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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Entwicklung der Welttelegraphie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

839 
Festländische Weltlinieu. 
Zeit bildet; denn sie liefert uns ein Beispiel von der bedeutsamen Wahrnehmung, daß 
der Telegraph nicht allein den Verkehr zwischen zivilisierten Ländern vermittelt, sondern 
auch selbst zum Pionier der Kultur wird, welcher der geographischen Forschung die Wege 
bahnt. Bei der erwähnten Drahtführung durch Amerika ist die energische Überwindung 
der gewaltigen Schwierigkeiten auf jenen weiten Strecken, namentlich durch Nordamerika, 
wahrhaft bewundernswert. Bald ging dort die Linie durch Hunderte von Meilen in 
pfadlosen Wildnissen, die bis dahin, von keinem zivilisierten Menschen besiedelt, noch 
zum Jagdgebiete der Indianer gehörten, bald durch öde, ganz baumlose Steppen, zu 
denen das Holz für die Telegraphenstangen oft meilenweit herbeizuschaffen war. Bei 
Ausführung dieser Linie hatte sich übrigens von neuem der eigentümliche Zauber bewährt, 
welchen die Telegraphenleitungen überall, selbst auf die wildesten Völkerschaften ausüben, 
die sich nur sehr selten an den stummen Bahnen des Gedankenverkehrs vergreifen. Natür 
lich trug auch das freundliche Entgegenkommen der Unternehmer gegen die Indianer viel- 
dazu bei, so daß sich ausdrücklich mehrere Häuptlinge für die Sicherheit der Stangen und 
Drähte verbürgten. Unter anderem schickte noch während der Vollendung der langen Linie, 
im Jahre 1861, das Oberhaupt der Schlangenindianer folgende Botschaft nach San 
Francisco: „Im Postwagen habe ich Carpentier gesehen, den großen Chef der Tele 
graphen; ich habe ihm die Hand gedrückt, denn ich liebe ihn und den Telegraphen. 
Meine Indianer, deren ich 5000 habe, werden den Telegraphen nicht zerstören. In 
sechs Wochen werde ich nach San Francisco kommen, um die Dampfschiffe und das 
große Meer zu sehen; alle Männer des Telegraphen behandeln mich gut." — Da die 
amerikanische Linie sich im Osten nordwärts durch Neubraunschweig, Neuschottland bis 
St. John, also an die äußerste Ostspitze von Neufundland fortsetzt, so überschreitet sie 
bei einer Länge von 865 deutschen Meilen im ganzen 70 Längengrade. Auf überzeugende 
Weise ward hier der Beweis geliefert, wie viel schneller der elektrische Strom dahineilt 
als die flüchtige Zeit, denn eine in St. John um Mittag 12 Uhr aufgegebene Depesche 
trifft in San Francisco zwischen 8 bis 9 Uhr morgens nach dortiger Zeit ein. Mit 
Hilfe des elektrischen Telegraphen haben wir Raum und Zeit überholt, ja die Sonne in 
ihrem Laufe überflügelt. Au den großen festländischen Linien sowie den atlantischen 
Kabeln besitzen wir gegenwärtig eine zusammenhängende Telegraphenverbindung von 
Britisch-Columbia an der Ostküste des Großen Ozeans durch Nordamerika, den Atlan 
tischen Ozean, Europa und Asien bis nach Hinterindien, und von dieser Linie zweigt sich 
eine andere Weltlinie ab, welche durch russisches Gebiet die Westküste des Großen Ozeans 
erreicht und deren Fortsetzung binnen wenigen Jahren die telegraphische Kette um die 
Erde ebenfalls schließen wird. 
Heutige Ausdehnung der Welttelegraphie. Hiernach schreitet die Welt 
telegraphie, d. h. die vollständige elektrische Umspannung der Erde, welche den geistigen 
Verkehr zwischen allen Punkten unseres irdischen Kulturlebens mit der Geschwindigkeit 
des Gedankens ermöglicht, immer mehr ihrer Vollendung zu, und bald werden auch die 
isolierten Telegraphennetze, die in den einzelnen Ländern, Staatengruppen und Weltteilen 
entweder schon bestehen oder noch geplant sind, derart untereinander verbunden sein, daß 
von jeder beliebigen Telegraphenstation auf dem Erdball nach jeder anderen der tele 
graphische Verkehr ohne Unterbrechung vor sich gehen kann. Wie viele Enttäuschungen 
mußten aber erst durchgemacht, wie viele Erfahrungen gewonnen werden, ehe diese 
Erfolge erreicht werden konnten! Es ist nicht der zufällige oder glückliche Gedanke eines 
einzelnen, nicht das Verdienst oder der Ruhm eines einzigen Mannes, sondern es ist, 
wie bei allen großen und weitgehenden Erfindungen, die in das ganze Leben der Mensch 
heit umgestaltend eingreifen, die emsige, durch lauge Jahre fortgesetzte Arbeit einer 
großen Zahl ausgezeichneter Geister und das vollbewußte Ringen vieler tüchtiger Kräfte 
mit allen Schwierigkeiten der Naturkraft und Menschenschwäche, wodurch das große Ziel, 
welches schon vor hundert Jahren ein wissenschaftlicher Sinn vorausschaute, nunmehr 
seiner endlichen Vollendung nahe gekommen ist. Bei alledem ist jedoch keine Erfindung, 
was ihre praktische Verwertung betrifft, so schnell in sich vervollkommnet worden und so 
rapide über die ganze Erde gegangen, wie das Verkehrsmittel der elektrischen Telegraphie.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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