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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

88 
3. Buch. Die Staatsausgaben. 
und das öffentliche Lieferungswesen — letzteres namentlich mit 
Hinsicht auf den Heeresbedarf — bezeichnet. Stein weist auch im 
einzelnen nach, wie das Budgetwesen ursprünglich von den Einnahmen 
ausgeht und erst später auch die Ausgaben umfaßt. Die neueren 
Autoren — Wagner, Jeze — weisen der Untersuchung der Aus 
gaben ihren entsprechenden Platz an und hat namentlich Wagner 
das Verdienst, die schwierigen Fragen der Staatsausgaben in einer 
bisher vermißten, hier und da vielleicht schon zu weitgehenden 
Gründlichkeit dargestellt zu haben. Auch die neuere englische 
Finanzwissenschaft fordert die Behandlung der Ausgaben. So sagt 
Bastable: Die Probleme der Ausgaben sind ebensosehr finanzielle 
Probleme wie die der Einnahmen. Dem schließt sich Nicholson 
an, indem er sagt, beide Gegenstände sind koordinierter Natur. 
Eine Ausnahme bildet Leroy-Beaulieu, der die Finanzwissenschaft 
als die Wissenschaft von den öffentlichen Einkünften definiert. Auch 
die Hineinziehung der Finanzverwaltung mißbilligt er. 
2. Die Staatsausgaben können wir nach vielerlei Gesichtspunkten 
unterscheiden: 1. Wir können vor allem unterscheiden zwischen 
Ausgaben und Kosten. Kosten sind solche Ausgaben, welche 
bei Verwirklichung eines Staatszweckes auftauchen, Ausgaben sind 
z. B. die Zinsen der Staatsschulden. Unter den Staatsausgaben 
verstehen wir streng genommen nur den bei Erfüllung der Staats 
zwecke sich ergebenden in Geld ausgedrückten Bedarf. Daher um 
fassen die Staatsausgaben so genommen nicht den ganzen Bedarfs 
denn hierzu gehören die gesamten Opfer, die eventuell keine neun 
Geldausgabe verursachen, also z. B. die aus der Nutzung des Staats 
vermögens sich ergebende Deckung der Bedürfnisse, ferner Natural 
leistungen der Staatsbürger, z. B. Naturalfronde, unentgeltliche Ver 
seilung von Ämtern usw. 2. Produktive und unproduktive 
Ausgaben. Bei dieser Unterscheidung können wir die engere 
wirtschaftliche oder die weitere kulturelle Bedeutung vor Augen 
halten. Im engeren Sinne können nur die für wirtschaftliche Zwecke 
gemachten, die wirklich wertschaffenden Ausgaben als produktive 
betrachtet werden. Da der größte Teil der Staatsausgaben nur 
mittelbar der Wertproduktion dient, so müßte entweder jede Aus 
gabe als produktiv bezeichnet werden, welche zur Erfüllung irgend 
welches Staatszweckes zweckmäßig verwendet wird, oder müßte die 
Unterscheidung fallen gelassen werden, da ja sonst der größte Teil 
der Staatsausgaben als unproduktiv bezeichnet werden müßte, weil 
die meisten nichtwirtschaftlichen Zwecken dienen. 3. Die staat 
lichen Ausgaben können unterschieden werden als solche, die mit 
den Aufgaben der Verfassung oder mit denen der Regierung
	        

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Die Steigerung Der Produktivität Der Deutschen Landwirtschaft Im Neunzehnten Jahrhundert. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, Verlag für Landwirtschaft. Gartenbau und Forstwesen, 1905.
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