Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Finanzwissenschaft

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

202 
4. Bach. V. Teil. Die Steuern. 
land. Nach Ricardo ist die Steuer jener Teil des Produktes von 
Grund und Arbeit eines Landes, welcher der Regierung zur Ver 
fügung gestellt wird. Hier wird also, wie in der von uns oben ge 
gebenen Definition, das 'Wesen des Steuerbegriffes darin gefunden, 
daß sie jener Teil des Nationaleinkommens ist, welcher zur Deckung 
des Staatsbedarfes dem Ganzen überlassen wird. Ebenso sagt, um 
einen der neueren Schriftsteller zu erwähnen, Bastable: Die Steuer 
ist der zwangsweise Beitrag aus dem Vermögen einer Person oder 
einer Gruppe von Personen, der den öffentlichen Gewalten zur 
Verfügung steht. Während die englische Literatur den gemein wirt 
schaftlichen Charakter der Steuer hervorhebt, sehen wir die fran 
zösische Literatur in einer privatwirtschaftlichen Auffassung be 
fangen. Die Steuer wird als eine Gegenleistung betrachtet für die 
dem einzelnen durch den Staat gebotenen Leistungen; sie wird als 
ein Teil der Güter betrachtet, die der einzelne dem Staate deshalb 
überläßt, damit er das ihm Bleibende in Ruhe genießen könne. 
Die Steuer wird mit der Versicherungsprämie verglichen; sie wird 
gezahlt für Schutz und Sicherheit der Person und des Vermögens. 
Dieser Auffassung begegnen wir schon bei Montesquieu: Die Steuer 
ist jener Teil des Vermögens, welchen jeder Bürger deshalb gibt, 
um den anderen Teil in Sicherheit zu besitzen. Girardin nennt die 
Steuer geradezu eine Versicherungsprämie. Ebenso d’Audiffret, 
Thiers usw. Auch Proudhon nimmt denselben Standpunkt ein: 
Die Steuer ist ein Tauschgeschäft. Wir sehen in allen diesen Be 
griffsbestimmungen die rein privatwirtschaftliche Auffassung. Mit 
dieser individuellen Auffassung hängt es zum Teil zusammen, daß 
in Frankreich die Gebühr, der Stempel eine so große Rolle spielt, 
weil dadurch die Steuer den Anschein gewinnt, als ob der Staat 
hier eine Gegenleistung böte. Doch nähern sich einige, wie Parieu, 
Leroy-Beaulieu, Stourm der englischen Auffassung. Die deutsche 
Wissenschaft folgt lange Zeit den Spuren Ricardos, doch strebt sie 
immer mehr nach einer Vertiefung des Begriffes. 
Besondere Aufmerksamkeit verdient der Standpunkt Wagners, 
der das sozialpolitische Moment in den Steuerbegriff einführt. 
Seine Definition lautet folgendermaßen: „Steuern sind Zwangsbeiträge 
der Einzelwirtschaften teils zur Deckung des allgemeinen Staats 
bedarfes, der öffentlichen Ausgaben, teils zur Herbeiführung einer 
veränderten Verteilung des Volkseinkommens.“ Es wird noch be 
sonders betont, daß von „vornherein bei der Besteuerung die rein 
finanzielle und die sozialpolitische Seite zu unterscheiden sei“ 1 ). 
l ) Finanzwissenschaft, II. Teil, 3. Ausl. (Leipzig u. Heidelberg 1880), S. 150. 
\
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.