt nun der Leiter der Zündstation durch das Spiegel 
bild die Bewegung der feindlichen Schiffe, so kann er, sobald -ein Schiff sich einem 
schwarzen Punkt nähert, durch einen Druck ans die entsprechende Taste die Mine zur 
Explosion bringen und hierdurch das 
feindliche Schiff kampfunfähig machen. 
Der Apparat, welcher sich bei den 
Versuchen glänzend bewährte, trat 
nicht in Aktion, da Tegetthoff bei 
Lissa den Feind bereits unschädlich 
gemacht hatte. 
Diese Methode verspricht jedoch 
nur Erfolg bei genügender Beleuch 
tung des Minenfeldes. Man ver 
wendet daher neuerdings meist Beob 
achtungsapparate, sogenannte Minen 
zielapparate, welche auf zwei etwa 
500 m voneinander entfernt liegen 
den Stationen aufgestellt sind. Sie bestehen aus beweglichen Fernrohren, deren Drehung 
elektrisch auf zwei Zeiger übertragen wird. Visiert man mit diesen Fernrohren ständig 
das feindliche Schiff an, so ergibt der Schnittpunkt der Zeiger auf der Meßtischplatte 
den Ort des Schiffes. 
Während die Minensperren im allgemeinen einen defensiven Charakter haben, 
können sie doch auch als Offensivwaffe, als Blockademinen, verwandt werden, um 
feindliche Geschwader in Häfen einzuschließen, sowie als Kontre- oder Gegenminen 
Benutzung finden, um feindliche Minensperrungen zu zerstören. Hierher gehört auch 
die sogenannte Schleppmine, welche vom eigenen Schiff an einem Tau nachgeschleppt 
wird und am Bug des verfolgenden feindlichen Schiffes meist durch elektrische Zündung 
zur Explosion gebracht wird. Diese Mine, welche schon in den Bereich der Torpedos 
übergeht, wurde vom Kapitän Harvey empfohlen, hat jedoch nur beschränkte Ver 
wendung gefunden. 
Die Enwickelung des Angriffstorpedos steht nun mit der Einführung und Ver 
vollkommnung des automobilen Torpedos durch Lnppis und Whitehead in engem 
Zusammenhang. Die sogenannten Spierentorpedos, d. h. an langen Stangen oder 
Spieren befestigte Minengefäße, welche von kleinen, schnelllaufenden Dampfbooten aus 
gegen das feindliche Schiff vorgeschoben werden und vom Boot aus meist auf elektrischem 
Wege durch eine Zündmaschine zur Detonation gebracht werden, haben es zu keinem 
großen Wirkungskreis gebracht, da ihre Verwendung wegen der unzulänglichen See 
fähigkeit ihrer Boote ausschließlich für Hafenverteidigungen beschränkt ist. Der erste von 
Luppis im Jahre 1860 konstruierte automobile Torpedo wurde durch ein Uhrwerk ge- 
756. Älteres Torpedoboot mit einem ausgcschobencn nnb 
einem ;nm Ausschicben bereiten Kpirrcntorpcdo.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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