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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

zerrten, mehrere gleichartige Tatbestände vorhanden sind; jedoch wird hier der 
Wirkungsgrad des Vergleiches durch die einheitliche Leitung abgeschwächt. Es 
ist daher verständlich, wenn versucht wird, Gelegenheiten zum außerbetrieblichen 
Vergleich zwischen voneinander unabhängigen Betrieben zu schaffen. 
Voraussetzung für die Ausnutzung solcher Gelegenheiten ist, daß vergleichbare 
Grundlagen vorhanden sind. Die Verschiedenheiten der Betriebe sind sehr zahl 
reich; die Kapitalausstattung, der rechtliche Aufbau und dessen kostenmäßige 
Ausflüsse: Gehalt der Vorstandsmitglieder der A.-G. und Gewinn des Einzelkauf 
manns, Körperschaftssteuer und Einkommensteuer, der Standort (verschiedene 
Frachten, Steuern, Güte und Angebote von Mitarbeitern, Lohnhöhe), die inner 
betriebliche Organisation, die verschiedenen Verfahrensweisen, die ungleichmäßige 
Beschäftigung. Will man vergleichsfähige Unterlagen schaffen, müssen Richtig 
stellungen vorgenommen werden: es soll doch die Wirtschaftlichkeit des Betriebes 
verglichen werden und nicht die äußeren Bedingungen der Betriebsarbeit (die 
allerdings Gegenstand eines besonderen Vergleichs werden können). Die Versuche 
der Richtigstellung können in folgendem bestehen: die verschiedenen Steuern, 
Frachten werden als Kostenfaktoren einfach ausgelassen, die örtlich verschiedenen 
Löhne können durch Ausgleiohsfaktoren ausgeglichen werden (wobei die Tatsache 
der verschiedenen Arbeitsleistung unberücksichtigt bleibt); für Personalgesell- 
sohaften wird ein Unternehmerlohn in Ansatz gebracht; die verschiedene Kapital 
ausstattung wird durch Veranschlagung eines kalkulatorischen Zinses auszu 
schalten versucht (die stillen Reserven können jedoch, da nicht ausweisbar, nicht 
verzinst werden). Noch erheblich verwickelter sind die Methoden zur Ausschal 
tung des verschiedenen Beschäftigungsgrades. 
Wir sehen so, daß in der Praxis kaum vergleiohsfähige Grundlagen vorhan 
den sind, daß versucht wird, diese unter Zuhilfenahme aller möglichen Kunstgriffe 
vergleichbar zu machen; ferner werden die Vergleiche mit vielen Einschränkungen 
und Vorbehalten durchgeführt. Es gehört eine ebenso große Sachverständigkeit 
wie Erfahrung dazu, die Vergleichbarkeit herbeizuführen und die gewonnenen Er 
gebnisse richtig zu beurteilen. Die Frage liegt nahe, ob solche Betriebsvergleiche 
überhaupt noch von Wert sind. Es wird versucht, alle äußeren Betriebsbedingun 
gen, die vorhanden und unwandelbar sind, auszuschalten. Dabei wird übersehen, 
daß sich der Betrieb auf alle diese äußeren Umstände in einer ganz bestimmten 
Weise eingestellt hat; die äußeren Umstände sind daher von dem inneren Aufbau 
und von den Ergebnissen der statistischen Aufzeichnungen nicht zu trennen. 
Dieser Mangel eines „exakten“ Betriebs Vergleichs ist wohl zugleich die Ur 
sache dafür, daß die Praxis in jahrhundertelanger Übung einen anderen Weg ge 
gangen ist; die Herausbildung der Kapitalrechnung, die mit Hilfe der doppelten 
Buchhaltung und Bilanz den Gewinn ermittelt und die Rente auf das Kapital 
als Kennziffer zugleich auch für die Betriebs-Wirtschaftlichkeit herausstellt. Um 
nicht mißverstanden zu werden; nicht weil der Gewinn das alleinige oder voll 
kommene Meßwerkzeug darstellt, sondern weil er von allen Möglichkeiten schließ 
lich doch den besten Vergleich ermöglicht. Es ist auch nicht so, daß der Gewinn 
als Maßstab für die Wirtschaftlichkeit im Betriebe entwickelt worden ist; wir 
haben gesehen, daß er von Haus aus die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung 
(Rentabilität) zum Ausdruck bringt. Sondern es hat sich gezeigt, daß er auch für 
die Wirtschaftlichkeit des Betriebs herangezogen wird. Das ist die Auffassung von 
Schmalenbach, wenn er sagt, daß der Gewinn als Maßstab für die Wirtschaft 
lichkeit geeignet gemacht werden soll und zwar nach seinem Vorschlag durch die 
dynamische Bilanz, deren Bedeutung ja darin liegt, daß sie die Grundlagen für 
die richtige Gewiraiermittlung schaffen will. 
Und dennoch haftet auch einem solchen für den Betrieb zurechtgestutzten Ge
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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