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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

95 9 m 
Kleinere neue Bahnbauten von Bedeutung. 
unmittelbarer Anschluß zwischen den schwedischen und finnischen Bahnen noch nicht existiert. 
Für das Verkehrsleben ist Skandinavien nicht eine Halbinsel, sondern eine Insel, und 
sogar eine solche, die durch ein breiteres Meer als England vom Festland getrennt ist. 
Dennoch ist durch einen großartigen Trajektverkehr die Lücke ausgeschaltet, und die Eisen 
bahnzüge können zwischen den skandinavischen Reichen und Mitteleuropa verkehren, als 
sei kein trennendes Meer vorhanden. 
Das erste Trajekt wurde am 1. Oktober 1903 zwischen Warnemünde und 
Gjcdser ins Leben gerufen und schafft in zwei Stunden die ganzen Eisenbahnzüge von 
Mecklenburg zur Insel Laaland und umgekehrt, so daß man etwa zwischen Berlin und 
Kopenhagen in zlvöls Stunden hin- und Herreisen kann, ohne den Eisenbahnwagen zu ver 
lassen. Ein zweites, noch größeres Trajekt verkehrt seit dem 6. Juli 1909 zwischen Saß 
nitz und Trelleborg und ermöglicht somit auch eine ununterbrochene Reise im Eisen 
bahnwagen zwischen Berlin und Stockholm. — Dennoch wird auch damit vielleicht noch 
nicht der schnellstmögliche Verkehr erzielt sein, denn die Seefahrt, die so viel langsamer 
vor sich geht als die Eisenbahnfahrt, ist immerhin nicht völlig ausgeschaltet, und neuerdings 
wird daher immer häufiger ein Projekt erörtert, eine über Fehmarn, Laaland und Seeland ver 
laufende „feste Verbindung" zwischen Mitteleuropa und Skandinavien in der Weise zu schaffen, 
849. Fährschiff des Trafekts Warnemünde—Gfevser mit der Fährantage in Warnemünde. 
daß die nicht tiefen und nicht sehr breiten Meeresarme zwischen jenen Inseln bzw. den 
Inseln und dem Festland untertunnelt werden. Doch hat die Verwirklichung dieses an 
sich sehr interessanten und aussichtsreichen sogenannten „Fehmarn-Projektes", mindestens 
aber die völlige Ausschaltung der Seefahrt, wohl noch gute Weile. 
Auch nach Osten hin, nach Rußland, hat Skandinavien seine Verbindungen ganz er 
heblich verbessert. Früher ließen diese, insbesondere im Winter, oft sehr zu wünschen übrig 
und waren nicht selten für längere Zeit völlig unterbrochen. Seit dem 1. Oktober 1911 
besteht zwischen Stockholm und ^bo jedoch ein viermal wöchentlich verkehrender Schifs- 
fahrtsdienst mit anschließenden Schnellzügen zwischen ^bo und Petersburg über Helsingfors, 
der auch im Winter unter allen Umständen aufrechterhalten wird, da große Eisbrecher 
jederzeit bereit sind, den Schiffen den Weg freizumachen. 
Fast ein größeres Hindernis als die Meere sind heute für die Abwickelung eines Schnell 
verkehrs die Gebirge. Freilich haben auch diese viel von ihrer störenden Wirkung verloren, 
seitdem man gelernt hat, immer größere Tunnels zu schaffen, so daß man heute die Über 
schreitung der Pässe durch Bahnen tunlichst vermeidet und statt ihrer lieber die Züge in 
niedrigeren Meereshöhen in Tunnels durch die Gebirgsstvcke treibt. 100 in Steigung 
bedeuten für eine Eisenbahn auch unter günstigsten Umständen ebensoviel Zeit- und Kraft 
verlust wie ein Umweg von 30 Uni — man wird also eine Bahn heute lieber einen Bogen
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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