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Leitfaden durch die Sozialpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Leitfaden durch die Sozialpolitik

Monograph

Identifikator:
1016716656
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162582
Document type:
Monograph
Author:
Altmann-Gottheiner, Elisabeth http://d-nb.info/gnd/116295279
Title:
Leitfaden durch die Sozialpolitik
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1923
Scope:
107 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Leitfaden durch die Sozialpolitik
  • Title page
  • Contents

Full text

50 Sicherung des Arbeitsverhältniffes, 
Samilienangehörige des Arbeitgebers, Ööffentlidhe Be: 
amte und Beamtenanwärter, feIlbftändige Gefhäftsfüh- 
rer und Betriebsleiter, foweit fie zur EinfteNung und Ent» 
Taffung der übrigen im Betriebe tätigen Arbeitnehmer berechtigt 
find, die vertretungsberecdtigten Mitglieder jurijtis 
ider Perfonen fowie Perfonen, deren Befhäftigung nit 
in erjter £inie dem Erwerb dient, jondern etwa der kör- 
perlicen Heilung, der fittlihen Befferung oder der dienenden Näch- 
ltenliebe, 
Als Arbeitgeber im Sinne des Betriebsrätegefeßes gelten 
folde Perfonen, die einen Betrieb für eigene Rednung und 
unter eigener Derantwortliq keit betreiben. Bei öffent: 
Iiqhen Betrieben werden die Rechte und PflidHten des Arbeit. 
gebers von den Dorfjtänden der einzelnen Dienititellen 
wahrgenommen. 
Regelmäßig ijt für jeden Betrieb ein Betriebsrat zu errichten. 
Diefer befteht aus Dertretern der Arbeiter und der Angeftellten. 
In Betrieben mit weniger als 50 Arbeitnehmern hat der Be 
triebsrat drei, in Betrieben von 50—99 Arbeitnehmern fünf, in 
folgen mit 100—199 Arbeitnehmern feds Mitglieder. In grös 
Beren Betrieben von 200—999 Arbeitnehmern erhöht fi die 
Zahl der Betriebsratsmitglieder für je weitere 200 um eines, in 
Betrieben zwifhen 1000 und 5999 für je weitere 500, in Betrieben 
von 6000 und mehr Arbeitnehmern für je weitere 1000 um eines. 
Mehr als dreißig Mitglieder darf ein Betriebsrat nicht 
haben. Bei der Zujammenfegung fol das Verhältnis der ver: 
je&iedenen Berufsgruppen und der Gejcdhlechtszugehörigkeit mög- 
lift berücfichtigt werden. Ein vorwiegend mit Arbeiterin: 
nen befebter Betrieb fol 3. B. einen vorwiegend meibliden 
Betriebsrat haben. 
Die Arbeitnehmerfhaft eines Betriebes bildet als ganzes die 
Betriebsverfammlung, in der alle Arbeitnehmer ohne Uns 
terfhied des Alters und Gejhlechts Stimmrecht befigen. Die Ein- 
berufung diefer Derfammlung liegt dem Obmann ob. Er muß 
fie einberufen, wenn ein Diertel der Arbeitnehmerfdhaft 
oder der Arbeitgeber es verlangt. Der Arbeitgeber hat 
das Recht, an der Betriebsverjammlung ohne Stimmrecht teil» 
zunehmen oder fidy dort vertreten zu Lafjfen. Das gleihe Recht 
jteht den Beauftragten der im Betriebe vertretenen Berufs» 
organifationen der Arbeitnehmer zu. Diefe haben aber be. 
ratende Stimme. Die Beteiligung an der Derjammlung {it den
	        

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Leitfaden Durch Die Sozialpolitik. G.A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung, 1923.
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