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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

957 
Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900. 
1. Die großen Hauxtlinien des Weltverkehrs zu Lrmdr. 
Unter den großen Hauptbahnen des Weltverkehrs, die seit der letzten Jahrhundert 
wende dem Betrieb übergeben worden sind, hat für europäische Verhältnisse zweifellos keine 
eine größere Bedeutung erlangt als die große Sibirische Bahn. Über diese ist bereits oben 
ans S. 46 einiges gesagt worden (vgl. auch die Karte ans S. 47). Während die ursprüng 
lich am Amur entlang geplante Strecke erst gegenwärtig, unabhängig von der Hauptlinie, 
als sogenannte „Amurbahn" gebaut wird, ist die Hauptbahn durch das chinesische Gebiet 
der Mandschurei hindurch in der auf S. 47 veranschaulichten Weise geführt worden. Tie 
gesamte Sibirische Bahn ist 6526 Werst (1 Werste 1066 in) lang; der Bau wurde am 
31. Mai 1891 begonnen und am 3. November 1901 nach wenig mehr als zehnjähriger Bau 
zeit vollendet. Es ist dies eine ganz hervorragende Leistung, die angesichts der unwirtlichen 
Gegenden und des furchtbaren Klimas dcS Landes doppelt bewundernswert ist. Wurden 
doch im Durchschnitt täglich über 1 1 / 2 km Bahn hergestellt! Das ist ein Ergebnis, wie 
es noch bei keinem anderen Bahnbau erzielt worden ist. Allerdings wurde das sehr 
schwierige Stück, das den Baikalsee im Süden umgeht und das zum Teil durch wildes Ge- 
birgslaud führt, erst später, 1906, mit Hilfe von 33 Tunnels und 210 Brücken, Über 
führungen und anderen Kunstbauten und mit einem Kostenaufwand von 210 Millionen 
Mark fertiggestellt, während bis dahin die Verbindung über den See zwischen den beiden 
llfcrendeu der Bahn im Sommer durch große Dampffähren bewerkstelligt wurde, und im 
Winter, zumal im Kriegswinter 1904,05, durch eigene Schienen, die über das dicke Eis 
des Sees gelegt wurden und auf denen die Züge die Menschen und Frachten beförderten. 
Ter Endpunkt der Sibirischen Bahn ist Wladiwostok, der wichtigste Stützpunkt der 
russischen Herrschaft im fernen Osten. Doch verabsäumten die Russen nicht, auch die 1898 
Von ihnen „gepachtete" Kwantung-Halbinsel mit der wichtigen, seit 1904 so berühint ge 
wordenen Festung Port Arthur und dem neu von ihnen ins Leben gerufenen Handelshafen 
'Dalni an die Sibirische Bahn anzuschließen. In Charbin (Kharbin) wurde zu diesem Zwecke 
eine 1577 km lange Seitenbahn südlich abgezweigt. Sowohl diese „südmandschurische" 
wie die ganze Sibirische Bahn haben 1904/05 zur Genüge gezeigt, welche ungeheure stra 
tegische Bedeutung ihnen zukam. Ohne sie wäre Rußlands unglücklicher Krieg gegen Japan 
noch viel verhängnisvoller verlaufen, ohne sie hätte Rußland auch nicht den verhältnis 
mäßig noch günstigen Frieden von Portsmouth (29. August 1905) erlangen können; aber 
durch die Bahn war es in der Lage, den schon fast erschöpften Japanern immer neue 
Truppen aus Europa entgegenwerfen zu können, so daß die Sieger einen raschen Frieden 
und einen nur teilweisen Erfolg der weiteren Versuchung des Kriegsglückes vorzogen. 
Immerhin wurde damals mit Süd-Sachalin und der Kwantung-Halbinsel auch der südliche 
Teil der Südmandschurischen Bahn, bis zur Station Kwangtschöngtsu, japanisch, so daß 
die von den Russen zum Schutz ihrer militärischen Herrschaft gebaute Bahn heute den Ja 
panern ein strategisches Mittel ersten Ranges zur steten Bedrohung der russischen Macht 
in Ostasien geworden ist. 
Wichtiger aber als in strategischer Hinsicht ist die Sibirische Bahn für das Wirtschafts 
leben Europas und Asiens geworden. Nachdem sie während des Krieges für die öffentliche 
Benutzung vollständig gesperrt und nur für die Transporte der russischen Regierung reser 
viert war, hat sie sich nach dem Friedensschluß überraschend schnell entwickelt. Sie kürzte 
die Reise zwischen Europa und Russisch-Ostasien bzw. Japan, ja selbst China außerordent 
lich stark ab, und wenn auch die West- und Mitteleuropäer anfangs nicht unberechtigte 
Bedenken gegen die „russischen Zustände" im kulturfernen Sibirien hegten, so hat sich die 
Xl 120a
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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