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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schiffbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Torpedowesen. 735 
trieben, besaß am Heck zwei Steuer, welche vom Lande aus durch Leinen bewegt wurden, 
und enthielt am Kopf eine Sprengladung, welche durch einen Perkussionszünder zur 
Detonation gebracht wurde. Dieses Modell, welches Luppis Küstenretter taufte, mußte 
wegen der Steuerung vom Lande aus an der Oberfläche schwimmen und war daher den 
Einflüssen von Wind und Wetter, sowie den feindlichen Blicken preisgegeben. Als sich 
daher Luppis zur Vervollkommnung seines Torpedos mit dem Ingenieur Whitehead 
vereinigte, erkannte dieser sehr bald, daß, um den Torpedo lebensfähig zu gestalten, es 
notwendig sei, denselben in einer bestimmten Wassertiefe, d. h. unsichtbar, gegen das 
feindliche Objekt zu bewegen und überdies die Triebkraft desselben zu verbessern. Als 
solche wählte er Druckluft, die sich noch heute als bestes Mittel zur Fortbewegung des 
Torpedos erhalten hat. Um den Torpedo während seines Laufes in einer bestimmten 
Tiefenlage unterhalb der Wasseroberfläche zu erhalten, erfand dann Whitehead den 
sogenannten Tiefenregulator. Mit eisernem Fleiß arbeitete nun Whitehead mit zwei 
Arbeitern und seinem zwölfjährigen Sohn persönlich zwei Jahre lang an dem Bau eines 
Torpedos. Derselbe war aus Stahlblech gebaut, hatte Zigarrenform mit zugespitzten Enden 
und ergab bei einer Länge von 3,85 na und einem größten Durchmesser von 0,855 in ein 
Gewicht von 136 kg. Er besaß vorn und hinten in seinem Längsschnitt zwei feste 
Flossen und am vorderen Ende ein horizontal liegendes, drehbares Flossenpaar, welches 
vom Tiefenregulator gestellt wurde. Die Wirkung desselben beruht auf dem wechselnden 
Wasserdruck in verschiedenen Tiefen und bestand aus einer beweglichen Ventilplatte, auf 
welche von außen der Wasserdruck, von innen eine Feder drückt, welche für bestimmte 
Wassertiefen eingestellt werden kann. Geht z. B. der Torpedo tiefer, als der Feder- 
spannung entspricht, so treibt der überwiegende Wasserdruck die Ventilplatte nach ein 
wärts und bewegt hierdurch die horizontalen Flossen nach oben, so daß der Torpedo 
bei der Fahrt nach oben abgelenkt wird. Läuft der Torpedo zu flach, so überwiegt der 
Federdruck und treibt die Ventilplatte nach außen; die Horizontalflossen werden dann 
nach unten gedreht und bewirken ein Tiefergehen des Torpedos. Die Maschine bestand 
aus zwei oscillierenden Cylindern, welche auf eine Kurbel wirkten und eine am Hinter 
teil des Torpedos in einer Aussparung der vertikalen Flossen gelagerte Schraube 
treiben. Die Druckluft von 25 Atmosphären war in einem Reservoir aufgespeichert. Die 
Raumeinteilung des Torpedos war, von vorn beginnend, folgende: Zündspitze mit 8 kg 
schwerer Sprengladung, dann die Kammer mit dem Tiefenregulator, die Maschinen 
kammer, das Luftreservoir und das Schwanzstück mit der Schraube. Bei der im Jahre 1866 
vorgenommenen Erprobung des Torpedos hielt derselbe bei einer Geschivindigkeit von 
6 bis 7 Knoten im allgemeinen seine Richtung sowie seine Tiefenlage inne und recht 
fertigte demnach die von Whitehead gemachten Verbesserungen. 
Da der Torpedo noch erhebliche Tiefenschwankungen zeigte — bei der geringen 
Masse des Torpedos bewirkte die Bewegung der Horizontalflossen eine sehr kräftige 
Ablenkung desselben — so war Whitehead zunächst darauf bedacht, den Tiefenregulator 
empfindlicher zu gestalten. Er fügte daher ein Kontrollpendel hinzu, welches mit einem 
zweiten, vor der Schraube angebrachten Flossenpaar in Verbindung stand und dem 
vorderen Flossenpaar entgegenwirkend, die Ablenkungen desselben milderte. Bei horizontal
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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