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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Posten und Postwesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

756 
Posten und Postwesen. 
In keinem Staate Europas wurde das Postivesen noch bis in die neueste Zeit als 
Finanzquelle so ausgebeutet, wie in Frankreich; es sind deshalb auch dort mit den Post 
taxen die verschiedenartigsten Experimente gemacht worden. Bald wurde das Porto er 
mäßigt, bald wieder erhöht, je nachdem man sich von einer solchen Maßregel günstige 
finanzielle Erfolge versprach. So fand eine Erhöhung der Taxen zur Revolutionszeit und 
später noch einmal im Jahre 1806 statt, um die Posterträgnisse noch ergiebiger zu 
machen. Dieser Zweck wurde indes verfehlt. Denn die Posteinnahmen gingen nun dermaßen 
zurück, daß 1808 noch nicht einmal der vor der ersten Erhöhung erzielte Reinertrag wieder 
erreicht wurde, obgleich das französische Postgebiet inzwischen einen beträchtlichen Länder 
zuwachs erhalten hatte. Trotz dieses Mißerfolges hat man in neuerer Zeit doch wieder 
zu einer Erhöhung der Portosätze seine Zuflucht genommen, um den infolge des Krieges 
von 1870 und 1871 erschöpf 
ten Staatskassen durch Über 
schüsse aus der Verwaltung 
des Postwesens noch mehr als 
seither zu Hilfe zu kommen. 
Man erhöhte das Porto inner 
halb des französischen Post 
gebiets für frankierte Briefe 
von 20 ans 25, für unfran 
kierte auf 40 Centimes, und 
das der Stadtpostbriefe von 
10 auf 15 Centimes. Die 
Folge war ein Herabgehen der 
Postbenutzung. Die Zahl der 
beförderten Briefe war von 
1,22 Millionen Stück im 
Jahre 1848 auf 364 Milli 
onen (1869) gestiegen, sank 
aber im Jahre 1870 infolge 
der kriegerischen Ereignisse auf 
281 Millionen herab und er 
reichte , nachdem inzwischen 
(1871) die vorbezeichnete Er 
höhung der Taxen eingetreten 
war, erst drei Jahre nach dem 
77g. Landbrirstriiger im Departement des Landes. Kriege wieder die Höhe V0N 
Nach einer Zeichnung von Prof. Ludwig Burger im Reichspostmuseum zu Berlín. Z50 ÜDÍiíItOltert. 35iettlt TUtlt 
auch die Überschüsse der Post 
verwaltung unter der Einwirkung des hohen Tarifs und äußerster Sparsamkeit in den 
Betriebsausgaben eine nicht unbeträchtliche Steigerung erfuhren, so war doch der finan 
zielle Erfolg der Maßregel nur ein scheinbarer, denn die Mehrerträge von den Posten waren 
nicht ausreichend, um die Staatskasse für den Ausfall an Einnahmen schadlos zu halten, 
welchen dieselbe infolge der Verkehrserschwernisse bei anderen Verwaltungszweigen zu 
verzeichnen hatte. Als es sich im Jahre 1874 um die Gründung eines Weltpostvereins 
handelte, zögerte Frankreich, seinen Anschluß zu erklären, weil die Grundidee des Ver 
eins: den Postverkehr durch Billigkeit der Portosätze nach Möglichkeit zu erleichtern, 
in finanzieller Hinsicht nicht den Grundsätzen entsprach, nach welchen man seither in 
Frankreich das Postwesen verwaltet hatte. Aber schon kurze Zeit nach dem Inkraft 
treten des Vereinsvertrags kam man zu der Einsicht, daß die Stellung des Landes 
außerhalb des Vereins nicht lange aufrecht erhalten werden konnte, ohne den eigenen 
Verkehrsinteressen die empfindlichsten Nachteile zuzufügen. So entschloß man sich denn, 
dem Vereine (zum 1. Januar 1876) beizutreten und damit eine Politik aufzugeben,.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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