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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Weltwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

949 
Der Welthandel. Geld und Kreditwesen. 
kaukasischen Naphthawerke sind größtenteils in englischem Besitz, und deutsches Kapital 
im Betrage von rund 160 Millionen Mark ist in Zweigniederlassungen der deutschen 
Elektrizitätsgesellschaften, in Hütten- und Farbwerken angelegt. ' 
In manchen Ländern hat auch die Hypothekarverschuldung an das Ausland 
bedeutenden Umfang angenommen, namentlich dort, wo im Hypothekarkredit die Form 
des Pfandbriefes eingebürgert ist. So wird das Defizit der ungarischen Volkswirtschaft, die 
gleichfalls mit einer passiven Handelsbilanz zu kämpfen hat, größtenteils durch den Ver 
kauf von Bodenpfandbriefen an das Ausland gedeckt. In tropischen Ländern spielt auch 
der Erwerb von Plantagenbesitz durch Ausländer eine Rolle. Durch alle diese ver 
schiedenen Formen der Kapitalsanlage im Auslande zieht das kapitalreichere Volk einen 
Teil des Ertrages der fremden Volkswirtschaft an sich, ähnlich wie im Privatleben der 
Gläubiger einen Teil des Einkommens seines Schuldners, und die Einkünfte aus diesen 
Anlagewerten werden naturgemäß in erster Linie zur Bezahlung der Rohstoffbezüge aus 
den betreffenden Ländern verwendet. Die Kapitalsanlage im Auslande besitzt überdies 
noch eine große politische Bedeutung. Die Ausbreitung des Wirtschaftsgebietes 
unserer großen Industriestaaten, die moderne Kolonisation, erfolgt nicht nur durch förm 
liche Besitzergreifung und Eroberung fremden Landgebietes, sondern in viel größerem 
Maße, wenn auch unmerklich und langsam, durch Herbeiführung wirtschaftlicher Abhängig 
keit, der oft viel später erst die politische folgt. Ein Beispiel hierfür bieten die Eisenbahn 
konzessionen in China und der Türkei, die heute schon von den mit einander um den 
Einfluß in diesen Gebieten ringenden Mächten als politische Angelegenheit ersten Ranges 
behandelt werden. 
Über die Höhe des im Auslande angelegten deutschen Kapitals wurden 
im Jahre 1898 von der Reichsregierung Erhebungen veranstaltet. Danach befanden 
sich 1214 Milliarden Mark ausländischer Effekten in deutschen Händen, außerdem waren 
7 1 /., Milliarden in Industrie und Handel in überseeischen Ländern angelegt, und zwar 
in Südamerika 2 Milliarden, in Mittelamerika, Mexiko und Westindieu gegen 1 Mil 
liarde, in den Bereinigten Staaten und Kanada über 2 Milliarden, in Afrika ein 
schließlich der deutschen Kolonien im ganzen l^/z Milliarden, in der Türkei und den 
Balkanstaaten 400—500 Millionen, in Ostasien 370—400, im übrigen Asien 200—250, 
in Australien und Ozeanien 560—600 Millionen Mark. Das in Europa, namentlich 
in Rußland, Österreich-Ungarn, in den Skandinavischen Staaten und der Schweiz 
arbeitende deutsche Kapital wird ungefähr ebenso hoch als das in der Übersee angelegte, 
also ebenfalls auf etwa 7 1 / 2 Milliarden Mark eingeschätzt, so daß der gesamte Besitz 
Deutschlands an ausländischen Kapitalsanlagen mit 271/2 Milliarden Mark anzunehmen 
sein wird. Die gesamten Einnahmen aus dem Ertrage dieses Kapitals werden mit 
1300—1400 Millionen beziffert. Schlägt man dazu noch die rund 300 Mill. Mark 
betragenden Einnahmen aus der Reederei als die einzige ziffernmäßig bekannte unter 
den übrigen Einnahmeposten, so ergibt sich nach Deckung des oben berechneten Fehl 
betrages im Warenhandel noch rund eine Summe von 300—400 Millionen als Aktiv 
bilanz der deutschen Volkswirtschaft. Die französischen Kapitalsanlagen im Auslande 
bleiben heute hinter den deutschen schon erheblich zurück. Dagegen sind diejenigen Eng 
lands weitaus größer. 
Geld und Kreditwesen. 
Das Bestehen eines internationalen Verkehrs bedingt das Vorhandensein eines 
internationalen Zahlungsmittels, welches zum Ausgleich der aus dem Verkehre der ver 
schiedenen Länder sich ergebenden, nicht durch Warenbezüge gedeckten Forderungen dient. 
Dieses Zahlungsmittel muß vor allem die Eigenschaft der Marktgängigkeit haben, d. h. es 
muß überall bereitwillig an Zahlungsstatt genommen werden, und man muß sicher sein, 
dafür immer und überall andere Waren sich verschaffen zu können. Da es ferner nicht 
nur der Wertübertragung sondern auch der Wertaufbewahrung zu dienen hat, muß es 
außerdem noch dauerhaft und wertbeständig sein. Es darf weder dem Verderben noch
	        

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Die Schweiz. Druck und Verlag von Schultheß & Co, 1911.
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