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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Weltwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Die Volkswirtschaft von heute. 
887 
Volks- und Weltwirtschaft von heule. 
Allgemeines. 
Das Bild des wirtschaftlichen Entwickelungsganges der Menschheit, wie es der vor 
angegangene Abschnitt zu entwerfen versucht, bedarf einer Ergänzung durch eine Dar 
stellung der in der Gegenwart wirksamen wirtschaftlichen Kräfte. Diese Darstellung wird 
zunächst ausgehen müssen von einer Übersicht über die Ausdehnung und die Bevölkerung 
der einzelnen Staaten. Denn wie der Boden die Grundlage aller Wirtschaft, so ist der 
Anteil der einzelnen Völker an der bewohnten Erdoberfläche eine der grundlegenden Vor 
aussetzungen für ihre weitere Entwickelung und dies in um so höherem Grade, je mehr 
die Entwickelung auf die Bildung großer selbständiger Wirtschaftsgebiete und auf die 
wirtschaftliche Abschließung der Nationen von einander hingeht. Der Landbesitz eines 
Volkes bildet gewissermaßen den äußeren Rahmen für die Weiterentfaltung seiner wirt 
schaftlichen Kräfte, den freien Ellbogenraum, den es sich im Wettbewerb der Völker für 
die Zukunft vorweg gesichert hat, vorausgesetzt, daß es auch die Kraft besitzt, ihn gegen 
die andringenden Nebenbuhler zu behaupten. 
Den Maßstab für das Vorhandensein dieser Kraft, für die Fähigkeit eines Volkes, 
sein äußeres Machtgebiet sich nutzbar zu machen, es zu behaupten und zu erweitern, 
bildet zunächst die Größe und die Bewegung der Bevölkerung, sowie ander 
seits die Art ihrer beruflichen Gliederung ein Bild feiner wirtschaftlichen Eigen 
art liefert. 
Vervollständigt wird dieses von der Betriebsstatistik, welche die in den landwirt 
schaftlichen und gewerblichen Betrieben vollzogene Vereinigung der sachlichen und persön 
lichen Produktivkräfte zur Darstellung bringt und hinüberleitet gxtr, SBefjjred&ung der Er 
zeugung und des Verbrauches der wichtigsten Welthandelsgüter und der Bedeutung, welche 
die einzelnen Produktionsländer hiefür besitzen. An diese reiht sich naturgemäß die 
Darstellung des Güteraustausches zwischen den verschiedenen Produktionsgebieten des 
Welthandels und der Stellung, welche die verschiedenen Völker darin einnehmen. Zum 
Schlüsse soll versucht werden, das Ergebnis, das die wirtschaftliche Thätigkeit für ihren 
Wohlstand, für die Höhe des Volkseinkommens und Volksvermögens in den ein 
zelnen Ländern hatte, übersichtlich zur Darstellung zu bringen. 
Boden und Bevölkerung. 
Flächeninhalt und Bevölkerung der einzelnen Staaten. 
Die jüngsten Zählungen und Schätzungen ergeben für die einzelnen Staaten und 
die von ihnen beherrschten Gebiete die in der auf S. 888 bis 891 folgenden Tabelle 
zusammengestellten Zahlen. 
Diese Ziffern reden eine eindringliche Sprache. Sie sind ein Beleg für das, was 
in dem vorangegangenen Abschnitte über die Bildung großer Wirtschaftsgebiete, über die 
Macht- und Wirtschaftspolitik der großen Weltmächte gesagt wurde. 
An der Spitze aller Knlturstaaten steht in Bezug auf die Ausdehnung seines Macht 
kreises England; rund ein Viertel der bewohnten Erde und ein noch größerer Teil ihrer 
Belvohnerschaft — einschließlich Ägyptens und des Sudans 25,7% — gehören dem 
britischen Weltreiche an. Während die englischen Staatsmänner in ihren Reden be 
teuerten, daß „der Grundzug der englischen Politik ein strenger Konservatismus sei, 
tveil England wünsche, daß die Dinge so verbleiben, wie sie sind, weil es nach außen 
hin nichts begehre", hat das britische Reich seinen Gebietsumfaog seit 1866 von 
12,8 auf 32,17 oder mit Einrechnnng Ägyptens und des Sudans sogar auf 34,ie Millionen 
Geviertkilometer ausgedehnt. Scheinbar war es ein friedliches Wachstum und thatsächlich 
geschah es ohne Zusammenstoß mit einer gesitteten Macht, durch Verträge mit Barbaren 
staaten, hei deren Abschluß allerdings dann und wann mit sanfter Gewalt nachgeholfen
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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