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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Entwicklung der Welttelegraphie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Dover-Bay bezw. Halifax und Causa auf Neuschottland und Valentin bezw. Waterville 
und Ballinskelligs-Bay in Irland sowie Sennen Cove in England und Brest in Frank 
reich, ferner die kombinierte Linie durch England, über Glasgow durch die Nordsee, 
durch Jütland, die Ostsee bis Riga, endlich die russisch-sibirische Strecke, welche, über 
Wilna, St. Petersburg und Moskau führend, die Stationen Nishnij-Nowgorod, Kasan, 
Perm, Katharinenburg, Omsk, Tomsk, Krasnojarsk, Irkutsk, Kiachta, Tschita, Nertschinsk 
und Blagowjeschtschensk berührt, bis sie in einem südlichen Bogen Nikolajewsk erreicht. Hier 
fehlt nur noch zum Anschluß ein Kabel durch den Großen Ozean, welches, die Lücke von 
100 Breitengraden ausfüllend, den vollständigen Ring um die Erde schließen würde. Doch 
hat der menschliche Unternehmungsgeist auch die Ausführung dieses Planes bereits in Aus 
sicht genommen, insbesondere hat der Amerikaner Field unter anderen Entwürfen eine tele 
graphische Verbindung über die Sandwichinseln mit San Francisco in Vorschlag gebracht. 
Eine zweite durchgehende Linie dehnt sich vom nordwestlichen Europa (von London 
aus) in südöstlicher Richtung bis nach dem Süden Asiens und weiterhin bis nach 
Australien. Diese telegraphische Verbindung durchzieht zunächst in Europa Deutschland 
(Berlin), Österreich (Wien, Pest), Bulgarien (Rustschuk) und die Türkei (Konstantinopel), 
läuft dann durch Kleinasien, berührt ferner Bagdad und Bassora, führt von Abuschir am 
Persischen Golf entlang der Küste des Persischen Meeres; sie taucht in den Persischen 
Meerbusen, landet bei Gwaddar an der Südküste Belutschistans und geht von hier über 
Land nach Karatschi, dann nach Bombay, weiterhin durch den südlichen Teil Vorder 
indiens nach Madras; hierauf kreuzt sie den Busen von Bengalen und zieht sich durch 
die Südspitze Hinterindiens bis nach Singapur, um von hier aus über Batavia durch den 
Indischen Ozean Port Darwin an der Nordküste Australiens zu erreichen und zuletzt 
noch diesen Erdteil von Norden nach Süden zu durchziehen. In Singapur trifft sie mit 
der von Nordosten (aus Tokio in Japan) kommenden Linie zusammen, welche über 
Nagasaki, Schanghai, Hongkong, Saigun sich erstreckt. In Abuschir hatte sie sich bereits 
mit einer Parallellinie vereinigt, welche von Berlin über Warschau, Odessa, durch das 
Schwarze Meer, ferner über Tiflis, Teheran und Jspahan in Persien sich hinzieht. 
Außerdem bildet Bombay noch einen Knotenpunkt, welcher die aus dem Mittelmeer über 
Malta kommende Verbindung aufnimmt, die über Suez durch das Rote Meer führt, um 
das Kap Aden biegt und den Indischen Ozean durchläuft. 
Die hier genannten einzelnen Teile der großen Verbindung von dem Nordwesten 
nach dem Südosten befinden sich hauptsächlich im Besitze mehrerer Gesellschaften, welche 
ihren Hauptsitz in London haben. Von diesen Kompanien errichtete zunächst die Anglo 
Mediterranean Telegraph Company um 1869 eine eigene für den indischen Depeschen 
verkehr bestimmte Landlinie durch Italien und Sizilien und schlug von dort eine Brücke 
durch das Mittelmeer nach Malta, Tripolis und an der afrikanischen Küste nach Ägypten, 
wohin man auch bald darauf ein Kabel von Brindisi legte. Auf anderem Wege steuerte 
die Kalmouth Gibraltar and Malta Telegraph Company auf das Ziel, indem sie das 
schon oben erwähnte Kabel von Falmonth aus über Lissabon und Gibraltar nach Malta 
zustande brachte, an welches sich hier die Leitungen der erstgenannten Gesellschaft an 
schließen. Von Ägypten aus führen dann die von der British Indian submarine 
Telegraph Company verlegten Kabel (Suez-Aden und Aden-Bombay) direkt nach Indien. 
Dem Unternehmungsgeist dieser drei bedeutenden Gesellschaften, welche sich zu einer 
einzigen Kompanie vereinigt haben, dankt England eine telegraphische Verbindung mit 
seinen indischen Besitzungen, welche das langersehnte Ziel möglichster Unabhängigkeit nahezu 
vollständig erreicht hat. Die weitere Fortführung des Telegraphen von Indien aus, 
dessen internes Telegraphennetz unter landesherrlicher Verwaltung steht, nach China und 
Australien ist einerseits durch die British-Indian Extension Company, anderseits durch 
die British-Australian Company ins Werk gesetzt worden. 
Als eine der schwierigsten Leistungen in der Vervollständigung dieses großen Tele 
graphennetzes ist jedenfalls die Leitung durch das noch so gut wie unbekannte Innere 
Australiens hervorzuheben, welche in ähnlicher Weise wie die vormals durch die ganze 
Breite Nordamerikas gespannte Linie eine der merkwürdigsten Unternehmungen unserer
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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