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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

266 
4. Buch. V. Teil. Die Steuern. 
die Steuer benötigt, daß dies eine der besten Einnahmequellen des 
Staates ist, wenn wir sehen, daß dies mittelbar auch mit Vorteilen 
verbunden ist, dann werden wir die Zweckmäßigkeit, gewissermaßen 
die logische Güte der Institution anerkennen. Die Frage, ob die 
Steuer ein gutes oder schlechtes Ding ist, kann sich also nur auf 
die Anwendungsart der Steueridee beziehen und in dieser Beziehung 
werden wir freilich in den einzelnen Partien des Steuerwesens 
günstiger und ungünstiger Momente gewahr werden. 
Daß nämlich die Besteuerung anderen Einnahmearten gegen 
über auch Nachteile auf weist, ist leicht zu erkennen. Wenn der 
Staat bloß von privatwirtschaftlichen Einnahmen lebt, dann ist der 
Staat nur Einer unter Vielen und wenn dies auch seine Nachteile 
hat, so sind diese doch zumeist verborgen. Unzweifelhaft wird die 
Besteuerung auch immer mehr oder weniger von dem idealen Zu 
stande der Gerechtigkeit fern bleiben und so macht sich der Staat 
mancher Ungerechtigkeit schuldig. Die Besteuerung wird dort, wo 
das Gefühl der staatsbürgerlichen Pflicht noch nicht genügend ent 
wickelt ist, — und wo und wann wird das in Jedem zur Entwicklung 
kommen — als Last empfunden und schaltet in die Beziehung 
zwischen Staat und Staatsbürger ein unangenehmes Element ein. 
Noch schwerer lastet auf den Staatsbürgern die eventuelle Steuer 
exekution, die nicht selten deren Lebensbedingungen zu vernichten 
imstande ist. Die Besteuerung hat natürlich auch auf das politische 
Leben Einfluß und ist oft Ursache tiefgehender Unzufriedenheit. 
Auch die Kostspieligkeit der Steuerverwaltung ist ein negativer 
Posten. Dagegen ist es gewiß, daß das Steuersystem als Einnahme 
modus sich am besten an die wirtschaftliche Organisation der Ge 
sellschaft anschmiegt, mit derselben am besten übereinstimmt, weil 
sie dem Individuum den größten Spielraum zur freien Betätigung 
bietet und die Produktion im allgemeinen am wenigsten stört. Und 
wenn auch in neuerer Zeit der Staat auf einzelnen Punkten ge 
zwungen ist, solche Besteuerungsverfahren anzuwenden, welche die 
individuelle Freiheit bedeutend einschränken und sich der staat 
lichen Einmischung in hohem Grade nähern, so ist es doch gewiß, 
daß die Einkommensbeschaffung vermittels Steuern dem Leben der 
höherentwickelten industriellen Gesellschaft am besten entspricht 
Hier ist es die Besteuerung, die mit dem Minimum von Nachteilen 
das Maximum der Vorteile zu bieten vermag und die Befriedigung 
der Staatsbedürfnisse am zweckmäßigsten sichert. Sie liegt, tech 
nisch ausgedrückt, in der Linie des geringsten Widerstandes.
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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