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Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Landstraßen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Elftes Buch
  • Zwölftes Buch
  • Dreizehntes Buch
    Dreizehntes Buch

Full text

106 Elftes Buch. Zweites Kapitel. 
Es war eine Lage, die vor allem den Luxemburgern zu⸗ 
zute kommen mußte. Sie waren die ausgesprochensten Träger 
der fürstlichen Bestrebungen gegen Ludwig; sie hatten die besten 
Beziehungen zu Frankreich und damit zum Papste. Und so 
oersuchte der Altersvorstand ihres Hauses, der Trierer Erz⸗ 
bischof Balduin, seit dem Jahre 1846 offen für die Thron⸗ 
kandidatur Karls, des Sohnes König Johanns von Böhmen, 
zu wirken. Er erreichte seine Absichten durch eine Reise nach 
Avignon. Ihr wichtigstes Ergebnis war, daß der Papst die 
Kurfürsten zu einer neuen Königswahl aufforderte, sonst werde 
er einen neuen König durch Provision ernennen. So war denn 
durch einen Kurfürsten herbeigeführt, was früher nur als 
schmählichste Eventualität infolge französischer Eingriffe gedroht 
hatte!: der Papst beanspruchte für sich das subsidiäre Recht, 
den deutschen König zu ernennen! Was bedeuteten da noch 
die Beschlüsse von Rhense und Frankfurt? 
Und schon war Johann von Böhmen mit seinem Sohne 
Karl in Avignon erschienen, um die Bedingungen entgegen⸗ 
zunehmen, unter denen der Papst zur Anerkennung des Königtums 
und Kaisertums Karls bereit sein würde. Sie waren einfach: 
Karl hatte alle Punkte anzunehmen, welche Ludwig zuletzt hatte 
beschwören wollen; er mußte weiter alle Verordnungen und Er⸗ 
nennungen Ludwigs und seiner Statthalter in Italien für un— 
zültig erklären, und er versprach, zum Zweck der Kaiserkrönung 
aur einen Tag in Rom zu verweilen, auch ohne Erlaubnis des 
Papstes niemals wieder nach Rom zu kommen. Es war seitens 
Karls die vorurteilsloseste Drangabe aller Ruhmestitel des alten 
Reichs; wird man einem unserer alten Reichspublizisten des 
vorigen Jahrhunderts Unrecht geben, wenn er urteilt, Karl habe 
mit diesen Zugeständnissen das königliche Scepter beschmußt? 
Das Wahlgeschäft entsprach solchen Anfängen. Wir ver— 
weilen nicht dabei. Genug an der Eingelheit daß der Erz⸗ 
bischof von Köln 100 000 Mark angewiesen erhielt — zur Be⸗ 
lohnung der Verdienste früherer Kölner Erzbischöfe um das 
S. oben S. 20, vgl. auch S. 78.
	        

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Gesetz Betreffend Kinderarbeit in Gewerblichen Betrieben. Verlag von Gustav Fischer, 1904.
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