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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Posten und Postwesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

748 
Posten und Postwesen. 
schreibt Cicero, daß das Briefschreiben zwar eine schöne Sache sei, um sich mit seinen 
entfernten Freunden zu unterhalten und zu oerständigen, das; man aber leider keine 
Mittel besitze, um die Briefe an ihren Bestimmungsort gelangen zu lassen. 
Der cursus publicus des Angustus war folgendermaßen organisiert: In den zahl 
reichen Stationshäusern, die in Entfernungen von je einer Tagereise an den Straßen 
lagen, standen oft bis 40 Pferde, Maultiere, Ochsen oder Esel, wohl auch leichte Fahrzeuge 
und Packwagen für reisende Beamte, kaiserliche Kuriere, hochgestellte Bürger und Boten, 
überhaupt für solche Personen bereit, welche kraft kaiserlicher Beglaubigung die Weiter 
beförderung auf Staatskosten verlangen konnten. Zwischen den Hauptstationen lagen 
5 bis 8 Umspannungsstationen. Die Stationen befanden sich meist an bewohnten Orten, 
um für den Fall des Bedarfs Vorspann schnell heranziehen zu können. Diese Einrich 
tungen beschränkten sich indes auf die großen Hauptstraßen. Auf Nebenstraßen waren die 
Ortsbehörden verpflichtet, für die Fortschaffnng derjenigen Personen und Briefe Sorge 
zu tragen, deren Beförderung durch kaiserliche Verfügungen angeordnet war. Von den 
Nachfolgern des Angustus liegen viele, das Postwesen regelnde, oft bis ins kleinste gehende 
Verordnungen vor, die sich namentlich auf die Benutzung der Posten, die Bespannung, 
die zu befördernden Gegenstände, die Trinkgelder und die Postwagen, sowie auf Kuriere 
und Briefboten beziehen. Wer die Post benutzen wollte, bedurfte dazu eines Diploms, 
das entweder vom Kaiser selbst oder von einem das Postwcsen leitenden oder über 
wachenden Präfekten ausgestellt wurde. Die Posten zerfielen in die gewöhnliche, mit 
Ochsen, Maultieren oder Eseln bespannte Wagenpost, in die für Schnellreisende, Eil 
güter und Briefe bestimmte Schnellpost und in die in dringenden Fällen gebrauchte 
Kurierpost. Zur Beförderung der letzten beiden Postengattungen bediente man sich 
ausschließlich der Pferde. Geld wurde sowohl mit der gewöhnlichen wie mit der Schnell 
post befördert. Die Gestellung und Unterhaltung der Transportmittel ans den Stationen 
war Sache der Gemeinden, denen daraus eine drückende Last erwuchs. Die Kaiser 
Hadrian und Septimius Severus machten zwar Versuche, den Gemeinden einige Erleichte 
rung zu verschaffen, indem sie die Übernahme eines Teils der Leistungen auf den Staat 
verfügten. Diese Anordnungen fruchteten indes wenig und waren nur von vorüber-
	        

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The Stock Market Crash - and After. Macmillan, 1930.
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