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Geburtenrückgang u. Sozialreform

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Bibliographic data

fullscreen: Geburtenrückgang u. Sozialreform

Monograph

Identifikator:
1015153682
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160573
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Geburtenrückgang u. Sozialreform
Place of publication:
M.-Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verl.
Year of publication:
1922
Scope:
244 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geburtenrückgang u. Sozialreform
  • Title page
  • Contents

Full text

D. Bekämpfung des Geburtenrüdganges 147 
befämpfung uf. weiterzuführen und womöglich zu erweitern. Wir werden 
uns nach allen diejen Richtungen bejheiden müffen. Am dringendjten ft 
die Ergänzung der Beamtenbefoldung im Sinne der Erziehungsbeihilfen. 
Dieje Erfahrungen werden uns dann auch dankbare Unterlagen für weitere 
amfafjfendere Pläne bieten. Danach bietet unjeres Erachtenz der Ausbau 
der Fıvalidenverfidherung (fiehe oben) am eheiten Auslicht auf baldige 
VBerwirklidhung. 
Profeljor Sruber befürwortet die Familienverfidherung audy noch 
befonder3 unter dem Sejichtspunkt, daß damit daz „im Verhältniz zum 
Einfommen des Familienvater8 vielfadh ganz übermäßige Ein- 
liommen der jugendligHen Arbeiter erheblid befchränkt 
und diefe jo zu einer befonnenern und gefundern Lebensführung und zu- 
zleih zu längerm VBerbleiben im elterliden Haufe gezwungen werden“. 
Db biefer indirekte Weg zu diefer Ziele führt, bezweifeln wir. E kann 
ebenfogut auf Koften der Eltern gehen, denen die Kinder nur Joviel weniger 
„Koftgeld“ geben. Jedenfalls find auch die Beträge zu gering, al8 daß fie 
dei dem reihen Vergnügungskonto, das diefen bei Loslöfung vom Eltern- 
Jauje zur Verfiigung jteht, wejentlidh in Betracht Iommen. Wer warum 
nit direkt die ältern Kinder anhalten, doß fie zum 
Haushalt der Eltern und zurErziehung der jüngern 
SelGHwijfer ganz erheblig beifteuern?! Das würde 
yanz andere Summen ergeben als die 200 KM Staatsprämien. 
Borntiraeger!) und andere Autoren verlangen auch: Ausgelprodene Be bo r- 
zugungder Verheirateten bei Befebung von Stellen im Reich und 
Staatzdienfte, desgleiden bei Beförderungen und Verfekungen, [fo 
weit das Intereffe des Dienftes foldes irgend zuläßt, aljo bei den nicht befonder8 
michtigen Stellen nicht nur bei gleider Würbigkeit des verheirateten und unver. 
heirateten Beamten, fondern auch {Hon bei abfolut ausreidhender Qualifikation des 
eriten. Diefelbe Bevorzugung foll au bei Erteikleng von Konzeflionen (Apotheker, 
Saftwirte u. a.), bei Anftellung von Kaffenärzten, Lieferanten, beim Zufcdhlagen in 
Zubmiffionen ujw. Plat greifen. Auf Provinzen, Gemeinden uftiv. foll in demfelben 
Sinne eingewirkt werben. — Bei aller Sympathie für das Ziel darf doch nicht ver. 
geffen werden, daß bei foldher Bevorzugung die Heirat leicht zur Farce werden kann 
and bamit noch nichts für die Bevölferungspolitik gewonnen ift, Mehr berechtigt würde 
ein, der Zahl der Kinder maßgebenden Einfluß einzuräumen, aber da ift doch auch 
Borficht am Plage, damit nicht foldhe, die aus den Iauterften Beweggründen nicht 
heiraten, vielleicht nicht einmal heiraten dürfen, oder foldhe, die ohnehin [Hon [dwer 
yarnnter leiden, daß fie Anderlos find oder wenige Kinder haben, nun au noch durch 
Aurücfebung im Ymte aeltraft werden! 
XVYIL Förderung des WoHnungsSiwejens 
Die WoHnungsfjrage bedingt nicht bloß das gefundhHeitlidhe und fittlidhe 
Wohl der gegenwärtigen Generation, fondern vor allem auch die Zukunft 
ber Nation. Dringendite Aufgaben der Sefebgebung und Verwaltung, 
n 107 
\M
	        

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Geburtenrückgang U. Sozialreform. Volksvereins-Verl., 1922.
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