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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Posten und Postwesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Entwickelung des Postwesens in Österreich, Ungarn und der Schweiz. 767 
schenkte sie besondere Aufmerksamkeit und verschaffte dem bezüglichen Verkehr durch Er 
richtung österreichischer Postanstalten an verschiedenen fremden Hafenplätzen, z. B Kon 
stantinopel, Salonichi, Beirut, Alexandrien u. a. sehr schätzbare Erleichterungen. Die 
Zahl der Pvstanstalten und Postverbindungen im Inneren des Landes wurde erheblich 
vermehrt, die früher ziemlich hohen Portvtaxen erfuhren eine bedeutende Ermäßigung, 
und verschiedene andere zweckmäßige Einrichtungen und Anordnungen trugen zur Hebung 
des Verkehrs lvesentlich bei. Im Jahre 1897 gab es in Österreich 5658 Postanstalten und 
19 929 Postbriefkasten. Post- und Telegraphenbeamte waren 43 687 im Dienste. Befördert 
wurden im ganzen 1096 Millionen Postsendungen, darunter befanden sich 606 Millionen 
Briefe, 201 Millionen Postkarten, 2>4 Millionen Drucksachen, Zeitnngsnnmmern, Ge 
schäftspapiere und Warenprobensendungen, 22 394000 Postanweisungen, 45 326000 
Pakete und 5 597 000 Briefe mit Wertangabe. Die Einnahmen betrugen 76001448 
Mark, die Ausgaben 69 286 326 Mark. Die Beträge ans dem Telegraphenwesen sind 
hierin mit enthalten. 
Was die Posten in Ungarn betrifft, so wurde die Verwaltung derselben ursprünglich 
von Wien ans geführt. Später, als in Österreich die Regierung das Postwesen übernahm, 
geschah dies auch von seiten der ungarischen Regierung, doch befaßte sich diese nur mit 
der Briefpost, lvährend die Fahrpost in Ungarn von der obersten Hofpostverwaltung in 
Wien für eigene Rechnung betrieben wurde. Dieses Verhältnis, welches die weitere Aus 
bildung der Posteinrichtnngen nicht ivenig beeinträchtigte, fand erst 1849 seine Endschaft, 
als Ungarn die selbständige staatliche Stellung verlor und samt seinem Postwesen in 
österreichische Verwaltung genommen wurde. Auf die postalischen Zustände des Landes 
wirkte diese Veränderung so vorteilhaft ein, daß eine erhebliche Besserung der Verhält 
nisse sehr bald zu bemerken war. Bei der Zweiteilung der österreichisch-ungarischen 
Monarchie im Jahre 1867 übernahm die ungarische Regierung die Verwaltung des Post 
wesens des Landes im ganzen Umfange und führte dieselbe mit sichtlichem Erfolge weiter. 
Über den Stand des Postbetriebs und Postverkehrs im Jahre 1898 gewähren die nach 
folgenden Angaben einen Überblick. Die Zahl der Postanstalten betrug 4352, die der 
Briefkasten 8649. Im Post- und Telegraphendienste waren 19 781 Personen beschäftigt. 
Der gesamte Versendungsverkehr umfaßte 441 Millionen Gegenstände, darunter 180 Millio 
nen Briefe, 69 Millionen Postkarten, 151 Millionen Drucksachen, Zeitungsnummern, Ge- 
schäftspapiere und Warenprobensendungen, 18678000 Postanweisungen, 286000 Post 
aufträge, 20106000 Pakete, 1736000 Briefe mit Wertangabe. Die Einnahmen aus 
dem Post- und Telegraphenwesen bezifferten sich auf 34413000 Mark, die Ausgaben 
auf 25 707000 Mark. 
In der Schweiz bildete die Post vor dem Jahre 1798 keine einheitlich verwaltete 
Verkehrsanstalt; der Betrieb wurde vielmehr in einzelnen Kantonen von diesen selbst 
wahrgenommen, in anderen hingegen an Privatunternehmer abgetreten. Demnach gab es 
in dem an und für sich schon kleinen Lande eine Menge von Postgebieten, welche ihre 
besonderen Vorschriften und Einrichtungen, auch verschiedene Tarife hatten. Diese Zer 
rissenheit und Ungleichheit wirkten natürlich hemmend auf die Fortentwickelung des Post 
wesens ein und waren die Ursache, daß letzteres dem allgemeinen Verkehrsbedürfnisse 
auch nicht im entferntesten zu genügen vermochte. Es kann nicht befremden, daß unter 
solchen Verhältnissen zur notwendigen Ergänzung der Verkehrseinrichtungen noch Privat 
botenanstalten hinzukamen, welche freilich die Verwirrung noch vermehrten, so daß die 
Post in der Schweiz zu jener Zeit ein Bild der Unordnung und Zerfahrenheit darbot, 
wie tvir es uns bei unseren jetzigen musterhaften postalischen Zuständen kaum noch vor 
stellen können. Nach Gründung der helvetischen Republik im obenerwähnten Jahre ging 
man dazu über, das Postwesen für das ganze Gebiet der schweizerischen Eidgenossenschaft 
nach einheitlichen Grundsätzen zu regeln und einer einzigen Verwaltungsbehörde zu unter 
stellen. Aber schon nach fünf Jahren gab man gleichzeitig mit der neuen Regierungsform 
auch diesen ersten Versuch zur Zusammenfassung der postalischen Einrichtungen wieder 
auf und kehrte damit, daß man den Kantonen die Postgerechtsame von neuem übertrug,
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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