Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Finanzwissenschaft

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

148 
3. Buch. Die Staatsausgaben. 
von nur wenigen Jahren vorher eine oft 100 prozentige Steigerung 
zeigen. Als Erfolge sehen wir die Gestaltung immenser Einkommen 
und rasch gebildeter kolossaler Vermögen und damit die Entfaltung 
eines ungesunden Luxus, Steigerung der Preise großer Wohnungen, 
der feineren Stoffe, der Edelsteine und Perlen, welch letztere bis zum 
zehnfachen Preise ansteigen. 
Dies die Wirkung der vom Staate in Bewegung gesetzten 
Milliarden. Dem stehen freilich die traurigen Folgen des Krieges 
gegenüber, deren Untersuchung hier aber nicht unsere Aufgabe ist. 
Es ist überflüssig zu betonen, daß diese Milliarden zum größten Teil 
aus Anlehen, zum weit geringeren Teil aus die Bevölkerung schwer 
belastenden Steuern fließen. 
Dies das Bild des Einflusses der Kriegsfinanzen auf die Volks 
wirtschaft. Es ist im großen ganzen das Bild einer fabelhaften 
Kraftentwicklung, einer Prosperität fast aller, die an der Produktion 
teilnehmen, dagegen einer gefährlichen Dekadenz aller, die an der 
Produktion unmittelbar nicht teilnehmen, deren Erwerb sich auf 
Dienstleistungen stützt und die zumeist von fixen Bezügen leben. 
Wir wollen uns noch kurz mit der Frage beschäftigen, ob die 
Kriegsausgaben als produktive Ausgaben zu betrachten sind. Be 
kanntlich handelt es sich hier um eine weit umstrittene Frage. 
Daß Kriege in politischer und ethischer Beziehung produktiv, werte 
schaffend sein können, also politische und ethische Werte schaffen 
können, die dann in ihrer Weiterwirkung, also mittelbar auch wirt 
schaftliche Werte schaffen können, unterliegt keinem Zweifel. Hier 
über zu streiten, wäre wahrlich ein Streit um des Kaisers Bart. 
Die Frage ist nur dann eine schwierige, wenn es sich darum handelt, 
ob Kriege unmittelbar wirtschaftliche Werte schaffen? Ob Kriege 
nicht vielmehr destruktiver Natur sind? Zur Beantwortung dieser 
Frage können wir meiner Ansicht nach am besten auf dem Wege 
folgender Betrachtungen kommen. Der kriegführende Staat kauft 
bekanntlich mit seinen Milliarden Güter, die verbraucht werden, 
ohne in neuen wirtschaftlichen Gütern reproduziert zu werden. 
Der Staat erhält für seine Milliarden nicht produktiv verwendbare 
oder besser produktiv verwertbare Güter, sondern Güter, die der 
Vernichtung dienen und der Vernichtung preisgegeben sind. Auf 
der Seite des Verkäufers, der dem Staate die zur Kriegführung 
nötigen Werkzeuge und Stoffe liefert, werden die Werte produktiv 
verwendet, sie reproduzieren sich, wenigstens zum größten Teil, ein 
geringerer Teil geht auch hier effektiv verloren, z. B. als Folge 
überspannter Preise. Aber auf seiten des Staates verliert der dem 
Staate dargebotene Gütervorrat seine produktive Wirkung. Wir
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.