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Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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Bibliographic data

fullscreen: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

Monograph

Identifikator:
1009139274
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-23341
Document type:
Monograph
Title:
Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges
Place of publication:
[Bochum]
Publisher:
[Verband der Bergarbeiter Deutschlands]
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (383 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges
  • Title page
  • Contents

Full text

vollzogen wird, so brauchen die Gedingesätze gar nicht gekürzt 
zu werden, die Arbeiter verdienen dann trotzdem bedeutend 
weniger, weil eben die so nötigen Vergünstigungen des Lohn- 
zuschreibens weggefallen sind. Auch diese Benachteiligung er 
regt die Arbeiter zurzeit sehr. 
Ter Durchschnittslohn fällt deshalb bei ganz gleicher Lei 
stung. Auf den fisk a lisch enGrubeni ni Revier Glad- 
b e ck wird das Fallen des Durchschnittslohnes ebenfalls zum 
größten Teile auf das Wegfallen des Zuschreibens zurückgeführt. 
Da ferner gerade im Gladbecker Revier in den Monaten August 
und September recht viele Feierschichten hinzukamen, so ist der 
Rückgang des Durchschnittslohnes bei der jetzigen Kriegsteuerung 
um so empfindlicher. So wurde uns gemeldet,, daß auf dev 
fiskalischen Zeche Scholven im Revier 12 Hauerlöhne 
von 4,70 bis 6,10 Mk. verdient wurden. Auf ZecheMatthias 
S t i n n e s, Revier 2, fielen Hauerlöhne von 4,38 bis 5,22 Mk., 
ans Zeche Graf Moltke, Revier I, fielen ebenfalls Hauer- 
löhne von 5 Mark und wenig darüber. 
Aus dem Gladbecker Revier gehen uns recht viele Klagen 
zu über viele und zu hohe Strafen. In einem Bericht heißt es: 
„Die Strafen sind auf den Hugo-Schächten (Harpen) und den 
Möller-Schächten (Fiskus) am höchsten. Wegen schlechtem Berge 
versatz auf den Möller-Schächten 3 bis 5 Mk., wegen willkür 
lichen Feierns 2,50 bis 3 Mark." 
Wir sind die letzten, die willkürliches Feiern in Schutz nehmen 
wollen. Aber jetzt bei Ausbruch des Krieges, wo in den ersten 
Wochen die Aufregung über dasAbschiednehmcn vonVerwandten, 
Freunden und Bekannten groß war, ist manche Schicht versäumt 
worden, die sonst nicht versäumt worden wäre. Da hätte man 
wirklich etwas mehr Rücksicht nehmen sollen. 
Wenn aber die Beamten den Arbeitern bei jeder Beschwerde 
damit antworten: „Wem es nicht paßt, kann gehen", ja, auf den 
Prosper-Schächten wurde den Arbeitern noch geantwortet: „Es 
wird noch schlechter", so trägt das nicht dazu bei, die Gemüter 
bei dieser schweren Kriegszeit zu beruhigen. Der Betriebsführer 
von Zeche Moltke III/IV habe zu den Arbeitern gesagt, er könne 
jetzt Leute genug kriegen, mit goldenen Kneifern kämen sie jetzt 
um Arbeit anfragen, wem es nicht passe, der solle kündigen. So 
wird uns berichtet. Braucht man sich bei solchen Vorkommnissen 
zu wundern, wenn die Arbeiter erregt werden? 
Gefördert wird im Revier Gladbeck fast überall nur in der 
Vormittagsschicht. Jugendliche unter 16 Jahren beschäftigt man 
auch dort unterirdisch. Auf Zeche Scholven und Moltke III/IV 
wurden uns je 16 Jugendliche angegeben, ebenso mehrere auf 
den dortigen Stinneszechen.
	        

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Citation recommendation

Festschrift Für Den 3. Internationalen Petroleumkongreß (Bukarest, September 1907). Verlag für Fachliteratur G.m.b.H, 1907.
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