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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Landstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

68 Der Straßenbau. 
Verfahrens und auf die dabei benutzte Dampfstraßenwalze können wir hier nicht näher 
eingehen. 
Noch andere Maschinen kommen bei dem modernen Wegebau zur Anwendung. So 
benutzt man zum Abschlämmen der Steinbahnen Straßenabschlämmmaschinen und 
Straßenkehrmaschinen. Zur Herstellung des Steinschlages dienen Steinbrechmaschinen, 
daneben ist jedoch das Schlagen mit der Hand noch vielfach in Gebrauch. 
Für manche Gegenden, so namentlich für Niederdeutschland, haben die Klinker 
chausseen eine erhöhte Bedeutung erlangt. Man versteht unter Klinkern Backsteine, die 
bis zum Sintern gebrannt sind und daher eine größere Wetterbeständigkeit und Festigkeit 
als Ziegelsteine besitzen. Die Klinkerchausseen werden in der folgenden Weise hergestellt. 
sr. Ktinkcrstratze. 
36. Kchirnrnrinkmmng in einer 
Landstraße. 
Auf einer Sandbettung von 30 bis 40 cm Stärke, die durch Walzen und Rammen ge 
dichtet wird, werden die Klinker versetzt, und zwar an den Fahrbahnkantcn die Reihen 
parallel mit dem Randsteine und dazwischen rechtwinkelig zur Straßenrichtung. Die 
Versetzung erfolgt im Verbände, d. h. in der Weise, daß die Fugen gegeneinander ver 
schoben sind. Abb. 35 zeigt diese Anordnungsweise. 
Statt der Klinker werden neuerdings vielfach Pflastersteine verwendet, ein Zeichen 
des zunehmenden Volkswohlstandes, der es erlaubt, nunmehr selbst die Verbindungswege 
zwischen den einzelnen Orten in einer Weise herzustellen, deren Kosten früher nicht einmal 
für das Innere der Ortschaften erschwungen werden konnten. 
Bei den Chausseen unterscheidet man wie bei den städtischen Straßen die 
eigentliche, in der Mitte liegende Fahrbahn und die Seitenwege. Erfordert der Ver 
kehr nicht die Befestigung der Fahrbahn in ganzer Breite, so läßt man einen Teil 
unbefestigt liegen, welchen man als Sommerweg bezeichnet. Der Sommerweg bietet 
den Vorteil einer bequemen Benutzung durch Reitpferde und unbeschlagene Zugtiere, und 
derselbe wird bei trockenem Wetter mit Vorliebe von dem leichteren landwirtschaftlichen 
Verkehre aufgesucht. 
Die üblichen Straßenbreiten für Chausseen mit Obstbäumen sind die folgenden: 
Steinbahn 3,» bis 7,o m, Sommerweg 3,2 bis 5,3 m, Fußweg 2,o bis 2,9 m, Gesamtbreite 
8,7 bis 15,2 m. Diese Maße schwanken je nach der Bedeutung des Verkehres und den 
Verhältnissen der einzelnen Länder. 
Da die von den Zugtieren bei gleicher Schwere des zu ziehenden Wagens auf 
zuwendende Kraft um so größer wird, je rauher die Fahrbahn ist, so wird umgekehrt bei 
gleicher Kraftaufwendung die zu ziehende Last um so größer gewählt werden können, 
je glatter die Fahrbahn für die Wagenräder ist. Daher ist bei einer Eisenbahn das 
Verhältnis zwischen der Kraftaufwendung und der bewegten Last am günstigsten. Man 
hat in neuerer Zeit begonnen, diesen Vorteil auch auf den Landstraßen auszunutzen, und 
zu diesem Zwecke auf den letzteren Schienen gelegt. Hierdurch reiht sich der Entwicke 
lungsgang gewissermaßen wieder dem griechischen Straßenbau, mit seinen in die Felsen 
eingearbeiteten Geleisen an, nur daß die modernen eisernen Schienen den antiken steinernen
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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