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Zur Zollfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Zollfrage

Monograph

Identifikator:
1016511787
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-150267
Document type:
Monograph
Author:
Richthofen, Prätorius Peter von http://d-nb.info/gnd/126830312
Title:
Zur Zollfrage
Place of publication:
Schweidnitz
Publisher:
Heege
Year of publication:
1925
Scope:
19 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Der Zollschutz verbilligt relativ die Lebenshaltung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Zollfrage
  • Title page
  • I.
  • II.
  • III.
  • Zu I. Ausschlaggebende Bedeutung der Ertragshöhe, nicht der Anbaufläche
  • II. Der Schutzzoll muß sich auf alle Produkte der Landwirtschaft erstrecken
  • III. Der Zollschutz verbilligt relativ die Lebenshaltung

Full text

verschoben. Die Handelspreise der Lebensmittel, die den Be— 
triebsmitteln der Landwirtschaft gegenüber gestellt werden, sind 
heute irreführend. Die höhere Vorbelastung innerhalb der Wirt—⸗ 
schaft bekträgt gegen einst mehr als 10 Prozent. So beläuft sich 
allein die Umsatzsteuer für 1 Zentner Lebendvieh auf einem kur⸗ 
zen Verkehrsweg 5,85 A. ohne Weiterwälzung durch die ver— 
schiedenen Hände. Da dieselben jedoch gezwungen sind, Risiko, 
Steuern und Zinsen einzukalkulieren, kann ein Aufschlag von 
50 Prozent ohne weiteres angenommen werden, d. h. die Um— 
satzsteuer mit allen Folgen wirkt sich nicht auf 5,85 M, sondern 
auf 9Al aus. Es entsteht somit für den Landwirt eine Mehr— 
belastung von 10—215 Prozent, und um diese Spanne klafft eben 
die sogen. Preisschere krotz genauesten theoretischer Errechnungen. 
Wenn den Landwirten diese Vorbelastung nichl erstattet wird, so 
sind sie zunächst gezwungen, alle Ausgaben zu vermeiden und zu 
einer extensiveren Wirtschaftsweise überzugehen. Bei einem Ver— 
kaufswert der landwirtschaftlichen Produkte von 10 Milliarden 
und bei einer fortgesetzten Vorbelastung von 10—15 Prozent be— 
trägt der Verlust je Jahr 150 Milliarden Mark. Rechnet man 
die vorjährigen niedrigen Préise für landwirtschaftliche Produkte 
hinzu, als die „Schere“ um 30 Prozent klaffte, so hat die Land— 
wirtschaft in diesem Jahre 20 bis 30 Prozent Verlust zu ver— 
zeichnen; die Schuldenlast der Landwirlschaft an Real- und Per— 
sonalkredit von 224 bis 3 Milliarden findet ihre Aufklärung in 
dieser Berechnung. Bei einem „Schließen der Schere“ kann sich 
der Verlust wohl verringern, kann aber nicht aus der Welt ge— 
schafft werden. Hinzu kommt die Umsaätzsteuerfreiheit der einge⸗ 
führten Lebensmiltel, die nicht nur für die Landwirtschaft selbst, 
sondern auch die mit ihr verwandten Industriegewerbe, Müllere 
u. a., in schwerster Weise geführdel haben und gefährden. Der 
Landwirtschaft wird nun der Vorschlag gemacht, für die Umsatz— 
steuerbefreiung einzutreten. Dieser Vorschlag klingt gewiß sehr 
verlockend, er muß aber reine Theorie bleiben, weil anders das 
Reich wie die Länder ihre Etats nicht ausbalancieren können — 
fordert doch das Dawesgutachten 1,2 Milliarden allein aus in— 
direkten Steuern. 
Zu 4. Die Siteigerung des Bodenpreises ist nicht auf Schutzzoll 
zurückzuführen. 
Die Zollschutzära seit 1880 wird als „Wucher und leichter 
überverdienst der Landwirkschaft“ hingestellt. Wenn dem so 
wäre, dann hätte die Landwirtschaft es nicht nolwendig gehabt, 
seit dem Jahre 1885 sich mit 11 Milliarden Mark Hypotheken neu 
zu verschulden. Diese Verschuldung wird aber von zoilgegnerischer 
Seite nicht als eine Verschuldung zu Produktionszwecken hinge— 
stellt, sondern als „eine Verpfändung der Rente“, die durch die 
Zölle gegeben wurde. Diese Deduktion ist vollkommen abwegig, 
denn die Landwirtschaft hat, um die vorn aufgeführte Produf— 
tionssteigerung zu leisten, sehr starke Kapitalinvestitionen vor— 
genommen. Allein der Gebäudewert hat sich in den letzten 40 
Jahren am einstigen Geldwert gemessen mehr als verdoppelt, 
13
	        

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Zur Zollfrage. Heege, 1925.
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