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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

I. Abschnitt. Grundbegriffe. 
9 
auch in geringerem Maße. Doch tut sich hier in der Verstaatlichung 
der Kraftquellen ein neues, großes Gebiet auf. Um so bedeutender ist 
die Tätigkeit des Staates auf dem Gebiete des Verkehrswesens, nament 
lich des Eisenbahnwesens, auf dem Gebiete des Bankwesens, des Ver 
sicherungswesens, der Schiffahrt usw. Die meisten Güter freilich, 
deren der Staat bedarf, muß er aus dem Verkehr beschaffen und so 
greift seine Tätigkeit tief in das Getriebe des Verkehrs, in die Bestim 
mung der Preise und Löhne usw. ein. Der Staat ist heute der wich 
tigste Käufer. Rohstoffe, Hilfsstoffe, Brennstoffe kauft er in großen 
Quantitäten, für seine Fabriken, Eisenbahnen und Schiffe braucht 
er Kohle und Eisen, für das Heer Bekleidungsgegenstände und 
Nahrungsmittel, Waffen und Munition, für seine Amtslokalitäten 
braucht er Einrichtungsgegenstände, Möbel, Schreibrequisiten, Be- 
leuchtungs- und Heizstoffe, auf allen Gebieten verwendet er eine 
Unzahl von höheren und geringeren Arbeitskräften. Seine Nach 
frage ist ausschlaggebend für Produktion und Konsumtion, für 
Preise und Löhne. Hieraus ergibt sich für den Staat eine außer 
ordentlich schwierige, komplizierte Tätigkeit, die tüchtige, gewissen 
hafte Kräfte erfordert. Alles muß in den nötigen Quantitäten, in 
der rechten Zeit, zum entsprechenden Preise angeschafft, gehörig 
aufbewahrt und verwendet werden. Hier berührt sich die staatliche 
Tätigkeit mit großen Privatinteressen, die oft nach Ausbeutung des 
Staates trachten und Korruption in die Staatsmaschine einpflanzen. 
Werden die Anschaffungen im Inlande effektuiert, so bietet dies 
der inländischen Produktion Nahrung, während diese entzogen wird, 
wenn die Anschaffungen im Auslande geschehen. Alle Käufer, 
alle Konsumenten berührt in ihrem Interesse das Preisangebot des 
Staates, denn diese Preise werden auch für sie maßgebend sein. 
Ja auf manchem Gebiete wird der Einfluß des Staates geradezu 
maßgebend sein und es kann ebensogut geschehen, daß er zu hohe, 
als daß er zu niedrige Preise bietet. Die Wirkung dieses Ver 
haltens pflanzt sich natürlich fort auf die Einkommensverteilung, 
auf die Gestaltung des Unternehmergewinnes, des Kapitalzinses und 
des Arbeitslohnes. Hier berührt dann der Staat das große soziale 
Problem, das er hier günstig und ungünstig beeinflussen kann. 
Aber auch auf dem Gebiete des Kreditwesens macht sich die finan 
zielle Tätigkeit des Staates geltend, der hier sowohl als Darlehns 
nehmer wie als Darlehnsgeber auftritt. Die staatliche Verwaltung 
muß also eine genaue Kenntnis haben von dem Geld- und Kapital 
markt in seiner ganzen Ausdehnung, eine genaue Kenntnis der 
steten Bewegungen auf dem Kapitalmarkt, der Gestaltung des Zins 
fußes, der denselben beeinflussenden Momente. Der Staat ist ein
	        

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Denkschrift Über Die Maschinenindustrie Der Welt, Bestimmt Für Das Komitee B Des Vorbereitenden Ausschusses Der Internationalen Wirtschaftskonferenz Des Völkerbundes. Verein Deutscher Maschinenbau-Anstalten, 1926.
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