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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Weltwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Der wirtschaftliche Urzustand. 869 
ueger des Festlandes u. s. w.). In kleinen Gruppen schweifen sie, ähnlich wie das Stand 
wild auf verhältnismäßig kleinen Gebieten umher. Nachtlager und Obdach bietet ein 
Baum, eine Höhle, ein Busch oder eine Grube in der Erde. 
Das Nahrungsbedürfnis ist das einzige, das sie zur Thätigkeit treibt. Mit Pfeil 
und Bogen, mit Lanze und Wurfholz stellt der Mann den Jagdtieren nach, das Weib 
durchsucht den Wald nach Früchten und Beeren und wühlt mit einem spitzen Stück Holz 
im Boden nach Knollengewächsen und Wurzeln. So bildet sich schon in frühester Zeit 
eine gewisse Arbeitsteilung zwischen beiden Geschlechtern heraus: der Mann schafft den 
animalischen, das Weib den vegetabilischen Teil der Nahrung. Vorsorge für die Zukunft 
oder für den Nebenmenschen ist dabei etwas gänzlich Unbekanntes. Jeder verschlingt 
sofort was er findet und soviel er kann, ohne Rücksicht auf den anderen. Höchstens, 
daß reiche Jagdbeute, ein ergiebiger Fundplatz von Pflanzennahrung für eine Zeit 
das ganze Rudel zu gemeinsamem Genusse versammelt. Von organisierten gesellschaft 
lichen Verbänden findet sich kaum eine Spur, es ist sogar strittig, ob eine dauernde Ge 
meinschaft zwischen Mann und Weib besteht. Die engste Verbindung findet sich noch 
zwischen Mutter und Kind, denn bei dem herumschweifenden Leben ist das Kind länger 
als sonst auf die Nahrung aus der Brust oder dem Munde der Mutter angewiesen, die 
es auf allen Zügen mit sich herumschleppt. Gleichwohl ist auch dieses Verhältnis locker 
genug. Kaum zur selbständigen Nahrungssuche fähig, oft schon im achten oder zehnten 
Jahre trennt es sich von der Gemeinschaft. Anderseits sind Kindestötungen regelmäßige 
Erscheinungen und leicht erklärlich durch die Hinderung, die das Kleine beim Herum 
wandern bildet. Aus dem gleichen Grunde werden Alte und Kranke häufig getötet oder 
hilflos verlassen. Die Schärfe der Sinne, die körperliche Behendigkeit und Gewandtheit 
sind auf das äußerste ausgebildet, dagegen entwickelt sich die technische Kunstfertigkeit nur 
äußerst langsam und einseitig und beschränkt sich lange Zeit hindurch auf die Herstellung 
der kunstlosen Waffen und Werkzeuge. Das ganze Dasein des Menschen auf dieser 
Stufe unterscheidet sich wenig von dem tierischen Zustande, es ist ein ruheloses Wander 
leben, ausgefüllt von steter Nahrungssorge, hingebracht im Wechsel zügelloser Schlemmerei, 
wenn ein Glücksfall reichlich Nahrung bringt, und äußerster Not. 
Die Wirtschaft der höheren Naturvölker. 
Langsam führt von dieser untersten Stufe, wo von einer Wirtschaft überhaupt nicht 
die Rede sein kann, der Weg aufwärts zu höheren Daseiusformen. Dabei wirkt die 
Scheidung der Thätigkeit beider Geschlechter, die wir auf der niedrigsten Stufe be 
obachteten, noch nach. Die Frau mit ihrem Grabstocke schreitet vom Sammeln wild 
wachsender Früchte und Knollen zum Anbaue von Nahrungsgewächsen vor, wobei all 
mählich die kurzgestielte Hacke das einfache Gerät der Urzeit ersetzt. So ist der Ackerbau 
gewissermaßen eine weibliche Erfindung. Er bleibt auch bei den meisten vorgeschritteneren 
Naturvölkern Sache der Frau, der Manu hilft höchstens beim Roden neuen Landes. 
Gebaut werden zumeist Knollengewächse — auch ein Hinweis auf den Ursprung des Acker 
baues vom Wurzelgraben — Bananen, Kürbisse, Bohnen und die verschiedenen Getreide 
arten. Die Felder sind klein, in Beete geteilt, gartenähnlich gepflegt und zum Schutze gegen 
wilde Tiere umhürdet. Düngung kommt selten vor, eher noch Bewässerung. Ist der Grund 
erschöpft, so geht man einfach weiter und rodet ein frisches Stück Land. Vorräte werden 
nur von Getreide gehalten und auch da nur im geringen Umfange, da die tropische Sonne 
mehrere Ernten im Jahre gestattet und die Aufbewahrung noch Schwierigkeiten macht. 
Wo die Natur der gepflanzten Gewächse es erlaubt, z. B. bei Bananen, Wurzel- 
und Knollengewächsen, wird auch das Feld nicht auf einmal abgeerntet, sondern Tag für 
Tag genommen, was gerade reif ist und gebraucht wird. Auch der kleine Umfang der 
Felder erklärt sich daraus, daß man nur wenig oder gar keine Vorräte sammelt. Man 
baut nur soviel, als man innerhalb kurzer Zeit verbrauchen kann. Pflug und Wagen, 
sowie der Gebrauch der Zugtiere sind auf dieser Stufe des Ackerbaues noch unbekannte 
Dinge, daher bezeichnet man sie auch zutreffend als die Stufe des Hackbaues, ein WirtNo full text available for this image
	        
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Der Steinkohlenbergbau in Preussen Und Das Gesetz Des Abnehmenden Ertrages. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1906.
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