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Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russisch-Polen und dem Deutschen Reiche und die sich daraus für den Friedensschluss ergebenden Folgerungen

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russisch-Polen und dem Deutschen Reiche und die sich daraus für den Friedensschluss ergebenden Folgerungen

Monograph

Identifikator:
1007219173
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19331
Document type:
Monograph
Author:
Mollwo, Carl http://d-nb.info/gnd/117122289
Title:
Die wirtschaftliche Entwickelung der Industrie im Osten und ihre Einwirkung auf das Bevölkerungsproblem
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von C.L. Hirschfeld
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (31 Seiten 8")
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russisch-Polen und dem Deutschen Reiche und die sich daraus für den Friedensschluss ergebenden Folgerungen
  • Title page
  • Größe und Bevölkerung
  • Religionsbekenntnis
  • Volksbildung
  • Städte
  • Verteilung des Grund und Bodens
  • Landwirtschaft
  • Viehbestand
  • Forstwirtschaft
  • Holzstatistik
  • Industrie
  • Textilindustrie
  • Montanindustrie
  • Zinkhütten
  • Metallindustrie
  • Zementindustrie
  • Chamotteindustrie
  • Kalkindustrie
  • Branntweinbrennereien
  • Zuckerfabriken
  • Sonstige Industrien
  • Handel
  • Verkehrswesen
  • Arbeiterfrage
  • Arbeiterorganisationen
  • Schlußfolgerungen
  • Contents

Full text

68 
Möglichkeit der deutschen und polnischen Fabriken nach Rußland 
durch zollfreie Einfuhr von Zement in Rußland gewährleistet 
wird, womit gleichzeitig der von der deutschen Zementindustric 
seit langem beklagte und scharf bekämpfte Zustand beseitigt würde, 
daß die Einfuhr russischen Zements nach Deutschland zwar zoll 
frei erfolgen konnte, die Ausfuhr deutschen Zeinents nach Ruß 
land aber einem Zoll von 0,12 Rubel pro Pud unterlag. — 
Wenn somit auch einigen polnischen Industrien durch 
einen Anschluß Polens an Deutschland gewisse Nachteile entstehen 
ivürden, so kann dadurch doch die w i r t s ch a f t - 
l i ch e Notwendigkeit eines Anschlusses Po 
lens an Deutschland nicht in Frage gestellt 
werde n. Abgesehen davon, daß bei der Frage der zukünftigen 
Gestaltung Polens für Deutschland nur das Interesse der 
deutschen Volkswirtschaft maßgebend und entscheidend sein 
kann, sind überdies auch die einzelnen polnischen Industrien er 
wachsenden Nachteile gegenüber dem sonst für ganz Polen unter 
deutschem Einfluß zu erwartenden Aufblühen der weiteren Ent 
wickelung nicht ins Gewicht fallend, zumal sie sich, wie wir gescheit 
haben, durch entsprechende Regelung der zukünftigen Handels 
beziehungen mit Rußland zum größten Teil auch beseitigen lassen. 
Ganz unverhältnismäßig schwerer würden die 
Schäden und Nachteile sein, die die deutsche 
Industrie und der deutsche Haitdcl erleiden 
m ü ß t e n , >v e it n Polen nicht an D e u t s ch l a n d 
käme, oder w e n n im Falle der Errichtung 
' eines s e l b st ä n d i g e n Polnischen Reiches den 
Interessen Deutschlands nicht durch deutsche 
Oberhoheit Geltung verschafft würde. — 
So sehr dies aber auch immer von neuem betont werden 
iituß, so muß leider allem Anschein nach doch mit der Möglich 
keit gerechnet werden, daß größere und wichtigere Teile Polens 
iticht an Deutschland, sondern an Österreich angegliedert werden. 
Schon jetzt ist zwischen den verbündeten Staaten Deutschland und 
Österreich eine Teilung des besetzten Gebietes in der Weise er 
folgt, daß die Grenze, an der Drei-Kaiserecke beginnend, sich zu 
nächst in nördlicher Richtung der Warschau—Wiener Bahn ent 
lang hinzieht, um alsdann nach Osten umzubiegen und in der 
Gegend von Tomaschow die Pilitza zu erreichen. 
Es darf wohl erwartet werden, daß diese Grenze lediglich 
als ein P r o v i s o r i u m gewählt ist, da eine Bahn 
linie niemals als eine geeignete Grenzlinie 
zwischen zwei Staaten a n z u s e h e n ist; einer die 
Grenze bildenden Bahn würde jede Möglichkeit einer weiteren
	        

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Der Wirtschaftskrieg. Verlag der Niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer, 1915.
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