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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Entwicklung der Welttelegraphie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Fernsprechverbiiidimgsanlagen. 857 
die Linien Berlin-Paris mit 1200 km Doppelleitung, Berlin-Budapest mit 970 km 
(Reichsgebiet 542 km), Berlin-Wien mit 661 km (Reichsgebiet 227 km), Berlin- 
München mit 660 km (Reichsgebiet325 km), Berlin-Köln (Rhein) mit 632 km, Berlin- 
Frankfurt (Main) mit 571 km, Berlin-Amsterdam mit 838 km, Berlin-Rotterdam mit 
858 km, Köln-Brüssel mit 231 km, Köln-Antwerpen mit 275 km, Berlin-Kopenhagen 
mit 785 km, Berlin-Posen-Königsberg-Meinel mit 1032 km, Berlin-Breslau mit 
355 km u. s. w. Mittels der Verbindungsanlagen wurden täglich nicht weniger als 
238134 Gespräche geführt, was für das ganze Jahr rund 87 Millionen Verbindungen ergibt. 
Sehr bedeutende Ausdehnung haben die Berbindungsanlagen in Amerika gewonnen. 
Die größte Entfernung, auf welche ein regelmäßiger Fernsprechverkehr bisher eingerichtet 
worden ist, dürfte diejenige zwischen New Jork und Chicago mit 1600 km sein. Dann 
folgen die Verbindungsanlagen zwischen Kansas City und St.Louis mit 515 km, Milwaukee- 
Oskosh mit 282 km, Boston-Portland mit 187 km, Worcester-Springfield mit 160 km u.s.w. 
Frankreich hat Verbindungsanlagen hergestellt zwischen Paris und allen wichtigeren Orten, 
insbesondere mit Lille, Valenciennes, Rouen, Havre, Reims, Nancy, Lyon, Bordeaux u.s.w. 
Ferner bestehen internationale Verbindungen zwischen Paris einerseits und London, 
Brüssel und Amsterdam anderseits. England zählt ebenfalls eine große Anzahl Ver 
bindungsanlagen zwischen den Hauptindustrieorten und den Nachbarorten, z. B. zwischen 
London und Glasgow, Edinburg, Liverpool und den bedeutenderen Häfen, verschiedene 
Kabelverbindungen mit Irland u. s. w. Zu erwähnen sind noch die Verbindungen zwischen 
Liverpool und Accrington, Ashton, Blackburn, Blackpool, Bolton, Burnley, Bury u. a. m.; 
zwischen Manchester und Salford; zwischen Newcastle und Sunderland, Southshields, 
Northshields; zwischen Glasgow und Edinburg, Greenock, Paisley, Coatbridge, Dumbarton 
und Hamilton; zwischen Birmingham und Wolverhampton, Wednesbury, zwischen Cardiff 
und Newport u. a. In Schweden sind ebenfalls zahlreiche Verbindungsanlagen vor 
handen. Erwähnt seien die Verbindungen Stockholm-Gotenburg, Stockholm-Christiania 
und Stockholm-Kopenhagen. Eine große Anzahl von Fernsprechverbindungsanlagen 
findet sich auch in der Schweiz. 
Die Herstellung von Fernsprechverbindungsanlagen ist häufig mit nicht unerheblichen 
Schwierigkeiten verbunden. Solange es sich nur um die Anlage einer Verbindungs 
leitung zwischen zwei verschiedenen Orten handelt, läßt sich die Ausführung dadurch er 
reichen, daß ein besonderes Gestänge hergerichtet und an diesem die Leitung angebracht 
wird. Macht sich dagegen das Bedürfnis nach mehreren Verbindungsleitungen geltend, 
so müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, um die Induktion zwischen denselben 
zu beseitigen. Das Wesen der Induktion besteht bekanntlich darin, daß, wenn in einem 
von mehreren nebeneinander verlaufenden Metalldrähten ein elektrischer Strom erregt 
wird, in jedem der übrigen Drähte ein dem Hauptstrome entgegengesetzt gerichteter 
sogenannter Jnduktionsstrom entsteht. Dieser Vorgang vollzieht sich auch bei allen 
Telegraphenleitungen, die durch Morse-, Hughes- oder sonstige Apparate bedient werden, 
ohne indes auf den Betrieb schädlich einzuwirken, weil die Jnduktionsströme nur von sehr 
kurzer Dauer sind und die verhältnismäßig schwerfälligen Morseapparate u. s. w. nicht 
zum Ansprechen bringen können. Anders dagegen verhält sich die Sache mit dem Fern 
sprecher, der bei seiner überaus großen Empfindlichkeit selbst auf die geringsten elektrischen 
Ströme anspricht, so daß, wenn in einer Leitung gesprochen wird, in allen übrigen 
Leitungen die geführte Unterhaltung genau mitgehört wird. Die Frage der Be 
seitigung der Jnduktionserscheinungen in Fernsprechleitungen hat die Techniker lange Zeit 
vergeblich beschäftigt; gleichwohl ist es gelungen, auch dieser Schwierigkeit Herr zu werden. 
Seit dem Jahre 1885 ist die deutsche Reichstelegraphcnverwaltung damit vorgegangen, 
induktionsfreie Fernsprechleitnngen nach einem einfachen System herzustellen. Dasselbe 
besteht darin, daß die zweite, dritte u. s. w. Leitung mit einer Rücklcitung versehen und 
die so gebildeten Schleifleitungen an bestimmten Punkten gekreuzt werden, wie in der 
Abb. 835 angedeutet ist. Dadurch werden in den Schleifleitungen stets gleichstarke, aber 
entgegengesetzt gerichtete Jnduktionsströme erzeugt, die sich gegenseitig aufheben oder ver 
nichten, so daß in jeder Leitung unabhängig von den anderen Leitungen gesprochen werden 
X 108
	        

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Urzeit Und Mittelalter. Heyfelder, 1904.
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