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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

242 
Ende 1926 wurde der Wechseln m lauf in Deiitschlond uns ctlun 10 Mil 
liarden RM geschätzt. Davon >varcn, wie erwähnt, rund 1,4 Milliarden RM 
im Portefeuille der Reichsbank, etwa 1,6 Milliarden bei den 88 Deutschen 
Kreditbanken, die Zweimonatsbilanzen veröffentlichen, 0,5 Milliarden bei den 
Staatsbanken. 0,4 Milliarden bei den Girozentralen und Hypothekenbanken. 
Anfang Dezember 1925 erklärte der Reichsbankpräsident Dr. Schacht, 
der Status der Reichsbank gestatte cs, den Bedürfnissen der Wirtschaft 
durch eine LockerungderKreditkontingentierung entgegen 
zukommen, und das Reichsbank-Direktorium nieinte, diese 
Lockerung sei ein Schritt auf dem Wege zum Abbau der Kredit-Ra 
tionierung. 
An die Stelle der frohen) Rationierung soll nunmehr eine Bonitäts 
prüfung der zum Diskont angebotenen Wechsel treten, d. h. es soll in 
weit höherem Maße als bisher auf das der Wechselausschreibung und 
Wechselweitergabe zugrunde liegende Rechtsgeschäft zurückgegangen wer 
den. Ob es zur Regel werden soll, daß die zum Diskont eingereichten 
Wechsel von einem beweiskräftigen Dokumentenmaterial begleitet werden, 
wie es z. B. vielfach von amerikanischen Banken verlangt wird, steht bisher 
nicht fest. Ansätze hierzu bestehen bei der Reichsbank bereits seit einiger 
Zeit. Sie läßt sich z. B. bei Wechseln, die von Getreidehändlern auf Guts 
besitzer gezogen sind, Unterlagen über das Geschäft geben, also sagen wir 
z. B. über den Verkauf von Düngemitteln. Können diese Unterlagen bzw. 
ein Revers hierüber nicht beigebracht werden, so lehnt die Reichsbank 
die Diskontierung der Wechsel ab. 
Wie die Banken auch sonst bei Kreditgewährung nach dem Verwen 
dungszweck der Gelder sich erkundigen, so haben sie in vielen Fällen 
auch beim Ankauf von Wechseln zu ermitteln gesucht, wie der Wechsel 
zustande gekommen ist, ob es sich um einen Warenwechsel oder einen 
gemachten Wechsel handelt. Sie haben weiter, insbesondere wenn es sich 
um nicht akzeptierte Wechsel handelte, die auch nicht zum Akzept vorgelegt 
werden sollten — vielleicht weil cs sich um Firmen handelte, die grund 
sätzlich ihr Akzept nicht geben, aber bei Verfall prompt zahlen — sich die den 
Tratten zugrunde liegenden Warenforderungen an die Bezo 
genen, auf die sie sonst keinen Anspruch besitzen, abtreten lassen. 
Auch die Reichsbank selbst hat ihre Vorstandsbeamten von jeher an 
gewiesen, die zum Diskont eingereichten Wechsel darauf hin zu prüfen, ob
	        

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Die Deutsche Mark von 1914-1924. Schuster, 1925.
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