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Bibliographic data

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Monograph

Identifikator:
1016511787
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-150267
Document type:
Monograph
Author:
Richthofen, Prätorius Peter von http://d-nb.info/gnd/126830312
Title:
Zur Zollfrage
Place of publication:
Schweidnitz
Publisher:
Heege
Year of publication:
1925
Scope:
19 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Der Schutzzoll muß sich auf alle Produkte der Landwirtschaft erstrecken
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der großen amerikanischen Vermögen
  • Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil: Die Verhältnisse in der Niederlassungs- und Kolonialzeit
  • Zweiter Teil: Die grossen Landvermögen
  • Dritter Teil: Die grossen Vermögen aus Eisenbahnen

Full text

Gesicht rinnen. Die Ausdünstungen waren entsetzlich: 
der triefende, krankhafte Schweiß einer Menschenmasse, 
die bis an die Grenzen menschlicher Kraft erregt war. 
Getäuschte Geldgier und zerschellte Intrigen und Ränke, 
die sich gegen sie selbst wandten, konnte man aus den Ge- 
sichtern der Männer lesen, die aus dem „Goldzimmer““ ohne 
Hut und dem Wahnsinn nahe herausstürzten, als der Preis 
des Goldes auf 162 stieg. In den benachbarten Straßen hatte 
sich eine lärmende Menge versammelt, die teils aus Neugier 
und Aufregung hierher gekommen war, teils auch aus ein- 
gebildetem Interesse; es war sicher nur ein eingebildetes 
Interesse, denn es war nur ein Kampf der Spitzen der 
Börsenritter- und -spielergesellschaft. 
Plötzlich, früh am Nachmittag, kam die Nachricht, daß 
der Staatsschatz Gold verkaufe; sie schien auf Wahrheit zu 
beruhen. In einer Viertelstunde war die ganze Gold- 
spekulation vorbei. Es wird erzählt, daß der Mob nach 
Gould fahndete, um ihn zu Iynchen, aber er und Fisk hatten 
sich durch eine Hintertür entfernt und sich in die Stadt be- 
geben. Es wurde allgemein angenommen, daß Gould un- 
rettbar ruiniert sei. Daß er heimlich zu ungeheuren Preisen 
Gold verkauft hatte, war nicht bekannt; selbst seine Ver- 
trauten, ausgenommen ‚vielleicht Fisk und Belden, wußten 
nichts davon. Bekannt war nur, daß er Kaufverträge über 
riesige Mengen fiktiven Goldes zu sehr hohen Preisen ab- 
geschlossen hatte. Tatsächlich hatten ihm seine geheimen 
Verkäufe einen Gewinn von 11 bis 12 Millionen Dollar ge- 
bracht. Aber wenn die Kaufverträge in Kraft traten, würde 
nicht nur dieser Gewinn, sondern auch sein ganzes Vermögen 
verloren sein. 
Gould, der nie um einen Rat verlegen war, rettete sich 
aus dieser schwierigen Lage. Er verfiel auf die Bestechung 
der Gerichte. Unter verschiedenen durchsichtigen Vor- 
wänden verschafften er und Fisk sich an einem Tage zwölf 
gerichtliche Verfügungen!). Diese verboten im allgemeinen 
sowohl der Börse wie den Mittelsmännern von Gould und 
Fisk, ihre Geschäfte weiter zu verfolgen und zu erledigen. 
1} Gold Panic Investigation etc., S, 18.
	        

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Die Schweiz. Druck und Verlag von Schultheß & Co., 1914.
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