Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Weltverkehr und seine Mittel

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Posten und Postwesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

753 
Das ältere deutsche Postwesen. 
dies in den größeren Handelsstädten der Fall. Es befanden sich z. B. in Hamburg ham- 
bnrgische (städtische), taxissche, preußische, dänische, schwedische, mecklenburgische, hannoversche 
und braunschweigische Postanstalten, in Bremen bremensche, taxissche, hessische, preußische 
Postanstalten u. s. w. So zersplitterte sich das deutsche Postwesen in viele einzelne Ver 
waltungen, die jede für sich selbständige, von denen der anderen oftmals abweichende 
Grundsätze hinsichtlich der Behandlung, Leitung und Taxierung der Postsachen befolgten. 
Daß hieraus für das Geschäftsleben vielfache Unzuträglichkeiten erwachsen mußten, liegt 
ans der Hand. So unleidlich nun diese Zustände an und für sich für den Verkehr auch 
waren, so brachten sie dem Publikum doch wenigstens den einen Nutzen, daß die Post 
preise infolge des Wettbewerbs der verschiedenen Verwaltungen untereinander sich auf 
sehr mäßiger Höhe hielten. 
So lagen die Verhältnisse noch im achtzehnten Jahrhundert. Die nach der französischen 
Revolution in Deutschland geführten Kriege waren für das deutsche Reich und die Reichs 
posten von den verderblichsten Folgen. Sämtliche linksrheinische Gebietsteile gingen im 
Jahre 1801 an Frankreich verloren, und die Reichsposten wurden von den überrheinischen 
Ländern gänzlich ausgeschlossen. Für den dadurch erlittenen Schaden erhielt das Haus 
Taxis eine Abfindung in Ländereien. Im weiteren mußten die Reichsposten aus den 
jenigen Gebieten rechts des Rheins weichen, welche an Preußen gefallen waren, da dieser 
Staat andere Posten, als die eigenen, auf seinem Gebiete nicht duldete. Durch den Reichs- 
depntations-Hauptschluß vom Jahre 1803 ward der Familie Taxis der Stand der Posten 
in dem Umfange, wie er nach dem Lnneviller Frieden im Jahre 1801 sich befand, ge 
währleistet. Auf diese Zusicherung nahm man indes bei den weiteren Gebietsveränderungen, 
welche sich im Laufe der nächsten zehn Jahre in Deutschland vollzogen, wenig Rücksicht. 
Mit der Auflösung des deutschen Reichs im Jahre 1806 hörte die Bezeichnung „Reichs 
post" für die von Taxis verwaltete Verkehrsanstalt und damit zugleich die ihr bis dahin 
eingeräumt gewesene bevorzugte Stellung auf; sie mußte sich hinfort ohne den kaiserlichen 
Schutz behelfen. 
Eine recht empfindliche Einbuße erlitt der Besitzstand des taxisschen Postwesens da 
durch, daß die Regierungen der von Napoleon in Deutschland neu geschaffenen Staaten 
eigene Posten einrichteten und die taxisschen verdrängten. Im Jahre 1810 bestanden im 
Gebiete des ehemaligen deutschen Reichs nahe an 30 verschiedene Postverwaltnngen, und die 
Verwirrung in der Leitung und Taxierung der Postsachen erreichte damals den höchsten Grad. 
Nach Beendigung der napoleonischen Kriege war das Bestreben der taxisschen Post 
verwaltung vor allem darauf gerichtet, mit den Landesverwaltungen, in deren Gebieten 
ihr die Ausübung des Postdienstes verblieben war bczw. zustand, eine Verständigung 
über die Bedingungen herbeizuführen, unter welchen sie ihren Betrieb ungestört fortsetzen 
oder wieder aufnehmen konnte. Das gelang ihr nach langlvierigen und schwierigen Ver 
handlungen meistens erst, nachdem sie sich zur Zahlung einer mehr oder minder bedeuten 
den Jahresvergütung an die betreffenden Landesfürsten oder Staaten bereit erklärt hatte. 
In die deutsche Bundesakte vom Jahre 1815 wurde die Bestimmung aufgenommen, daß 
das Haus Taxis in dem durch den Reichsdeputations-Hauptschluß von 1803 oder durch 
spätere Verträge bestätigten Besitz und Genuß der Posten verbleiben solle. Dies war 
der Rechtstitel, auf Grund dessen Taxis für die Abtretung oder Überlassung seiner Posten 
angemessene Entschädigung in Anspruch nehmen konnte. Nur wenige Staaten machten 
von dem ihnen zugestandenen Rechte Gebrauch und lösten die taxisschen Postgerechtsame 
ab. So richteten Bayern und Baden, später auchWürttemberg, eigene Posten ein; Preußen 
zahlte für Überlassung des Postwesens in den neu erworbenen Landesteilen an Taxis 
Abfindungssummen. 
Nach Ordnung der Verhältnisse im Jahre 1815 blieben in Deutschland noch 17 ver 
schiedene Postverwaltungen bestehen. Wenn man nun auch die Nachteile, welche diese 
Zerrissenheit der postalischen Einrichtungen für den Verkehr zur Folge haben mußte, 
durch Abschließung von Verträgen zwischen den einzelnen Verwaltungen einigermaßen zu 
mildern suchte, so blieb zu berechtigten Klagen doch immer noch sehr viel Ursache übrig, 
95
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.