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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Weltwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

921 
Die Formen des modernen Industriebetriebes. 
Gewerbe im Jahre 1892 2 209 239, im Jahre 1895 2 060 865, so daß sie um 67°/ 0 
zurückgegangen ist, während die Gesamtzahl der in der Industrie thätigen Personen im 
gleichen Zeitraum von 5 933 663 auf 8 000 503 gestiegen ist. Die sozialen Folgen 
dieser Entwickelung sind bereits oben bei Besprechung der Berufsverhältnisse berührt worden. 
Die Gliederung unserer Bevölkerung erlitt durch die großindustrielle Entwickelung eine 
durchgreifende Verschiebung, die sozialen Unterschiede sind stärker, die Kluft, welche die 
einzelnen Gesellschaftsklassen voneinander trennt, ist großer geworden. Zweifellos 
waren damit auch schwerwiegende soziale Nachteile verbunden, namentlich im Anfange 
der Entwickelung, solange die neue Wirtschaftsverfassung sich noch nicht ihr neues Wirt 
schaftsrecht geschaffen hatte. Heute, wo die Koalition dem Arbeiter die Möglichkeit gibt, 
einen entsprechenden Einfluß auf die Feststellung der Arbeitsbedingungen auszuüben und 
sich nötigenfalls seinen Anteil an dem Ertrage der nationalen Produktion zu erkämpfen, 
wo der Staat durch die Arbeiterschutzgesetzgebung und Arbeiterversicherung regelnd ein 
zugreifen begonnen hat, sind die nachteiligen wirtschaftlichen Folgen der Entwickelung für 
die zunehmende Zahl der Abhängigen großenteils gemildert worden; sie bestehen in 
vollem Umfange nur auf jenem Gebiete industrieller Thätigkeit fort, das sich bisher dem 
regelnden Einflüsse der staatlichen Gesetzgebung entzogen hat und den Organisations- 
bestrebungeu der Arbeiterschaft unzugänglich blieb, namentlich auf dem Gebiete der Ver 
lagsarbeit. Hier bildet die gesetzliche Regelung der Arbeitsverhältnisse, wie sie für die 
Fabriken längst stattgefunden hat, ein noch ungelöstes Problem. Der Organisation stellt 
sich die Zersplitterung der Arbeiter in eine Unzahl kleiner Werkstätten, die zahlreiche 
Beschäftigung von Frauen und Kindern hindernd entgegen, und so finden wir thatsächlich 
in der Hausindustrie aller Länder die schwersten sozialen Übelstände, ungemessene Arbeits 
zeit, niedrige Löhne, regellose Ausbeutung der Frauen- und Kinderarbeit, auf das tiefste 
herabgedrückte Lebenshaltung. Gegenüber diesen sozialen Nachteilen der Entwickelung 
zum Großbetriebe darf man jedoch ihre Vorteile nicht übersehen. Die durch den Groß 
betrieb unendlich gesteigerte Produktivität der menschlichen Arbeit gewährt einer viel 
größeren Anzahl von Menschen den Lebensunterhalt, als dies bei dem alten Wirtschafts 
system möglich gewesen wäre. Dabei hat sie eine derartige Verbilligung der für den 
täglichen Bedarf notwendigen Massenprodukte herbeigeführt, daß die Lebenshaltung des 
einzelnen gegen früher eine höhere, seine Bedürfnisbefriedigung eine bessere und viel 
seitigere geworden ist. Endlich hat die Industrie, wenn sie auch den alten Mittelstand 
der Handwerker zum Teil vernichtete, einen kräftigen neuen Mittelstand geschaffen, der 
sich vielfach in günstigerer materieller Lage befindet als die selbständigen Handwerks 
meister der früheren Zeit. Hierher zählen die kaufmännischen und technischen Be 
amten, sowie die Werkmeister, Vorarbeiter und auch eine große Zahl der gelernten 
Berufsarbeiter in unserer Fabriksindustrie. Auch über die Anzahl dieser Kategorien 
gewährt die Statistik einigen Aufschluß. Bei der Berufszählung vom Jahre 1895 
wurden in der Industrie 49 492 technisch gebildete Betriebsbeamte, 105120 Auf 
seher, Werkmeister und andere Aufsichtspersonen, 109 133 kaufmännische Bureau- 
und Rechnungsbeamte, 3 851 929 gelernte und 2 047 779 ungelernte Arbeiter ge 
zählt. Dazu kommen noch 56 003 mithelfende Familienangehörige der selbständigen 
Geschäftsleute. Über die Steigerung, welche die Zahl der höheren Angestellten in den 
Industriebetrieben erfahren hat, gibt der Vergleich der in demselben Jahre durchgeführten 
Gewerbezählung mit den Daten aus dem Jahre 1882 wenigstens für die Kategorie des 
technischen Aufsichts- und des Kontorpersonals Aufschluß. Als solche Angestellte wurden 
im Jahre 1882 118 020, im Jahre 1895 267 962 Personen gezählt, was eine Zunahme 
von 127 °/ 0 bedeutet. Dazu kommt noch, daß die industrielle Entwickelung, die einer unge 
heuer gestiegenen Bevölkerungszahl Unterhalt gewährt, auf andere Wirtschaftszweige 
einen fördernden Einfluß gewonnen hat Zahlreiche kleine Existenzen verdanken ihr auf 
diese Weise mittelbar ihr Bestehen; namentlich ist eine große Anzahl von Handels 
geschäften neu entstanden, welche die Verteilung der in den Großbetrieben hergestellten 
Massenprodnkte in die Kanäle des Verkehrs besorgen. Aus dem Vergleiche der beiden 
116
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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