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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

B. IV. Abschnitt. Das Prinzip der Steuerprogression. 
287 
schädlichen Wirkungen der aus den Gesetzen stammenden Ungleich 
heiten zu entschädigen. 
9. Gegen den progressiven Steuerfuß wird von manchen Seiten 
angeführt, daß er in höherem Maße zur Verheimlichung des Ein 
kommens verleitet. Das kann von psychologischem Standpunkte 
auch nicht geleugnet werden. Praktisch kommen hier aber doch 
verschiedene Momente in Betracht. So verweist auch Seligmann 
auf die Tatsache, daß in Amerika bei proportionalem Steuerfuß 
der Steuerbetrug viel häufiger ist, als in der Schweiz, bei pro 
gressivem. 
All dies vor Augen gehalten, unterliegt es keinem Zweifel, daß 
der Steuerfuß — mag er degressiv oder progressiv sein — nicht 
starr, unveränderlich, spoliativ sein darf, sondern elastisch, ver 
änderlich, mäßig, damit die eine verschiedene Leistungsfähigkeit 
repräsentierenden Steuerkräfte gleichmäßig in Anspruch genommen 
werden. 
. 10. Von manchen Seiten befürchtet man von dem progressiven 
Steuerfuß die Auswanderung der Kapitalien, die Abnahme des 
Triebes zur Vermögensbildung, die Ungerechtigkeiten der Partei 
regierungen, was jedoch nur dann eintritt, wenn die Progression 
eine exzessive wäre. 
11. Als Argument für die progressive Besteuerung wird auch 
darauf hingewiesen, daß der progressive Steuerfuß als Korollarium 
der auf die Lebensrnittel erster Ordnung gelegten indirekten Steuern 
betrachtet werden muß. Die antisoziale Wirkung dieser Ver 
zehrungssteuern soll im progressiven Steuerfuß ihr Gegengewicht 
finden. 
12. Von finanziellem Standpunkte hat man gegen die pro 
gressive Besteuerung eingewendet, daß der progressive Steuerfuß, 
rationell angewendet, nur geringen finanziellen Erfolg hat und im 
Grunde ist ja das finanzielle Resultat der Hauptzweck jeder Be 
steuerung. „Die Erfahrung lehrt — sagt Leon Say — daß die 
progressive Steuer mit den größten Nachteilen verbunden ist. Wenn 
sie hoch ist, vernichtet sie das Kapital, wenn sie niedrig ist, trägt 
sie nichts ein.“ Hierauf ist zu bemerken, daß dieses Steuersystem 
oder Steuerprinzip nicht von finanziellem Standpunkte zu beurteilen 
ist, sondern rein vom Standpunkte der Gerechtigkeit. Die Frage 
ist bloß die, ob die progressive Besteuerung der höheren Einkommen 
mit Hinsicht auf die in demselben repräsentierte Steuerkraft be 
rechtigt ist und darauf kann nur mit Ja geantwortet werden. 
Ja es wäre sogar möglich, daß die Steuer bei progressiver 
Besteuerung einen geringeren Ertrag liefert, denn gegenüber der
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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