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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

A. II. Abschnitt. Die Geschichte des Steuerwesens. 209 
Einigen Einblick in die historische Entwicklung mag, wenn 
auch nur teilweise, in jener Terminologie gefunden werden, die in 
verschiedenen historischen Zeiten zur Bezeichnung des Steuerbegriffes 
benutzt wurde. Wir verwerten hier zum Teil die von Seligmann 1 ) 
angegebenen Daten. Demgemäß war die Steuer in der ältesten 
Zeit Geschenk (donum, benevolence) ; später von der Regierung er 
betene Hilfe (Bede, precarium); in einer späteren Zeit eine Unter 
stützung, deren Notwendigkeit man nach und nach einsah (Adjn- 
torium, aid, aide, subsidy, Contribution, Steuer, hjelp). Darin kommt 
zum Ausdruck, daß die Steuer ein Opfer des Individuums ist im 
Interesse des Staates (Gabelle, Abgabe, dazio, ungarisch adö — 
Gabe). Dann begegnen wir der Erkenntnis, daß die Steuer eine 
"Pflicht ist (duty) ; daß sie ein Zwangsbeitrag ist (impost, imposta, 
impot, Auflage, ungarisch roväs — Auflage). Manche Bezeichnungen 
drücken den Begriff aus, daß die Steuer ein gewisser Teil der Habe 
ist (Schoß, Schatzung, rate, im Skandinavischen scalt). Wenn diese 
Ausdrücke auch nicht genau verschiedene Perioden des Steuer 
wesens und deren Nacheinanderfolge bezeichnen und den Steuer 
gedanken in verschiedenen Perioden charakteristisch ausdrücken, 
doch zeigen sie die verschiedene Bedeutung und Erklärung der 
Steuer in verschiedenen Zeiten und bei verschiedenen Völkern. 
2. Die Hauptmomente der hier geschilderten Entwicklung kehren 
mehr minder überall wieder. Trotzdem können wir mit Bezug auf 
die tiefgreifende Umgestaltung des neueren Steuerwesens Wagner 
recht geben, wenn er sagt, daß die ganze Epoche vor dem 19. Jahr 
hundert gewissermaßen als eine Periode betrachtet werden kann. 
Die Steuer, und namentlich die direkte Steuer, die ja eigentlich 
den Haupttypus der Steuer repräsentiert, bildet nur eine exceptio 
nelle Einnahmequelle, doch kommt sie fast in jedem Zeitalter vor. 
So sehen wir, daß Geschenke, freiwillige Gaben an das Staats 
oberhaupt in Griechenland schon in den ältesten Zeiten vorkamen ; 
mit einigem Druck gestalteten sich diese Geschenke zu obligatori 
schen Leistungen. Namentlich die Steigerung der Kriegsausgaben 
führt zur Benutzung von beständigen Steuerquellen, wie dies ja 
auch in Rom der Fall war, als die Soldzahlung eingeführt wurde. 
In dem führenden Staate Griechenlands, in Athen, machte sich 
dieses Bedürfnis weniger geltend, denn die Soldzahlung wurde aus 
den Tributen der Bundesgenossen bestritten und mit dem Sieg der 
radikalen Demokratie wurden die Kosten in der Form der Litur 
gien auf die Reichen überwälzt. Soferne Steuern notwendig wurden, 
*) Essays on Taxation (New-York 1895) 8- 6. 
Fold es, Finanzwissenschaft. 
14
	        

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The Work of the Stock Exchange. The Ronald Press Company, 1930.
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